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Branchenmeldungen 18.12.2018

Pionierprojekt in Uri zur Zahngesundheit Pflegebedürftiger

Pionierprojekt in Uri zur Zahngesundheit Pflegebedürftiger

GeriaDent, eine aktuelle Studie des Vereins Labucca, soll den Istzustand der zahnmedizinischen Versorgung Schweizer Pflegebedürftiger aufdecken. Ziel ist es, daraus zeitgemässere Modelle zu erarbeiten, um die Mundgesundheit älterer Menschen sicherzustellen.

Menschen behalten dank positiver Entwicklung der zahnmedizinischen Versorgung auch im hohen Alter immer mehr Zähne. Oftmals sind diese Menschen jedoch durch körperliche Beeinträchtigungen oder Demenz nicht in der Lage, die nötige Mundpflege eigenständig zu leisten. Eine Aufgabe, die vermehrt dem Pflegepersonal zukommt. Allerdings gibt es aktuell kaum Kenntnis darüber, wie es um die Mundhygiene pflegebedürftiger Schweizer bestellt ist.

Aus diesem Grund hat der gemeinnützige Verein «Labucca – Lächeln im Alter» die Studie GeriaDent initiiert. Zwischen Juni 2018 und Mai 2019 werden die Daten pflegebedürftiger Urnerinnen und Urner gesammelt, mindestens 250 Daten sollen zusammenkommen. Anreiz für die Teilnahme ist eine kostenlose Untersuchung und Zahnreinigung sowie individuelle Mundpflegeempfehlungen. Ausgewertet werden die anonymisierten Daten anschließend durch das Institut für Hausarztmedizin & Community Care Luzern.

Der Verein, der sich aktiv für die Förderung mobiler Zahn- und Mundpflege einsetzt, hofft, mit der Datenerhebung den Grundstein für zeitgemässe Versorgungsmodelle zu ebnen. Vorreiter in dem Bereich ist der operative Leiter der Studie Dr. Michael Keller. Er ist selbst bereits seit mehreren Jahren als mobiler Zahnarzt («Ihr Zahnarzt auf Achse») im Kanton Uri tätig.

Im exklusiven Interview mit der ZWP online-Redaktion erklärt er, wie das Konzept des mobilen Zahnarztes funktioniert und warum es so wichtig ist. Das Interview erscheint hier in Kürze.

Über GeriaDent:

In der Studie involviert sind ein Urner Zahnärzte-Pool (Urner Zahnärzteschaft), die Spitex Uri (mobiler Pflegedienst), diverse Alters- und Pflegeheime im Kanton Uri und die Hochschule Luzern. Die Kantonsregierung unterstützt die wissenschaftliche Arbeit und gewährt hierzu einen finanziellen Beitrag Der ganze Kanton Uri kann so «mitenand» an der Lösung arbeiten.

Foto: Mathias Fürst
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