Branchenmeldungen 14.01.2026

Interview mit Dr. Frankenberger: I LOVE MY SMILE erreicht 15.000 behandelte Patienten

ALIGN – Die Frankfurter Kieferorthopädin und Invisalign Spezialistin Dr. Angelika Frankenberger berichtet im Interview, wie sie mit I Love My Smile ein Netzwerk spezialisierter Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden geschaffen hat, das Invisalign Aligner sanft und zeitsparend einsetzt: für leichte bis mittlere Fehlstellungen, mit deutlich weniger Praxisbesuchen und damit kostengünstiger.

Interview mit Dr. Frankenberger: I LOVE MY SMILE erreicht 15.000 behandelte Patienten

Foto: Align

Die Behandelnden werden ausgewählt und geschult, damit trotz digitaler Abläufe eine vollwertige Behandlung möglich bleibt. Ideal ist das Konzept u. a. für Frontzahnkorrekturen, Eng- oder Lückenstände und Dehnungen. Ein besonderer Meilenstein des I Love My Smile-Netzwerkes konnte im vergangenen Herbst mit der erfolgreichen Behandlung von bereits 15.000 Patientinnen und Patienten gefeiert werden.

Was war die Leitidee bei der Gründung des I Love My Smile-Netzwerkes, und wie unterscheidet sich Ihr Konzept von anderen Aligner-Netzwerken?

Um die Leitidee zu verstehen, hilft ein Blick auf unsere Praxis. Wir sitzen in Frankfurt, mitten in der Stadt, nahe am Flughafen, im Gelände des Fünf-Sterne-Hotels ‚The Florentin‘. Dadurch haben wir viele Hotelgäste, Lufthansa-Mitarbeitende und generell Menschen, die viel reisen.

Die Idee war, Kieferorthopädie neu zu denken: Der Patient kommt einmal am Anfang zur Untersuchung, wir schicken ihm die Aligner zu, und er kommt erst zum Abschluss der Behandlung wieder. Alles dazwischen läuft virtuell. Dennoch wollen wir eine vollwertige, ärztlich geführte kieferorthopädische Behandlung mit funktionell sehr guten Ergebnissen – nicht nur ein „Beauty-Fix“ der Frontzähne.

Das Konzept haben wir kontinuierlich weiterentwickelt. Es zeigt sich: Genau das wünschen sich erwachsene Patientinnen und Patienten – wenige Termine, dadurch kostengünstiger, aber in hoher Qualität. Wir bekommen viele Fälle von Direct-to-Consumer-Aligner-Firmen, bei denen es zuvor nicht funktioniert hat, die bei uns dann sehr gut laufen. Man braucht dafür allerdings spezielles, nicht gerade günstiges Equipment. Das haben wir, weil wir beide Wege anbieten: eine stark digital unterstützte Behandlung mit wenigen Praxisbesuchen oder die klassische Betreuung alle sechs bis acht Wochen. Die Patientinnen und Patienten entscheiden selbst – auch über die Geschwindigkeit, sehr schnell vs. normal. Das kommt sehr gut an.

Invisalign hat gesehen, wie stark unsere Patientenzahl gewachsen ist, und mich gebeten, das Konzept anderen Praxen zu erklären. Inzwischen arbeiten rund 40 Standorte in Deutschland danach. Ähnliche Netzwerke gibt es etwa in Australien. Interessierte Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden können die Herangehensweise lernen und in ihrer Praxis umsetzen. Parallel dazu haben wir eine sehr starke Online-Präsenz mit über 100.000 Patientenkontakten pro Monat. Ich schreibe täglich einen Artikel – zu Fragen aus Sprechstunden, Medienbeiträgen oder aktuellen Diskussionen. Mittlerweile sind es über 800 Artikel.

Welche Vorteile bietet das Netzwerk speziell für KFO-Praxen?

Vor allem deutlich mehr Aligner-Patientinnen und -Patienten durch unsere Reichweite. Die Praxen dürfen unsere Artikel nutzen und auf ihren Homepages veröffentlichen. Ich habe vor sechs Jahren Social-Media-Management studiert und kenne mich im Marketing aus. Wir stellen Videos für alle Kanäle bereit oder schulen die Teams, wie sie selbst effizient Content produzieren – ohne großen Zeitaufwand im Praxisalltag. Wer möchte, bekommt ein automatisiertes Programm, das wir für ihn posten.

Durch unsere Erfahrung mit mittlerweile 15.000 behandelten Patientinnen und Patienten haben wir außerdem bessere Konditionen bei Invisalign.

Wie läuft die Zusammenarbeit im Netzwerk? Gibt es Qualitätsstandards oder Fortbildungsangebote?

Ja. Zu Beginn gibt es einen Workshop mit klaren Qualitätsstandards. Voraussetzungen sind u. a. Intraoralscanner, der Einsatz von KI/AI, Vorher-/Nachher-Simulationen, also Zähne bzw. Face- und Smile-Scans, und wöchentliches Virtual-Care-Monitoring. Das bringen wir den Praxen bei und unterstützen bei der Implementierung neuer Tools, oft in enger Zusammenarbeit mit den Entwicklungsabteilungen von Invisalign.

Wichtig: Alle müssen für das Invisalign System zertifiziert sein. Die Patientenerwartung ist hoch – es geht nicht nur um die Frontzähne, sondern auch um Funktion. Am Anfang steht eine Funktionsanalyse. Die Praxen sollten auf das Dental Face Lift-Konzept umstellen, Eignung richtig einschätzen und ggf. interdisziplinär arbeiten, d.h. Orthopädie, Physiotherapie, HNO etc. Unser Ansatz ist ganzheitlich: Beauty können wir, aber auch komplexe Fälle.

Wer neu startet und sich auf Aligner spezialisieren will, wird schneller präsent. Die Praxen bekommen Schulungen, Hilfe bei ClinChecks/Simulationen und Marketing. Zudem haben wir eigenes Branding wie Verpackungen oder Teamkleidung und eigene Produkte.

Welche Rolle spielt persönliche Beratung im Vergleich zu reinen Online-Anbietern?

Eine sehr große. Online findet der Patient meist drei bis vier Optionen: klassische Praxen mit Terminen alle sechs bis acht Wochen bei einem Preis von 6.000 bis 8.000 €, Billiganbieter mit wenig persönlicher Betreuung und Preisen zwischen 1.500 und 3.500 € sowie unseren „Mittelweg“: Wir geben ab, was der Patient selbst übernehmen kann, ohne auf die Qualität der Kieferorthopädie zu verzichten.

Entscheidend ist ein verantwortlicher Arzt als Ansprechperson für den Fall, dass etwas passiert wie verlorene Schiene, herausgefallene Krone oder plötzliches Kiefergelenkknacken. Das ist selten, aber wenn es vorkommt, muss noch am selben oder am nächsten Tag Hilfe da sein. Diese Sicherheit bieten wir.

Welche Voraussetzungen müssen Praxen erfüllen, um Teil des Netzwerkes zu werden? Gibt es ein Auswahlverfahren?

Ja. Teilnehmen können Fachzahnärztinnen und -ärzte für Kieferorthopädie oder Master of Science Kieferorthopädie. Allgemeine Zahnärztinnen und Zahärzte sind in unserem Netzwerk nicht vertreten.

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung des Aligner-Marktes, und welche Rolle spielt Ihr Netzwerk?

In den USA gibt es faktisch Aligner-Praxen und Praxen ohne Aligner und ich glaube, dass Deutschland sich ebenfalls dorthin bewegt. Wir sind stark spezialisiert auf Aligner und Erwachsenenbehandlung. Wer Qualität liefert, KI/AI nutzt, Ziele transparent macht – das heißt, wer sagt: „So lange dauert es, so viele Schienen brauchen Sie und das können Sie erwarten“, wird keine Probleme haben, Patientinnen und Patienten zu gewinnen.

Im Gegenteil: Unsere Nachfrage ist enorm. Ich arbeite sieben Tage die Woche, wir haben viele Zuweisungen und auch internationale Patientinnen und Patienten. Wir bieten zusätzlich Dental Facelifts, also die Veränderung bzw. Optimierung von Gesichtsproportionen, und Face Gym an.

Face Gym – was ist das?

Mit dem Alter lässt die Spannung der Gesichtsmuskulatur nach. Wir arbeiten mit speziellen Spangen, die die Muskulatur trainieren und so einen Lifting-Effekt unterstützen – ähnlich wie Training im Fitnessstudio.

Wie wirkt Ihr Praxisauftritt auf Patientinnen und Patienten?

Die meisten vergleichen drei bis vier Praxen. Bei uns merken sie sofort: Das ist up to date! Viel digitale Infrastruktur – Handys, iPads, Scanner, Face-Scanner. Es ist die Zukunft, und es fühlt sich für die Patientinnen und Patienten stimmig an.

Gibt es Erfolgsgeschichten aus dem Netzwerk?

Ja. Praxen, die bei Null gestartet sind, hatten im ersten Jahr 100 bis 150 Alignerfälle. Manche, die Social Media vorher strikt abgelehnt haben, posten heute dreimal täglich und haben richtig Spaß daran.

Wie unterstützt das Netzwerk bei Marketing, Patientenkommunikation und Digitalisierung?

Mit erprobten Standards, die wir in den Praxen implementieren – inklusive Content, Prozessen und Tools. Beispiele habe ich zuvor bereits genannt.

Welche aktuellen Herausforderungen sehen Sie in der Alignertherapie – und wie hilft das Netzwerk?

Bürokratie und Mitarbeiterfluktuation sind große Themen. Viele Praxen finden kaum Personal. Wir hatten allerdings letztes Jahr auf eine Stelle 1.500 Bewerbungen – weil wir die Generation Z dort abholen, wo sie steht. Das kann man lernen.

Wir motivieren und schulen Teams in Workshops. Wir machen z. B. praxisnahe Übungseinheiten in Gruppen – zur Auflockerung mit einem kleinen Fun-Element. Solche Highlights tun gut, denn der Praxisalltag ist fordernd. Über unsere Online-Präsenz gewinnen wir auch Bewerberinnen und Bewerber für die Praxen.

Inhaltlich arbeiten wir extrem organisiert und „entkompliziert“. Das heißt, Prozesse werden so heruntergebrochen, dass Mitarbeitende sie gut umsetzen können und Kieferorthopädinnen und -orthopäden entlastet werden. Für Fachpraxen bieten wir außerdem einen ClinCheck-Service an – entweder übernehmen wir bei Zeitmangel die Planung oder zeigen, wie wir es machen.

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