Branchenmeldungen 13.09.2021

„Ein neues Instrument, das vieles vereinfacht und mehr möglich macht“

„Ein neues Instrument, das vieles vereinfacht und mehr möglich macht“

Foto: Straumann GmbH / privat

Dental Monitoring ist eine der ersten mobilen Apps zur digitalen Fernkontrolle. Sie unterstützt den Behandler dabei, die Therapie konstant zu überwachen und Störungen im Behandlungsverlauf frühzeitig zu erkennen – auch zwischen den Kontrollterminen in der Praxis. Wir haben Dr. Jörg Schwarze, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie und Alignerspezialist, zu seinen Erfahrungen mit dem KI-gestützten Fernkontrollsystem befragt.

Dr. Schwarze, Dental Monitoring ist ein KI-gestütztes Fernkontrollsystem. Wo sehen Sie für sich/die Behandler und Ihre/die Patienten die Vorteile, sie zusätzlich zu den Praxisbesuchen mit einem solchen Tool zu betreuen?

Bei Kontrollintervallen mit mehreren Wochen Abstand ist es nützlich, zwischen diesen Zeiten die Behandlung überwachen zu können. Dental Monitoring bietet mit seiner Software hierfür die Möglichkeit. Bei Alignersystemen kann so z. B. gewährleistet werden, dass die Passform der Schienen optimal ist, bevor ein Wechsel stattfindet und klinische Probleme können frühzeitig erkannt werden, sodass dem Behandler die Chance geboten wird, früher als es durch die Kontrolltermine möglich wäre, einzugreifen.

Die künstliche Intelligenz kann 96 orale Situationen anhand der vom Patienten aufgenommenen Bilder analysieren. Wie bewerten Sie als Behandler die Bildqualität und entsprechenden Auswertungen?

Künstliche Intelligenz wird nicht umsonst von IBM, Apple, Google und Microsoft als der „heilige Gral“ betrachtet. Diese zukunftsweisende Technologie in der Medizin, und insbesondere der Zahnheilkunde und Kieferorthopädie, einzusetzen, ist nur folgerichtig und gibt dem Behandler ein neues Instrument an die Hand, das vieles vereinfacht und noch mehr möglich macht. Konkret bedeutet dies, dass die Technologie dem Behandler Zeit einspart, ohne dabei die Qualität missen zu lassen. Im Gegenteil bietet die Technologie die Möglichkeit, Kontrollen auf einem konstanten und einheitlichen Qualitätsniveau durchzuführen. Dabei ist nicht nur die Betrachtung in der laufenden Therapie mit Indikatoren wie beispielsweise dem Sitz der Aligner, der Position einzelner Zähne, dem Hygienestatus oder der Okklusion möglich, sondern auch die Kontrolle der Retentionsphase mit der Überprüfung des Lingualretainers.


Abb. 1: Screenshot vom Behandlerportal: zur Festlegung klinischer Ziele.

Neuerdings können bei der zusätzlichen Fernbetreuung klinische Ziele angegeben werden (Abb. 1). Inwieweit unterstützt diese Funktion die klinische Fernkontrolle?

Der Ausbau und die stete Weiterentwicklung des Systems ermöglichen es, anhand der klinischen Zielsetzung eben auch die Qualitätsansprüche der Ferndiagnostik zu steigern und hebt das System von einem statischen Kontrollmechanismus auf ein dynamisches Monitoring-System, welches gerade unerfahrenen Anwendern mehr Unterstützung bei der Begleitung ihrer Patienten hin zu einem optimalen klinischen Ergebnis bietet. Die Verwendung von Zielsetzungen kann z. B. sinnvoll sein, wenn man als Behandler und als Patient in der Therapie Zeit einsparen und Termine zu klinisch relevanten Ereignissen setzen will.

Führt man beispielsweise einen Patienten – unter Verwendung von Gummizügen – von einer Klasse II in eine Klasse I, kann es nützlich sein, die Klasse I als Zielsetzung mit einer Range von ein paar Wochen als Ziel zu implementieren. Erreicht der Patient dann bereits zu einem früheren Zeitpunkt als geplant das gesetzte klinische Ziel, kann frühzeitiger als ursprünglich angenommen ein Termin zur nächsten Kontrolle vereinbart werden. Die Behandlung wird nicht nur beschleunigt, sondern auch die Gefahr einer Klasse III wird dadurch reduziert.

Abb. 2: Patienten erhalten ScanBox und Wangenhalter, um ihre oralen Aufnahmen anzufertigen. Die interaktive Einbindung der Patienten steigert die Motivation.

Dental Monitoring: Die fortschrittliche digitale Fernüberwachungslösung

Dental Monitoring ist eine KI-gestützte App, die eine konstante Überwachung der kieferorthopädischen Therapie aus der Ferne ermöglicht. Das System erkennt anhand von Fotos, die die Patienten selbst mit einer speziellen Scanbox (Abb. 2) erstellen, wann der nächste Korrekturschritt erfolgen kann. So lassen sich Störungen im Behandlungsverlauf (Tracking-Probleme) frühzeitig erkennen. Die stetige Verlaufskontrolle optimiert die Behandlungsdauer und reduziert Revisionen – die interaktive Einbindung der Patienten fördert die Mitarbeit und steigert die Motivation.

Vertrieb durch die Straumann GmbH

Kontakt:
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Tel.: 0800 4540134
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www.do-digitalorthodontics.de 

Dieser Beitrag ist in KN Kieferorthopädie Nachrichten erschienen.

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