Branchenmeldungen 14.04.2021

Europastudie: Verdienst von Frauen in Gesundheitsberufen

Europastudie: Verdienst von Frauen in Gesundheitsberufen

Foto: Andreas Haertle – stock.adobe.com

Mitarbeiterinnen im Gesundheitssektor werden in Europa unterschiedlich gut bezahlt. Eine neue Studie zeigt: Frauen verdienen in der Schweiz am besten, Frankreich punktet in der Gesamtbilanz.

Dass Frauen im Gesundheitswesen oftmals Ungleichheiten gegenüber ihren männlichen Kollegen erfahren, ist allgemein bekannt, gesprochen wird dabei von der sogenannten „Gender-Pay-Gap“. Nun hat sich der Kontaktlinsenanbieter Lenstore mit dieser Thematik befasst und eine Studie durchgeführt, im Rahmen derer erstmals in 30 Ländern die Verdienste von Frauen im Gesundheitswesen analysiert wurden. Konkret ging es um das Durchschnittsgehalt, die Arbeitszeiten, die Urlaubstage sowie den Prozentsatz von Frauen innerhalb der jeweils spezifischen Berufsgruppe. 

Frankreich führt, Deutschland auf Platz 18

Kaum geschlechtsspezifisches Lohngefälle gibt es in Luxemburg (4%), Belgien (4%), Rumänien (11%), Schweden (11%) und in Norwegen (13%). Die Schweiz, Island und Luxemburg sind die Länder, die Frauen in Gesundheitsberufen am besten vergüten – das Durchschnittseinkommen beträgt mehr als 65.000 Euro jährlich. Laut der Studie ist Frankreich das beste Land, um als Frau im Gesundheitswesen zu arbeiten, Deutschland erlangt im Länderverglich Platz 18, gefolgt von Österreich auf Platz 19. Die Schweiz erlangt Platz 11. In Deutschland erhalten Frauen im Schnitt 22 Urlaubstage und verzeichnen eine Gender-Pay-Gap von 25 Prozent. In Österreich und der Schweiz liegt die Gender-Pay-Gap bei 19 Prozent.

Frankreich ist sehr großzügig mit der Anzahl an Urlaubstagen, diese beträgt 34 Tage pro Jahr. Nur in Slowenien dürfen sich Frauen über noch mehr Urlaub freuen, hier sind es 35 Tage. Für Frankreichs Poleposition sind laut Studie vor allem angehende Ärztinnen verantwortlich, akademische Medizinberufe erfreuen sich derzeit in Frankreich großer Nachfrage.

Niederlande und Finnland auch auf dem Treppchen

Die Niederlande und Finnland sind die zweit- und drittbesten Länder, um als Frau im Gesundheitswesen tätig zu sein. Niederländische Ärztinnen haben die niedrigsten wöchentlichen Arbeitszeiten mit nur 25 Stunden und ein Durchschnittsgehalt von 42.276 Euro jährlich. In Finnland arbeiten 86 Prozent der Frauen im Gesundheitswesen. 

Die vollständige Studie kann hier eingesehen werden.

Quelle: lenstore.de

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