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Branchenmeldungen 30.04.2014

Mundpflege bei eingeschränkter Motorik

Mundpflege bei eingeschränkter Motorik

Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahren fehlen im Durchschnitt nur noch 14,2 Zähne – das sind so wenig wie nie zuvor.1 Gleichzeitig erschweren ihnen altersbedingte körperliche Einschränkungen, die bis zur Schwerbehinderung führen können, die Zahnpflege. Diesen Patienten sollten für eine optimale Mundhygiene altersgerechte Prophylaxeprodukte angeboten werden, um allgemeinmedizinischen Erkrankungen vorzubeugen.

Statt zahnloser Kiefer und Vollprothesen bestimmen heute Abrasionen, Erosionen, Rezessionen, keilförmige Defekte und Wurzelkaries das klinische Erscheinungsbild bei Patienten im hohen Alter.2 Prothetisch werden Senioren immer öfter mit Implantaten, Brücken oder festsitzendem Zahnersatz versorgt. Das und der verbliebene Restzahnbestand verlangen dieser Patientengruppe eine disziplinierte und korrekte Mundhygiene ab, die wiederrum durch eingeschränkte motorische Fähigkeiten, nachlassendes Sehvermögen und vielleicht auch schmerzende Gelenke erschwert wird.

Zahnpflege mit Handicap: So schwierig wie notwendig

Menschen mit körperlichen Behinderungen haben bei der Zahnpflege mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie Senioren: Die schmalen Griffe von Zahn- oder Interdentalraumbürsten sind nicht gut zu halten, besonders im Molarenbereich ist die Interdentalraumpflege erschwert, der korrekte Umgang mit konventioneller Zahnseide ist quasi nicht mehr realisierbar und das Gefühl für den richtigen Anpressdruck der Zahnbürste fehlt. Eine gewissenhafte Prophylaxe ist besonders im Alter notwendig, um die Allgemeingesundheit zu unterstützen: Mit dem Rückgang des Zahnverlustes bei Senioren steigt die Zahl der Parodontalerkrankungen bei dieser Patientengruppe. Zwischen 1997 und 2005 hat die Parodontitis bei Senioren um 23,7 Prozent zugenommen.3 Gleichzeitig leiden ältere Patienten häufig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus, deren Ausprägung von einer bestehenden Parodontitis beeinflusst wird.4 Barrierefreie Praxen sind für ältere oder körperlich eingeschränkte Patienten ein Segen. Sind sie aber nicht in der Lage, im häuslichen Umfeld ihre Zähne zu pflegen, kann der Behandler letztlich nur noch prothetisch tätig werden.

Ausgewählte Zahnbürsten bieten schonende Reinigung und sicheren Halt

Für Patienten mit eingeschränkten manuellen Fähigkeiten empfehlen sich Handzahnbürsten mit ergonomischem Griff und weichen Borsten, die Putzschäden vorbeugen können. Bewährt hat sich hier z.B. die TePe Supreme (Abb. 1) mit ihren verschieden hohen Borstenfeldern. Die langen Borsten dringen tiefer zwischen die Zähne, während das kürzere Borstenfeld die Zahnflächen schonend reinigt. Der rutschfeste Griff erleichtert das Halten der Bürste. Die Zahnbürste TePe Select ermöglicht mit ihrem konischen Bürstenkopf eine bessere Zugänglichkeit im Molarenbereich und verfügt über einen biegbaren Zahnbürstenhals. Beide Bürsten sind auch in dem Härtegrad x-soft erhältlich. Der Griffverstärker TePe Extra Grip, der in Zusammenarbeit mit Spezialisten des Universitätsklinikums Skåne in Schweden entwickelt wurde, vereinfacht das bequeme und stabile Halten fast aller TePe Zahnbürsten und Spezialprodukte zusätzlich.

Interdentalraumbürsten für alle Patientengruppen

Die Anwendung konventioneller Zahnseide ist für Patienten mit eingeschränkten manuellen Fähigkeiten oft zu anspruchsvoll. Da zudem die Interdentalräume bei Senioren häufig vergrößert sind, ist Zahnseide auch aus funktioneller Sicht hier nicht das Mittel der Wahl. Mit den in neun Größen erhältlichen TePe Interdentalbürsten findet sich für jeden Zwischenraum die passende Bürste. Dank der Farbcodierung erkennen auch Menschen mit vermindertem Sehvermögen auf einen Blick, zu welcher Größe und Borstenstärke sie greifen müssen. Der ergonomische Griff macht die Handhabung für die meisten Patienten sehr einfach. Motorisch stark eingeschränkten Patienten ermöglicht die TePe Angle mit ihrem langen, flachen Griff die Zahnzwischenraumreinigung. Ihr abgewinkelter Bürstenkopf erleichtert den Zugang vor allem zwischen den hinteren Zähnen von palatinal und lingual. Die TePe Angle ist in sechs farbcodierten Größen erhältlich (Abb. 2).

Gele schützen Zahnfleisch und Zähne

Um eine PA-Therapie zu unterstützen und um parodontalen Erkrankungen vorzubeugen, kann unter ärztlicher Absprache auch für Senioren das TePe Gingival Gel sinnvoll sein, das die Vorteile des Antiplaque- und Antigingivitiseffektes von Chlorhexidin mit dem Kariesschutz und der Desensibilisierung empfindlicher Zahnhälse von Fluoriden kombiniert. Menschen zwischen 65 und 74 Jahren leiden zudem verstärkt unter Wurzelflächenkaries. Hier kann TePe Interdental Gel mit Fluoriden induziert sein, das in Zusammenarbeit mit der Universität Göteborg speziell für den effizienten Kariesschutz der Interdentalräume entwickelt wurde.

Implantate bei älteren Patienten besonders häufig

Senioren erhalten fast doppelt so oft Implantate wie jüngere Erwachsene. Doch diese Versorgungsform setzt eine disziplinierte Mundhygiene voraus, denn etwa die Hälfte aller Implantate ist von einer periimplantären Mukositis und 12 bis 43 Prozent sind von einer Periimplantitis betroffen.5 Diesen Infektionen kann mit einer sorgfältigen Implantatpflege effektiv vorgebeugt werden. Eine behutsame, aber ehrliche Aufklärung vor der Implantation sollte dem Patienten vermitteln, dass der Therapieerfolg auch wesentlich von seiner Compliance abhängig ist. Direkt nach der Implantation bieten sich für die sensible Region um das Implantat zum Beispiel die Zahnbürsten TePe Special Care und Gentle Care an, die speziell für die Anwendung nach chirurgischen Eingriffen und für empfindliches Zahnfleisch konzipiert wurden. Ist das Implantat eingeheilt, liegt der Fokus der häuslichen Mundhygiene auf dem interdentalen Sulkusrand am Implantat, der sich z.B. mit der flauschigen Zahnseide TePe Bridge & Implant Floss oder dem TePe Multifloss effektiv reinigen lässt. Darüber hinaus erleichtern weitere TePe-Spezialprodukte für die Implantat- und Prothesenreinigung eine gezielte Reinigung auch komplexer Versorgungen (Abb. 3).

Mundhygieneinstruktion notwendig

Patienten, die durch Alter und/oder Behinderung manuell eingeschränkt sind, können mittlerweile aus einem großen Angebot spezieller Mundhygieneprodukte wählen. Entscheidend für den Prophylaxeerfolg ist aber, dass deren korrekte Anwendung im Rahmen von wiederholten Mundhygieneinstruktionen in der Zahnarztpraxis trainiert wird. Die Bereithaltung entsprechender Produkte im Prophylaxeshop oder die Verwendung des TePe-Empfehlungsblocks, der Patienten dabei unterstützt, das vom Zahnarzt empfohlene Produkt in der Apotheke zu erhalten, können darüber hinaus hilfreich sein. Dank der passenden Hilfsmittel und der nachhaltigen Motivation in der Zahnarztpraxis müssen ein hohes Alter und/oder feinmotorische Einschränkungen heute also nicht mehr zwangsläufig zu Zahnverlust führen. Bleibt zu hoffen, dass die Deutsche Mundgesundheitsstudie V, deren Ergebnisse für 2015 angekündigt wurden, in Bezug auf den Restzahnbestand bei Senioren diesen positiven Trend erneut bestätigen.

Die Literaturliste finden Sie hier.

Autor: Patrick Schröder/Hamburg

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Foto: © Aletia – Shutterstock.com
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