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Branchenmeldungen 04.12.2018

Fortbildungsinstitut: Mitarbeiterin schafft 330.000 Euro beiseite

Fortbildungsinstitut: Mitarbeiterin schafft 330.000 Euro beiseite

Eine langjährige Mitarbeiterin des Philipp-Pfaff-Instituts (PPI) soll sich über viele Jahre hinweg unbemerkt mehrere Hunderttausend Euro in die eigene Tasche gesteckt haben. Gegen sie läuft ein Strafverfahren.

Bei einer Steuerprüfung im Philipp-Pfaff-Institut, der Fortbildungseinrichtung der Landeszahnärztekammern Berlin und Brandenburg, wurden Anfang des Jahres Ungereimtheiten in der Buchhaltung aufgedeckt. Wie sich herausstellte, habe eine langjährige Mitarbeiterin und Vertraute des Instituts zwischen 2007 und 2018 wiederholt Kurseinnahmen veruntreut. Insgesamt soll es dabei um 131 manipulative Handlungen gehen, so die Berliner Morgenpost. Die vermeintliche Betrügerin habe auf diese Weise rund 330.500 Euro beiseitegeschafft.

Anschuldigungen, die Geschäftsführung des PPI sei in die Veruntreuungen involviert gewesen, wurden durch unabhängige Wirtschaftsprüfer bereits ausgeräumt. Allerdings wirft die Initiative Unabhängige Zahnärzte Berlin e.V. (IUZB) der Geschäftsführung Intransparenz im Umgang mit Abrechnungen vor. Zudem seien sie nicht über die Vorfälle umfassend informiert worden, wie der Verein auf iuzb.de schreibt.

Die Zahnärztekammer Berlin gab offiziell bekannt, dass weder Referenten noch Kursteilnehmer oder öffentliche Stellen zu Schaden gekommen sind. Eine Aufarbeitung des Falles erfolge „vollumfänglich und transparent“.

Das PPI kündigte der Mitarbeiterin, unmittelbar nachdem die Veruntreuung aufgedeckt wurde, fristlos. Das Strafverfahren wird voraussichtlich noch einige Monate in Anspruch nehmen.

Foto: kkolosov – stock.adobe.com
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