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Branchenmeldungen 16.11.2016

Gute Mundhygiene mindert Risiko einer Lungenentzündung

Katja Kupfer
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Gute Mundhygiene mindert Risiko einer Lungenentzündung

Gibt es einen Zusammenhang zwischen oraler Gesundheit und einer Lungenentzündung?

Der regelmäßige Zahnarztbesuch schützt nicht nur Zähne, Zahnfleisch und die Mundflora allgemein. Vorsorgeuntersuchungen können auch Leben retten. Denn eine Erkrankung des Zahnhalteapparates beeinflusst nicht nur die Gesundheit der Mundhöhle, sondern auch die der Atmungsorgane, wie der Lunge.

Schätzungen zufoge, sterben in Deutschland jedes Jahr 35.000 Menschen an den Folgen einer Lungenentzündung. Regelmäßige Zahnarztbesuche könnten ein Weg sein, das Risiko, an einer Lungeninfektion zu erkranken, zu minimieren. Dies berichteten Forscher kürzlich auf der Infectious Diseases Week 2016 (IDWeek) in New Orleans.

Dafür analysierten die Wissenschaftler die Datensätze von mehr als 26.000 Patienten. Demnach wiesen die Patienten, die keine regelmäßigen Zahnarztbesuche bzw. Kontrolluntersuchungen absolvierten, ein um 86 Prozent erhöhtes Risiko auf, an einer Lungenentzündung zu erkranken, als die Patienten, die ihre orale Mundgesundheit zweimal im Jahr checken ließen. Bei nachlässiger Mundhygiene bildet sich innerhalb kürzester Zeit ein mit Hundert Millionen Bakterien angereicherter Biofilm. Bakterien wie Streptokokken, Haemophilus oder Staphylokokken werden unter Umständen beim Einatmen in den Respirationstrakt eingesaugt, und gelangen so in das Atmungsorgan Lunge und können auf diesem Weg eine Pneumonie auslösen. Routinemäßige Zahnarztbesuche rücken dentaler Plaque zu Leibe und können die Menge der Bakterien reduzieren, berichten die Forscher. Regelmäßige Zahnarztbesuche seien daher unabdingbar.

Foto: © nerthuz – Fotolia.com
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