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Wissenschaft und Forschung 17.10.2016

Amalgam erst ab acht Füllungen gefährlich?

Amalgam erst ab acht Füllungen gefährlich?

Die einst so vielversprechende Zahnfüllung Amalgam ist längst nicht mehr in aller Munde. Hohe Quecksilberwerte und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken machen das günstige und langlebige Füllungsmaterial immer unattraktiver. Forscher haben jetzt untersucht, ab welcher Menge Amalgam tatsächlich gefährlich ist.

Glaubt man den Wissenschaftlern der University of Georgia, dann wird es für einen gesunden, erwachsenen Menschen erst ab einer Anzahl von acht Amalgamfüllungen kritisch. Dann ist der Quecksilbergehalt im Blut um 150 Prozent höher als bei denen ohne Amalgam in den Zähnen und steigert so die Risiken für Erkrankungen in Hirn, Herz und Nieren. Die Studie, bei der fast 15.000 Menschen untersucht wurden, hat erstmals auch Faktoren wie Alter, Bildung, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, Rauchergewohnheiten und den Verzehr von Meeresfrüchten, ein bekannter Zulieferer für Quecksilber im Körper, mit einbezogen. Neben Zahnfüllungen müssen außerdem die alltäglichen Lebensgewohnheiten beachtet werden. Menschen mit vielen Amalgamfüllungen, die zusätzlich durch Nahrung oder dem Arbeitsumfeld vermehrt mit Quecksilber in Berührung kommen, haben eine deutlich höhere Gefahr für körperliche Schäden. Der Toxikologe und Co-Autor der Studie Xiaozhong „John“ Yu betont, dass die Gefahr von Quecksilber also hauptsächlich von dessen Menge bestimmt wird. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse jetzt auf der Website des Journals Ecotoxicology and Environmental Safety.

Quelle: sciencedaily.com

Foto: © Sebastian Kaulitzki – fotolia.com
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