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Branchenmeldungen 29.01.2020

Pfiat di Busseln: Patient verklagt Zahnarzt auf Schmerzensgeld

Pfiat di Busseln: Patient verklagt Zahnarzt auf Schmerzensgeld

Ein zahnmedizinischer Eingriff – und von heute auf morgen ist nichts mehr, wie es war. Ein Patient aus Kärnten erlitt nach einer Wurzelspitzenresektion Schäden am Unterkiefernerv und fordert nun Genugtuung von seinem Zahnarzt.

Seit dem misslungenen Eingriff im Jahr 2018 ist der 41-Jährige in alltäglichen Dingen massiv gehandicapt. Durch Gefühlsstörungen und Taubheit in der Unterlippe ist sowohl seine Aussprache als auch die Nahrungsaufnahme, insbesondere das Trinken, eingeschränkt. Doch auch von gefühlvollem Busseln musste sich der Betroffene quasi verabschieden.

Was der Patient seinem Zahnarzt vorwirft, ist die im Vorfeld fehlende Aufklärung über mögliche Risiken bei solch einem Eingriff. Er gibt an, er hätte die Einverständniserklärung erst kurz vor OP-Beginn erhalten. Er soll bereits im Behandlungsstuhl gesessen haben, als er diese unterschrieb. Er hätte dieser aber niemals zugestimmt, wenn er ausführlich aufgeklärt worden wäre, wie kleinezeitung.at berichtete.

Der Zahnarzt bestreitet dies. Er habe zwei Tage zuvor ein umfassendes Gespräch mit seinem Patienten geführt. Allerdings gibt es darüber keine Dokumentation – und damit auch keine Beweise.

Anfang des Jahres hatte das Zivilgericht der Klage des Patienten zugestimmt und den Zahnarzt auf 10.200 Euro Schmerzensgeld verklagt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Zahnarzt hatte gegen dieses Berufung eingelegt.

Foto: vchalup – stock.adobe.com

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