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Branchenmeldungen 17.08.2015

Präventionspreis zur Vermeidung frühkindlicher Karies

Präventionspreis zur Vermeidung frühkindlicher Karies

Der DHV kooperiert seit fast zwei Jahren mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) beim Thema „frühkindliche Karies verhindern“. Nach einer Artikelreihe im Hebammenforum mit einem Comic zum Thema lobt die BZÄK jetzt einen Präventionspreis aus. Gewonnen werden können drei Preise mit einem Gesamtwert von 5.000 Euro.

Bis Ende September nimmt die „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“ praxisorientierte Konzepte und Projekte zur frühkindlichen Kariesprävention entgegen. Das Projekt wird vom DHV unterstützt. Denn das wichtige Thema Kariesprophylaxe sollte auch in der Wochenbettbetreuung ein wichtige Rolle spielen.

Was ist Frühkindliche Karies?

Frühkindliche Karies (auch „Early Childhood Caries – ECC“ oder „Nursing Bottle Syndrom“ genannt) bezeichnet eine Karieserkrankung an den Milchzähnen. Ursachen für die Erkrankung sind exzessives Trinken von zucker- und säurehaltigen Getränken aus Saugerflaschen und Trinkhilfen. Das gilt vor allem dann, wenn diese Getränke nachts und über das erste Lebensjahr hinaus verabreicht werden. Gleichzeitig wird als Resultat fehlender Aufklärung und mangelndem elterlichen Verständnisses oftmals keine ausreichende Mundhygiene in diesem Alter durchgeführt. Die Erkrankung wirkt sich nicht nur auf die Mundgesundheit aus, sie stört die gesamte frühkindliche emotionale und gesundheitliche Entwicklung. Betroffen sind alle Bevölkerungsgruppen, aber besonders diejenigen mit Familien in sozial schwierigen Lebenslagen. ECC könnte mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen komplett verhindert werden. Im Rahmen der Geburtsvorbereitung und Aufklärung darüber in der Wochenbettbetreuung, existiert zwischen den betroffenen Familien und ihren Hebammen ein besonderes Vertrauensverhältnis für Gesundheitsfragen. Aus diesem Grund sind Hebammen auch ernstzunehmende Gesprächspartnerinnen bei heiklen Gesundheitsthemen wie ECC.

Rahmenbedingungen der Ausschreibung

Gesucht werden Konzepte und Projekte, die bundesweit einsetzbar sind oder schon eingesetzt werden. Erziehungsberechtigten und Betreuern soll die Wichtigkeit früher Kariesprävention verdeutlicht werden, damit sich das Ernährungs- und Mundhygieneverhalten bei den Kindern verbessert. Eine unabhängige Jury vergibt drei Preise mit einer Gesamtdotierung von 5.000 Euro. Ganz bewusst halten die Initiatoren die Ausschreibe-Bedingungen offen, um möglichst viele verschiedene, interdisziplinäre Ideen einbeziehen zu können. Neben der Auszeichnung werden die Preisträger durch Öffentlichkeitsarbeit für ihr Projekt unterstützt.Neben den Hebammen sind Fachleute aus den Bereichen Gesundheitswesen, Public Health, Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Kommunikation und Medienwissenschaften zur Teilnahme aufgerufen. Ebenso wie staatliche und kommunale Institutionen.

Bewerbungen können bis zum 30.9.2015 eingereicht werden bei der:

„Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“
Accente Communication GmbH
Aarstraße 67
65195 Wiesbaden
Fon: 0611/40 80 6-0
Fax: 0611/40 80 6-99



Das Comic ist aus einer Kooperation des DHV mit Bundeszahnärztekammer (BZÄK) entstanden. Gesucht werden jetzt neue Konzepte. Illustrationen: Volker Konrad, Sonderdruck Hebammenforum 2013

Quelle: Deutscher Hebammenverband, Illustrationen: Volker Konrad, Sonderdruck Hebammenforum 2013

Foto: © Katarzyna Leszczynsk – Fotolia
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