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Branchenmeldungen 14.09.2015

nature Implants: Einsteigerfreundliches Implantat-System

Antje Isbaner
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nature Implants: Einsteigerfreundliches Implantat-System

Das 2011 gegründete Unternehmen nature Implants, ansässig in Bad Nauheim, bietet Einsteigern sowie erfahrenen Implantologen eine minimalinvasive Implantation anhand einteiliger Implantate mit nahezu keiner Indikationsbeschränkung. Wie das möglich ist und welche Besonderheiten das Implantatsystem von nature Implants bietet, darüber sprach Antje Isbaner, Redaktionsleitung ZWP, mit dem wissenschaftlichen Leiter Dr. med. dent. Reiner Eisenkolb M.Sc. (Master of Science Implantologie) zur Einweihung des neuen Firmensitzes.

Antje Isbaner: Herr Dr. Eisenkolb, Sie haben Ende Juli Ihren neuen Firmensitz in Bad Nauheim eingeweiht. Was war der Anlass für den Neubau und den neuen Standort?

Dr. Reiner Eisenkolb: Anlass des Neubaus in der Gesundheitsstadt Bad Nauheim war die räumliche und funktionelle Zusammenlegung der Verwaltung der Implantologieprodukte und dem Fortbildungszentrum für Zahnärzte in räumlicher Nähe zum Flughafen Frankfurt am Main sowie die verkehrsgünstige Anbindung an die Autobahn.

Sprechen wir über die Produkte Ihres Hauses: nature Implants bietet Einsteigern sowie erfahrenen Implantologen ein einteiliges Implantatsystem. Was hat nature Implants mit Natur zu tun? Was zeichnet Ihre Produkte besonders aus?

Der Natur des Zahnes so nahe wie möglich zu sein bedeutet, in der Implantologie einerseits dem menschlichen Zahn bzw. der Zahnwurzel mit neuen Denkansätzen so nahe wie möglich zu kommen, andererseits Bewährtes der Implantologie zu übernehmen. Durch unsere 15-jährige Erfahrung in der ein- und zweiteiligen Implantologie, Zahntechnik sowie Zahnmedizin ist es uns möglich, Bewährtes mit völlig Neuem zu kombinieren. Der reinste Titangrad 4, HAgestrahlte und doppelt säuregeäzte mikroraue Oberflächen, raue konische Grobgewinde zur Erhöhung der Primärstabilität mit krestalem Mikrogewinde sind Standards der Implantologie, die durch nature Implants natürlich übernommen wurden.

Die Einteiligkeit ist die logische Umsetzung der Natur. Sie verhindert mögliche Mikrobewegungen der zweiteiligen Systeme durch Mikrospaltbildung am Implantat-Abutment-Interface (Zipprich et al. 2007) mit deren negativen Folgen wie Abutmentbruch, Schraubenlockerung, bakterielle Besiedlung des Interface sowie möglichen Titanabrieb im Interface.

Das Abutment selbst besteht aus einer maschinierten, nanorauen Oberfläche mit leicht konischem Sechskant, das bei unterschiedlichen Zahnfleischdicken eine individuelle Festlegung der Präparationsgrenze durch den Zahnarzt erlaubt (ehemalige Tangentialpräparation – maximale Flexibilität).

Einzigartig ist ein 15 Grad abgewinkeltes einteiliges Implantat, welches der Natur des Zahnes am allernächsten kommt und durch die spezielle Konstruktion bereits ab 8 mm breiten Lücken inseriert werden kann. Durch Kürzen des Implantatkopfes sowie durch dessen Beschleifen ist eine individuelle Anpassung der Okklusionsverhältnisse und Einschubrichtung des Zahnersatzes möglich.

Auch High-End CAD/CAM-gefertigte individuelle Abutments, die später zementiert werden, sind denkbar (individuell geneigte Locatorabutments aus Zirkon u.a.) und werden bereits angewendet. Ein Durchmesser von 3 mm und mehr (entspricht der Größe eines Standardimplantates) bedeutet nahezu keine Indikationseinschränkung durch höchste Bruchstabilität bei fünf Millionen Lastzyklen.

Einteilige Implantate sind in der Regel eher etwas für erfahrene Anwender, da diese bei der Insertion schon die Prothetik viel stärker berücksichtigen müssen als es bei zweiteiligen Implantaten notwendig wäre. Überfordern Sie hier nicht die eher unerfahreneren Kollegen?

Unser System zeichnet sich gerade durch die Einsteigerfreundlichkeit aus: Zum einen verringern eine sehr übersichtliche OP-Kassette, geringe Systemkomponenten und einfache Behandlungsabläufe die Fehlerhäufigkeit. Darüber hinaus empfehlen wir Anfängern und Fortgeschrittenen unsere Fortbildungsangebote sowie Hospitationen und besonders Anfängern, transgingivale Implantationen nur bei Knochenbreiten über 4 mm durchzuführen, oder, nach Rücksprache, anfänglich unter unserer Aufsicht zu operieren. Im Übrigen vertreten wir die Ansicht, dass Zahnärzte als Pro thetiker die prothetische Situation sehr gut einschätzen können.

Grundsätzlich bewerben Sie Ihre Produkte mit dem Spruch „Keep it simple“. Worin besteht diese Einfachheit?

Der Zahnarzt, der das erste Mal ein einteiliges Implantat von nature Implantats inseriert, wird sowohl durch das chirurgische als auch das prothetische Prozedere begeistert sein. Transgingivale Implantationen mit selbstzentrierenden torpedoförmigen Implantaten, übersichtliche Behandlungsschritte und wenige Systemkomponenten zur Vermeidung von Verwechslungen, zementierte prothetische Versorgungen, wie bei Zähnen direkt auf den einteiligen Implantaten, bestätigen unseren Slogan.

Wie gehen Sie die Herausforderung bei der Verarbeitungsqualität und der Oberflächenbeschaffenheit an?

Implantatgrundkörper, Oberflächenbeschaffenheit und Verpackung bzw. Sterilität sind made in Germany. Alle Zulieferer erfüllen die strengen Standards in der Implantologie, besonders durch die regelmäßigen Kontrollen, und sind alle natürlich nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert. Sie alle haben ihren Sitz in Deutschland und produzieren alle ausschließlich in Deutschland. Durch diese Maßnahmen halten wir unsere Qualitätsstandards konstant hoch.

Können Sie uns etwas zur Materialverträglichkeit Ihrer Produkte sagen? Gibt es hierzu langfristig angelegte Daten?

Unsere Implantate und Lock-Abutments bestehen alle natürlich aus Titangrad 4 – 99,6 Prozent reinem Titan. Auf den in der Implantologie auch gebräuchlichen Titangrad 5, der mit Aluminium legiert ist und Allergiepotenzial besitzt, haben wir daher bewusst verzichtet.

Jedes Implantat wächst ein, wenn die Standards des Designs und der Oberfläche in der Implantologie berücksichtigt werden und in der einteiligen Implantologie für acht bis zwölf Wochen ein Soft Loading durch weiche Kost Anwendung findet. Individuelle Besonderheiten sind aber zusätzlich zu berücksichtigen.

Welche Ziele verfolgen Sie in den nächsten Jahren?

In Deutschland sowie im europäischen Ausland wollen wir unsere Marktposition erhöhen. Messeauftritte, Fortbildungsveranstaltungen und Hospitationen sollen daher verstärkt und die mediale Präsenz sowie das Marketing weiter ausgebaut werden.

Herr Dr. Eisenkolb, vielen Dank für das Gespräch.

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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