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Branchenmeldungen 12.03.2015

Merz Dental präsentiert die digital gefräste Totalprothese

Merz Dental präsentiert die digital gefräste Totalprothese

Am 12. März 2015 präsentierte Merz Dental der Fachpresse seine Produktinnovation „Baltic Denture System“, welche einen vollständigen digitalen Herstellungsprozess von Totalprothesen realisiert. Damit eröffnen sich Zahnmedizin und Zahntechnik neue Möglichkeiten, die zeitintensiven manuellen Arbeitsschritte auf ein Minimum zu reduzieren.

Als etablierter Zahnhersteller setzte sich Merz Dental zum Ziel, den bisher komplexen und aufwändigen Herstellungsprozess einer Totalprothese zu vereinfachen und sowohl für Zahnärzte als auch Patienten effizienter und komfortabler zu machen. Friedhelm Klingenburg, Geschäftsführer Merz Dental, eröffnete die Pressekonferenz mit einem kurzen Abriss der Entwicklungsgeschichte des Baltic Denture System.

Es integriert neuartige Komponenten in dem innovativen Herstellungsprozess von digitalen Totalprothesen. Damit wird die komplexe und digitale Fertigung strukturiert gesteuert. Somit kann eines der letzten noch analog gefertigten dentalen Produkte nun auch komplett digital hergestellt werden. Eine bereits fertig aufgestellte Totalprothese, in einem Fräsrohling, wird der individuellen Mundsituation des Patienten angepasst. Vom Zahnarzt werden Konturen der Kiefer (Abformung) sowie die Bissregistrierung in zwei getrennten Arbeitsschritten in einer Sitzung erfasst. Zur Übertragung der am Patienten gewonnenen Informationen wie Gesichtsmitte und Campersche Ebene dient das BDKEYset, wobei die Systemkomponenten UpperKEY und LowerKEY die Zahnreihen des kompletten Prothesenrohlings BDLoad nachbilden. Im Dentallabor werden die vom Zahnarzt erstellten Abformungen sowie die mit den BDKEYs erstellte Bissregistrierung gescannt, digitalisiert und mit der für Totalprothesen entwickelten BDCreator CAD-Software bearbeitet. In der Software werden die hinterlegten Zahndatenreihen zu den Kiefern ausgerichtet und eine passende Prothesenbasis generiert. Nach dem Datentransfer folgt der Fräsprozess in einem Dentallabor oder in einem Fräszentrum. Bereits in einer zweiten Zahnarztsitzung kann die passgenaue, funktionelle Totalprothese beim Patienten eingesetzt werden. Damit reduziert sich die Anzahl der notwendigen Zahnarztbesuche für die Patienten von bisher bis zu fünf auf nur noch zwei Sitzungen. „Das Zusammenspiel zwischen Zahnarzt und Zahntechniker kann auch digital laufen!“, fasste Friedhelm Klingenberg zusammen.

Den Blick aus der Praxis lieferte im Anschluss Dr. Olaf Klewer, niedergelassener Zahnarzt in Aachen. Er erläuterte den praktischen Umgang mit dem Baltic Denture System und betonte, wie einfach und sicher die Methode sich in seiner Erfahrung erwiesen hat. Besonders angenehm empfanden die Patienten das sehr glatte Material, welches sich aus Zahnarztsicht wiederum durch eine geringere Plaque-Anfälligkeit auszeichnet.

Prof. Dr. Dr. Albert Mehl, Station für computergestützte Zahnheilkunde am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Zürich, beschrieb im Anschluss die Grundlagen der genutzten Software als integralen Bestandteil des Prozesses.

Eine von den anwesenden Pressevertretern rege genutzte Fragestunde rundete die Pressekonferenz ab.

Quelle: Merz Dental

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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