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Branchenmeldungen 26.06.2020

Nur ein Viertel der Kärntner nimmt Gratis-Mundhygiene wahr

Nur ein Viertel der Kärntner nimmt Gratis-Mundhygiene wahr

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Dass dies auch auf die Mundgesundheit zutrifft, scheint in weiten Teilen Kärntens noch nicht wirklich angekommen zu sein. Dies lässt zumindest ein aktuelles Resümee zur Nutzung der Gratis-Mundhygiene vermuten.

Nachdem es Salzburg bereits 2015 vorgemacht hatte, wurde das Vorsorgeprojekt der Gratis-Mundhygiene vor zwei Jahren, am 1. Juli 2018, österreichweit eingeführt. Das Programm beinhaltet eine kostenlose professionelle Zahnreinigung für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren, die zweimal jährlich in Anspruch genommen werden kann. Die Kosten werden von den Kassen als Vorsorgeleistung getragen. Zudem finden im Zuge dieser Termine Aufklärungsgespräche zu Erkrankungen von Zahn und Zahnfleisch sowie Tipps zur Mundhygiene und Ernährung statt.

Das Vorreiterprojekt, eingeführt durch die Salzburger Gebietskrankenkasse, wurde in der Salzburger Bevölkerung gut angenommen. Die Kasse habe bis zur Einführung der gesetzlichen Leistung knapp 20.000 Fälle abgerechnet.

Aktuellen Zahlen zufolge gilt das nicht für alle Bundesländer. In Kärnten soll in den letzten zwei Jahren lediglich ein Viertel der Kinder – ca. 11.000 von rund 44.000 – das kostenlose Angebot tatsächlich in Anspruch genommen haben, wie kaernten.orf.at berichtet.

Die Kasse vermutet, dass viele Familien gar keine Kenntnis über die Gratis-Prophylaxe haben. Es sei nun die Aufgabe der Zahnärzte, Eltern für dieses Thema zu sensibilisieren und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, um eine Akzeptanz ähnlich der Krebsvorsorge in der Bevölkerung zu schaffen.

Foto Teaserbild: Syda Productions – stock.adobe.com

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