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Branchenmeldungen 25.01.2019

Kanton Tessin: Zahnärzte kämpfen um gefüllte Wartezimmer

Kanton Tessin: Zahnärzte kämpfen um gefüllte Wartezimmer

Seit Anerkennung europäischer Diplome ist die Zahl praktizierender ausländischer Zahnärzte in der Schweiz in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Grenzkanton Tessin bekommen Zahnarztpraxen dies besonders stark zu spüren.

Seit Einführung des Freizügigkeitsabkommens 2002, durch das die Arbeitsmärkte schrittweise geöffnet wurden, sind vor allem italienische Zahnärzte in den Schweizer Kanton gekommen, um dort zu praktizieren. Die Zahl der Zahnärzte ist in Tessin seither auf über 450 gestiegen. Das sind gut doppelt so viele, wie vor der Anerkennung europäischer Diplome, wie srf.ch berichtet.

Zwar seien viele Italiener in Tessin nur in Teilzeit tätig, dennoch ist die Zahnarztdichte bereits so hoch, dass Praxen um jeden einzelnen Patienten «kämpfen» müssen. Im Gegensatz zu den Schweizer Kollegen scheinen italienische und andere ausländische Zahnärzte hierbei aggressiver vorzugehen, um neue Patienten für sich zu gewinnen.

Für diese Form des Marketings haben kantonale Praxen allerdings wenig Verständnis, wie die auffällig hohe Zahl an Anzeigen zeigt. So verzeichnete das Gesundheitsdepartment Tessin innerhalb der vergangenen fünf Jahre rund 50 Anzeigen wegen aggressiven Marketings.

Foto: peterschreiber.media – stock.adobe.com

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