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Branchenmeldungen 07.10.2019

Digitaler Workflow: DMG DentaMile Lab#1 in Hamburg

Rebecca Michel
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Digitaler Workflow: DMG DentaMile Lab#1 in Hamburg

Rund 50 Gäste folgten am 27. September in Hamburg DMGs Einladung zum ersten DentaMile Lab#1. Die Vertreter der Zahnmedizin und der Zahntechnik trafen sich hier mit DMG-Entwicklern, um gemeinsam in die Zukunft zu blicken. Mit der Initiative DentaMile für einen ganzheitlichen digitalen Workflow haben sich die Hamburger das Ziel gesetzt, Anwender einen Arbeitsprozess ohne Technikbarrieren zu ermöglichen, der alle Beteiligten einbezieht. Im DentaMile Lab#1 schuf DMG in diesem Zuge eine Plattform, auf der im direkten Austausch der Nutzen und die Zukunft der digitalen Möglichkeiten, insbesondere des 3D-Drucks, diskutiert werden konnte. Die Teilnehmer nahmen diese Gelegenheit rege wahr.

Die Zukunft ist digital

Einen gelungenen Einstieg in das Thema digitale Zukunft lieferte Nick Sohnemann, Gründer und CEO der Hamburger Innovationsagentur Future Candy. Schnell konnte er deutlich machen, dass die Digitalisierung in den meisten Bereichen des Lebens Einzug hält oder noch halten wird. Von Koffern, die per Kamerasteuerung ihren Besitzern folgen, über Lieferroboter bis eben hin zum 3D-Druck – ein Paradigmenwechsel ist vorprogrammiert.

Gerade in der Gesundheitsbranche, so Herr Sohnemann, sei ein Richtungswechsel der Versorgung von reaktiv zu präventiv abzusehen, der vor allem durch die Industrie und ihre Forschung ermöglicht werde.

In diesem Sinne übergab Herr Sohnemann das Wort an den Prothetiker und CAD/CAM-Spezialisten ZA Norman Hanske, Hamburg. Dieser unterstrich die wirtschaftliche und ressourcenschonende Seite des 3D-Drucks beispielhaft anhand von Aufbissschienen. Die Patienten profitieren, so Herr Hanske, von der schnellen Schmerzbefreiung durch Sofortschienen, die der 3D-Druck ermögliche. Er schloss mit der Aussicht, dass auch in Zukunft der digitale Workflow neue Therapiemöglichkeiten erschließen werde.

Digitales erlebbar machen

Nach den hochinformativen und lebendigen Vorträgen wurden die Teilnehmer eingeladen, sich selbst von der Digitalisierung innerhalb der Zahnmedizin und Zahntechnik zu überzeugen. Hierfür öffnete DMG zum einen die Tür zum „Exploration-Raum“, in welchem neue wegweisende Technologien erlebbar gemacht wurden. Eine Virtual Reality-Installation beispielsweise gab den Teilnehmern die Möglichkeit, ein Herz von innen zu begutachten. Auch der DMG Software-Partner teemer stellte in diesem Raum seine webbasierte Praxissoftware vor.

Im „Zukunftsraum“ standen die Mitarbeiter von DMG den Teilnehmern Rede und Antwort rund um die Präzisionsdrucker DMG 3Demax und 3Delite. Sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene bieten die DLP-Drucker eine Effizienzsteigerung durch Materialeinsparungen und eine beschleunigte Fertigung, dabei bietet das Hamburger Unternehmen neun Materialien für unterschiedliche Indikationen.

Ebenfalls erfuhren die Gäste hier Detailliertes rund um DentaMile connect, die neue cloudbasierte Lösung des Hauses, die den digitalen Workflow zentral koordinieren kann. DMG richtete DentaMile connect als zusammenfassende CAD/CAM-Software ein, die die Anwender im Alltag richtlinienkonform (besonders im Hinblick auf die ab 26. Mai 2020 verpflichtende EU-Medizinprodukte-Verordnung) unterstützt.

Im dritten Raum, der nach realen Arbeitsbedingungen eingerichtet wurde, konnten die Teilnehmer schließlich das System selbst testen.

Hat analog noch Zukunft?

Zur allgemeinen Überraschung wurde am Nachmittag eine vierte Tür geöffnet. In diesem, einem Raumschiff nachempfundenen Raum versammelten sich alle Teilnehmer sowie DMG-Mitarbeiter, um anschließend rege über das Thema 3D-Druck im Alltag der Zahnmediziner und Zahntechniker zu diskutieren. Moderator PD Dr. Falk Schwendicke, Berlin, stellte die Frage: Wird der analoge Zahntechniker in Zukunft überhaupt noch existieren?

Die Meinungen waren gespalten: Einerseits sei die Arbeit des Zahntechnikers eine kreative und von Fall zu Fall unterschiedliche. Einem präzisen Techniker fehlten aber für eine hochwertige digitale Arbeit bislang die Materialien sowie die Werkzeuge – an dieser Stelle wurde auch an die Industrie appelliert. Dabei sei zu beachten, dass es sich um ein medizinisches Handwerk handele, dass keine Fehler beinhalten dürfe, da es die Gesundheit der Patienten direkt betreffe.

Andererseits wurde festgestellt, dass sich der klassische Beruf des Zahntechnikers mit der Alltäglichmachung des 3D-Drucks im Wandel befände. Der digitale Workflow vereinfache die Zusammenarbeit der Zahntechniker mit den Zahnmedizinern und revolutioniere den Patientenkomfort – der für beinahe alle Anwesenden an erster Stelle stand.

Zusammenfassend konnte Dr. Schwendicke feststellen, dass die Diskussion auch in Zukunft anhand von vier Schlagworten geführt werden müsse: Hardware, Schnelligkeit, Technologiesicherheit sowie Materialien.

Weitere Infos zu Initiative DentaMile unter www.dentamile.de.

Foto: OEMUS MEDIA AG

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