Anzeige
Branchenmeldungen 08.08.2017

Schmerzarm und flexibel: Lasereinsatz in der täglichen Praxis

Dr. med. dent. Hubert Stieve ist langjähriger Anwender und Kursleiter/Referent zum Thema Dentallaser. Im Rahmen des 14. Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin am 15. und 16. September 2017 ist er wissenschaftlicher Leiter und Referent des Pre-Congress Symposiums zum Thema: Licht als Schlüssel zum Erfolg – Lasereinsatz in der täglichen Praxis.

Im Hinblick auf die kommende Veranstaltung beantwortete Dr. Stieve einige Fragen rund um den Lasereinsatz in der Zahnarztpraxis.

Herr Dr. Stieve, Sie sind langjähriger Laseranwender und auch Referent auf dem Gebiet. Was macht für Sie die Faszination Laser aus?

Es erfüllt mich mit Freude, wenn ich meine Patienten an den Fortschritten der Zahnmedizin direkt und sichtbar teilhaben lassen kann. Die Bindung der Patienten zu mir und der Praxis wird durch das entstandene Vertrauen tiefer. Entsprechende lasergestützte Behandlungsprotokolle, die ich Patienten auch immer gerne erkläre, lassen Behandlungen unkomplizierter erscheinen und sind in der Regel mit weniger oder gar keinen Beschwerden verbunden. Ein Praxistag ohne die Möglichkeit, auf Laser zurückgreifen zu können, möchte ich mir nicht vorstellen.

In der Vergangenheit war das Thema „Laser“ oft stigmatisiert. Seitdem hat sich viel verändert. Was zeichnet Ihrer Erfahrung nach einen modernen Laser aus?

Das Stigma hat zwei Ursachen. Zum einen hat die Dentalindustrie vor über zwei Jahrzehnten euphorisch Laser als vermeintliche „Alleskönner“ angepriesen. Fehlende glaubwürdige Referenzen und Behandlungsprotokolle auf der einen Seite und mangelnde Ausbildung auf der anderen Seite führten zu „Investitionsruinen“ erster Güte. Hier hat die Dentalindustrie zum Glück erheblich nachgebessert. Heute stehen leicht zu bedienende Laser mit teilweise kleinstem „footprint“ zur Verfügung. Der BluLase der Firma Schneider Dental ist hierfür ein gutes Beispiel. Ähnlich einem modernen Smartphone zeichnet er sich durch einfachste Bedienung, Adaptionsvermögen, großem Einsatzspektrum und guter Handhabung aus. Selbst eine Codierung zur Überlassung bestimmter Behandlungsabschnitte durch Mitarbeiter (antimikrobielle Photodynamische Therapie aPT, Therapielaser LLLT) im Millijoule-Bereich ist verfügbar.

Welche Wellenlängen sind wofür besonders geeignet und wo sind die Erwartungen an den Laser doch etwas überzogen bzw. was sollte man mit einem Laser besser nicht machen?

Generell kann man sagen, dass Hartgewebslaser mit den Wellenlängen der Erbium- bzw. Erbium-Chromium-Gruppe arbeiten. Neu ist der isotope CO²-Laser Solea, der durch extrem hohe Absorption der 9,3 nm-Wellenlänge Kalziumhydroxid – also Schmelz, Dentin und Knochen – äußerst schnell verdampft. Diodenlaser der Wellenlänge 810 nm sind als Weichgewebslaser eine gute Wahl für Einsteiger wie auch Fortgeschrittene; ideal für implantologische und endodontologische Tätigkeiten. Sie decken auch kleinere chirurgische Maßnahmen (Kürzung von Lippen- und Zungenbändern, Entfernung von Reizfibromen), Unterstützung in der Prothetik (Sulkusmanagement bei Kronenpräparationen) sowie in konservierender Zahnheilkunde (direkte Überkappung, Hämostase bei Füllungstherapie) und in der antibakteriellen Photodynamischen Therapie aPDT leicht und ohne Aufwand ab. Auch die Biostimulation bzw. LLLT lässt sich nachweislich hervorragend mit dem BluLase durchführen.

Besser nicht durchführen sollte man Laserapplikationen, die offensichtlich vom Hersteller nicht zugelassen sind bzw. wenn man sich über die stattfindenden Gewebeinteraktionen nicht völlig sicher ist.

Die Entscheidung für einen Laser ist aufgrund des Investitionsvolumens auch immer eine wirtschaftliche Entscheidung. Was spricht für den Laser?

Die Laser der neuesten Generation sind flexibel, sehr leistungsfähig und dadurch wirtschaftlich. Der Laser kann bis auf wenige Ausnahmen alles, was auch mit konventioneller Therapie erreichbar wäre, nur meist besser, schneller, effektiver und weitgehend ohne Nebenwirkungen! Darüber hinaus gibt es mit dem Laser Möglichkeiten, die sich konventionell einfach nicht realisieren lassen. In Zeiten des Kostendrucks und eines gewissen Verdrängungsmarktes liegt besonders in der Effektivität und Akzeptanz in der Bevölkerung eine wesentliche Chance für den Laser. Den Lasern nachgewiesen sind hervorragende Ergebnisse in der zahnärztlichen Chirurgie, in der Endodontologie und in der Parodontologie, hier speziell in der Periimplantitistherapie.

Was erwartet die Teilnehmer des Pre-Congress Symposiums des Leipziger Forums für Innovative Zahnmedizin am 15. September 2017?

Wir haben uns für dieses Veranstaltungsformat entschieden, da sich das Leipziger Forum gerade durch seine Themenvielfalt von der Implantologie bis hin zur Allgemeinen Zahnheilkunde auszeichnet. Das gleiche gilt für das Einsatzspektrum der Lasers. Wir wollen also step-by-step zeigen, was einen modernen Dentallaser auszeichnet, wo seine Stärken in den einzelnen Therapiegebieten liegen, wie man ihn effizient einsetzt – und was delegiert werden kann. Natürlich gibt es auch praktische Übungen. Wir werden die Teilnehmer behutsam an die jeweiligen Laser heranführen und eventuelle Verunsicherungen abbauen. Es wird in jedem Fall spannend.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Dr. Stieve, und viel Erfolg.

OT-F² OP-Tray Dem Anwender den implantologischen und zahntechnischen Alltag erleichtern und mit einer... Kaufen und informieren:
OT-F³ OP-Tray Kurze OT-F3 Press-Fit Porenimplantate mit gesinterter Oberfläche aus dem Hause OT medical... Kaufen und informieren:
OT-F¹ Als Klassiker unter den Schraubimplantaten gilt das seit mehr als dreißig Jahren bewährte... Kaufen und informieren:
OT-F² Das OT-F2 Schraubimplantat ist ein „Allrounder“ auf dem neuesten Stand von Forschung und... Kaufen und informieren:
OT-F³ Das konische Press-Fit-Implantat OT-F3 ermöglicht mit seiner besonderen Oberflächentopografie... Kaufen und informieren:
4plus6Line Basierend auf dem „Multi-Unit-Behandlungskonzept“ stehen den Anwendern des... Kaufen und informieren:
BiCortic® Das selbstschneidende einteilige BICORTIC®-Implantat aus Titan Grad 4  vereint... Kaufen und informieren:
BioVin® und OToss Mit der BioVin® Collagen Membran, dem bovinen Knochenersatzmaterial BioVin Bovine Bone® sowie... Kaufen und informieren:
Foto: © OEMUS MEDIA AG/Dr. Hubert Stieve
Mehr
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige