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Branchenmeldungen 17.11.2015

Moderne Behandlungskonzepte in der Implantologie

Moderne Behandlungskonzepte in der Implantologie

Im Rahmen der Berliner Dialoge stellten sich die beiden Experten Prof. Dr. Daniel Buser und Univ.-Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas der Frage „Wann implantieren, wann belasten?“.

Am vergangenen Samstag war die Landeshauptstadt Treffpunkt für implantologisch tätige Zahnärzte. Bei der Fortbildungsveranstaltung „Berliner Dialoge“ am 21. November 2015 präsentierten Prof. Dr. Daniel Buser, Bern, Schweiz, und Univ.-Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas, Mainz, den Teilnehmern evidenzbasierte Behandlungskonzepte, mit denen sie bei korrekter Anwendung ausgezeichnete Langzeitergebnisse erzielen können. Dies ist die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche implantologische Tätigkeit.

„Berliner Dialoge“ – wie es der Name bereits sagt, stand bei dieser Veranstaltung der Gedankenaustausch zwischen dem Vortragenden und dem Zuhörer im Vordergrund.

Impressionen aus Berlin

Die beiden Referenten des Implantologie-Dialogs beantworteten in abwechselnden Vorträgen die Frage „Wann implantieren, wann belasten?“.

Den Anfang machte Prof. Dr. Buser mit seinem Vortrag „Schlüsselfaktoren für den Langzeiterfolg mit Implantaten“. Dabei ging er auf die wichtigsten chirurgischen Prinzipien in der Implantologie ein. Prof. Dr. Buser gab den anwesenden Gästen Folgendes mit auf den Weg: eine präoperative Analyse zur Untersuchung des Risikoprofils eines Patienten ist unabdingbar. Eine atraumatische Operationstechnik ist zudem immer von Vorteil. Dabei sollte der implantologisch tätige Zahnarzt immer behutsam mit dem Knochen- und Weichgewebe umgehen. Darüber hinaus empfiehlt der Direktor der Klinik für Oralchirurgie und Stomatologie der zmk Bern eine restorationsgetriebene Implantation sowie die Verwendung von Schraubenimplantaten.

Anschließend sprach Prof. Dr. Dr. Al-Nawas über die „Indikationsbezogene Implantatauswahl – Primärstabilität unterschiedlicher Implantattypen und Aufbereitungsformen“. Bei der Implantatauswahl spielt die Knochenqualität (mechanisch/physiologisch) eine wichtige Rolle. Zur Erreichung der Primärstabilität sollte die unterdimensionierte Aufbereitung des Implantatsystems apikal erfolgen.

Nach einer kurzen Pause stellte sich Prof. Dr. Buser dem Thema „Implantation nach Extraktion: Wann früh, wann zu spät, wann Socket Grafting“. Er präsentierte den Teilnehmern unter anderem die frühe Implantation mit Konturaugmentation. Heute ist die Operationstechnik für die postoperative Extraktion in der ästhetischen Zone gut dokumentiert und hat ein niedriges Risiko für ästhetische Komplikationen.

Neueste Produkte

Während eines einstündigen Lunches hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich sowohl fachlich als auch persönlich auszutauschen. Veranstalter und zugleich Hauptsponsoren des Implantologie-Events waren Bien-Air und Osstell. Sie präsentierten neben Geistlich Biomaterials und Straumann ihre neuesten Produkte. So konnten die interessierten Teilnehmer u.a. die Winkelstücke EVO.15 und den iChiropro Implantologie-Motor direkt am Stand von Bien-Air testen.

Erfahrenes Publikum

14 Uhr ging es mit den nächsten Vorträgen weiter. „Gibt es eine Indikation für Sofortimplantation?“ hieß das Thema von Prof. Dr. Dr. Al-Nawas. Zusammenfassend kann hierzu gesagt werden, dass bei jedem Fall die Patientenerwartungen an oberster Stelle stehen. Der Zahnarzt sollte sich über den möglichen Misserfolg gut informieren. Bei der Sofortimplantation sind die Faktoren Implantatposition, Primärstabilität und Augmentation besonders wichtig. Weniger entscheidend sind dagegen die Wangenknochen sowie der Gingivatyp.

Prof. Dr. Buser sprach im Anschluss über „Die Frühbelastung bei der Standard-Implantation und bei der Implantation mit Sinusbodenelevation“. Nachfolgend widmete sich der Mainzer Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg Prof. Dr. Dr. Al-Nawas dem Thema „Sofortversorgungskonzepte im zahnlosen Kiefer“.

In einer abschließenden Gesprächsrunde hatten die Zuhörer dann die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Referenten zu diskutieren.

„Die Veranstaltung ist uns überaus gelungen. Wie erwartet war das Publikum sehr erfahren, dementsprechend fanden die Diskussionen auf einem sehr hohen Niveau statt“, freute sich Prof. Dr. Dr. Al-Nawas.

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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