Anzeige
Branchenmeldungen 08.08.2018

Polizei bittet um Mithilfe: Wer erkennt diese Patientin?

Polizei bittet um Mithilfe: Wer erkennt diese Patientin?

Am 5. Juli fand ein Spaziergänger im Saale-Holzland-Kreis eine Frauenleiche. Da die Leiche bereits stark verwest war, ist eine Identifikation bisher nicht möglich. Die Polizei hofft nun aufgrund des Zahnstatus auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

Aufgrund der aufgefundenen Kleidung der Toten und weiteren Indizien vermuten die Ermittler, dass es sich um eine Frau handelt. Der zahnärztliche Befund zeigt, dass die Frau zahlreiche prothetische Behandlungen hinter sich hat. Sowohl im Unterkiefer als auch im Oberkieferbereich sind einige Zahnimplantate vorhanden, außerdem diverse Brücken, darunter auch im Oberkieferbereich eine herausnehmbare Schiebe-Brücke. Die Arbeiten werden von Fachleuten als qualitativ hochwertig beschrieben. Zudem wird vermutet, dass die Frau an Parodontitis litt.

Bisher wird davon ausgegangen, dass es sich um eine 40 bis 60 Jahre alte Frau handelt, die 1,75 Meter groß ist und längeres braunes Haar hat. Hinweise erbittet die Landespolizeiinspektion Jena unter 03641 812414.

Foto: Heiko Küverling – stock.adobe.com
Befund

Insgesamt zeigte sich ein konservierend und prothetisch versorgtes Gebiss der Eichner-Klasse B3.

 

Im Oberkiefer zeigt sich eine herausnehmbare Geschiebeprothese in situ, die die Zähne 14, 15, 16, 25, 26 und 27 ersetzt. Des Weiteren zeigt sich eine Brückenkonstruktion von 13 auf 24 reichend und sowohl die Implantate in regio 11, 13 und 22 als auch die vorhandenen Zähne regio 23 und 24 umfassend.

 

Im Unterkiefer zeigt sich eine Brückenkonstruktion mit Implantatpfeilern in regio 34 und 37 sowie eine verbundene Kronenversorgung des Zahnes 32 mit dem Implantat 33. Die Suprakonstruktion des Implantates regio 47 ist fest mit den Kronen der Zähne 45 und 46 verbunden.

 

In der Unterkieferfront regio 31 bis 44 zeigt sich ein Pink-teeth-Phänomen als postmortales Zeichen.

 

Zudem zeigt sich ein generalisierter Verlust des knöchernen Alveolarfortsatzes mit freiliegenden Zahnhälsen und Implantatgewinden bis zu 3mm, was für das Vorliegen einer generalisierten Parodontitis marginalis profunda.

 

Im Orthopantomogramm zeigt sich ein sanierter Zahnstatus. Die Zähne 23, 24 und 32 sind wurzelkanalbehandelt. In regio 32/33 zeigt sich eine periapikale Aufhellung.

 

Mehr
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige