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Branchenmeldungen 06.02.2014

Praxishygiene – Mit System zum Erfolg

Christin Bunn
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Praxishygiene – Mit System zum Erfolg

Mehr denn je agieren Zahnarztpraxen heutzutage in ihrer Funktion als Leistungsträger und definieren sich neben der Therapiequalität durch die Faktoren Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Um diesem Fokus bestmöglich nachkommen zu können, bedarf es einem eingespielten Praxisteam, das sowohl im für den Patienten sichtbaren als auch im nicht sichtbaren Bereich optimal funktioniert. Einer dieser Kernbereiche ist die Praxishygiene. Hier gilt es, die Systemkompetenz eines Hygieneexperten zu nutzen und auf Ganzheitlichkeit zu setzen.

Patientin Bettina Berger betritt die Zahnarztpraxis von Frau Dr. med. dent. Anke Weilmann heute zum ersten Mal. Ihre Augen wandern über jedes noch so kleinste Detail in den Praxisräumlichkeiten und fest steht – diese innere Bewertung und Beurteilung wird darüber entscheiden, ob der Besuch den Beginn einer langjährigen Arzt-Patienten-Beziehung darstellt.

Frau Berger wird in das Behandlungszimmer gebeten und muss noch einen kleinen Moment warten. Dieses Zeitfenster nutzt sie, um ihren Blick erneut schweifen zu lassen. Sie nimmt den sauberen, leicht glänzenden Fußbodenbelag wahr, der einen dezenten angenehmen Duft versprüht. Auch die Arbeitszeile macht einen aufgeräumten und gepflegten Eindruck, alles wirkt steril und vermittelt das Gefühl, hier gut aufgehoben zu sein.

Die Zahnärztin betritt den Raum und geht zum Waschbecken, um sich mit Waschlotion und Händedesinfektion auf die Behandlung von Frau Berger vorzubereiten. Die Untersuchung beginnt, Frau Dr. Weilmann zieht sich den Schwenkarm heran, der zuvor mit Desinfektionstüchern abgewischt wurde, und greift zu Bohrer und Instrumenten. Frau Berger muss sich dabei keine Sorgen um Bakterien, Viren oder Keime und eine potenzielle Übertragung von Krankheiten machen, denn hier kamen im Vorfeld Bohrer- und Instrumentendesinfektion zum Einsatz. Der Eingriff war erfolgreich und Frau Berger kann sich den Mund ausspülen. Dieser Aufforderung kommt sie gern nach, denn auch das Spülbecken macht durch den zuvor verwendeten Mundspülbeckenreiniger einen sauberen Eindruck. Auch Frau Dr. Weilmann hat gut Lachen, weiß sie doch, dass in zeitlich genau getakteten Abständen ein Sauganlagen-Desinfektionsmittel zum Einsatz kommt, was einer Verschlammung durch Blut und Proteine vorbeugt und den Biofilm löst – der Garant für ein langes Leben ihrer Behandlungseinheit und dem sicheren Gefühl, hygieneseitig bestens aufgestellt zu sein hinsichtlich der eigenen Verantwortung gegenüber der Patientin und natürlich auch möglichen behördlichen Kontrollen.

Status quo hygienischer Anforderungen

Der Zahnärztin im eben aufgeführten Beispiel geht es so wie vielen Kolleginnen und Kollegen der Zahnärzteschaft: die Anforderungen an die umfassende Praxishygiene werden zunehmend komplexer und anspruchsvoller, bei gleichzeitig einer Vielzahl an Behandlungsabläufen, die sich im Zuge zeitgemäßer Praxisstrukturen immer rationeller gestalten lassen. Hinzu kommt die Vielzahl an Geräten, Instrumenten und Materialien, welche durch die Dentalindustrie kontinuierlich auf den Markt gebracht werden – und damit gleichzeitig das Spektrum der Desinfektionsaufgaben signifikant erhöhen. Hier kann es schnell zur Überforderung von Zahnarzt und Praxisteam kommen und dies wiederum bietet Potenzial für kleinste Fehler, die sich in den Hygienekreislauf einschleichen können. Weil man es nicht besser wusste. Weil man mit der Hülle und Fülle der Hygieneprodukte und den dazugehörigen Anwendungsmaßnahmen schlicht-weg überfordert ist. Weil im Praxisalltag oftmals das „Funktionieren“ vor dem „Informieren“ steht, gilt es doch seiner eigentlichen Aufgabe als Arzt nachzukommen und Menschen medizinisch zu behandeln.

Clever ist hier genau der Zahnarzt, der ein ganzheitliches Hygienekonzept in sein QM integriert, das gleichzeitig zuverlässig, zeitsparend als auch effizient und damit wirtschaftlich ist. Denn fest steht, dass man als Praxisinhaber nicht um die Pflicht einer ordnungsgemäßen Praxishygiene herumkommt, ist sie doch durch den Gesetzgeber verpflichtend und essenziell für die täglichen Behandlungsabläufe. Das „Was“ ist demnach eine Komponente, an der nicht gerüttelt werden kann. Deshalb ist es umso wichtiger, dass der Zahnarzt beim „Wie“ bestmöglich entscheidet und selektiert, um das obligatorische „Was“ so angenehm wie nur möglich zu machen.

4 Bereiche, 4 Farben

Als Pionier und Wegbereiter für Hygiene in der Zahnarztpraxis hat Dürr Dental diesen Bedarf erkannt und eine systematische, aufeinander aufbauende Hygienelinie entwickelt. Das ganzheitliche Hygienekonzept umfasst dabei eine breite Palette von abgestimmten Systemlösungen, bestehend aus Konzentraten und Gebrauchslösungen zur Desinfektion, Reinigung und Pflege für alle Einsatzbereiche. Die von Dürr Dental einst in den Markt eingeführte durchgehende Farbcodierung vereinfacht die Anwendung im Praxisalltag: Blau für Instrumente, Grün für Flächen, Rosa für Haut und Hände sowie Gelb für Spezialbereiche. Ergänzend ermöglichen innovative und speziell entwickelte Geräte und Technologien rationelles Arbeiten während der Instrumentenaufbereitung oder der Desinfektion von Flächen, Händen oder Abdrücken. Umfangreiche Service- und Schulungsmöglichkeiten vervollständigen das Angebot.

Die Vorteile einer System-Hygiene liegen auf der Hand, trägt ein durchdachtes Zeit- und Kostenmanagement doch maßgeblich zum Praxiserfolg bei. Zudem sind Produkteigenschaften wie Zuverlässigkeit in der Wirkung und die Einfachheit in der Anwendung entscheidend, wenn es um die praktische Umsetzung geht. Das Wissen um die Notwendigkeit einer systematischen Praxishygiene ist das eine, deren Integration in bestehende Praxisstrukturen das andere. Dürr Dental ermöglicht es, beides miteinander zu verbinden, ohne dabei eine zeitliche Mehrinvestition oder einen personellen Mehraufwand zur Folge zu haben. Die jahrzehntelange Erfahrung als Hersteller für Desinfektions- und Reinigungsmittel spricht hier sicherlich für sich, denn bereits im Jahr 1965 entwickelte das Unternehmen mit Orotol das erste Desinfektionsmittel für Sauganlagen. Auch heute bilden die hohen Produktionsstandards die Grundlage für alle Produktneu- und Weiterentwicklungen. Dabei hat das Qualitätskriterium made in Germany jederzeit oberste Prämisse.

Blau = Instrumente:

Zur Desinfektion und Reinigung von allgemeinen, chirurgischen sowie empfindlichen Instrumenten bei durchweg aldehydfreien, nicht fixierenden und modernen Wirkstoffkombinationen. Diese sorgen dafür, dass die Instrumente bei außerordentlicher Reinigungswirkung sehr materialschonend desinfiziert werden. Zwei Produkte der Instrumentendes-infektions-Linie sind voll viruzid und entsprechen damit den aktuellen RKI-Richtlinien.

Grün = Flächen:

Durch die speziellen Arbeitsabläufe mit Aerosolbildung kommt es unweigerlich zu kontaminierten Flächen von Gegenständen, Geräten oder Praxismobiliar. Bei der Flächendesinfektion ist sichere und schnelle Wirksamkeit mit rückstandsfreiem Auftrocknen besonders wichtig. Ob hochwertige empfindliche Oberflächen, große Bereiche oder filigrane Instrumente – die Art der Anwendung für Flächendesinfektions- und Reinigungsmittel ist vielfältig. Als Konzentrat, gebrauchsfertige Lösung, in Form von Tüchern, trocken oder getränkt – Dürr Dental bietet das stets passende Präparat zur Applikation. Vier Produkte der Flächendesinfektions-Linie sind voll viruzid und bieten ein Maximum an Sicherheit.

Rosa = Haut & Hände:

In Praxis und Labor werden die Hände täglich stark beansprucht. Zur notwendigen Pflege von gestresster und gereizter Haut bedarf es äußerst pflegender Spezialpräparate, die in dieser hohen Qualität in Super- und Drogeriemärkten nicht erhältlich sind. Die HD-Präparate von Dürr Dental erfüllen diese Anforderungen lückenlos. Sie pflegen nicht nur, sondern beugen Entzündungen vor, erhalten die Geschmeidigkeit und ziehen schnell ein. Durch ihre hohe Ergiebigkeit sind sie zugleich äußerst wirtschaftlich.

Gelb = Spezialbereiche:

Leicht in der Handhabung und dabei stark in der Wirkung – so präsentieren sich alle Produkte für Spezialbereiche aus dem Hause Dürr Dental. Mit Orotol wurde vor fast 50 Jahren die Sauganlagendesinfektion erfunden, heute ist es das meist verwendete Desinfektions-mittel am Markt. Neben diesem Pionier-Produkt bietet der Hygieneexperte mit Reinigungs- und Desinfektionslösungen für Mundspülbecken, Abformungen, Geräten & Zubehör ein umfangreiches Sortiment, um dem Zahnarzt eine vertrauens- und verantwortungsvolle Basis für die tägliche Arbeit am Patienten zu schaffen.

Hygiene als Chance nutzen

Bei der Vielzahl an gesetzlichen Vorschriften, Empfehlungen und Bestimmungen fällt es oftmals nicht leicht, den Gesamtüberblick zu behalten. Hygiene rutscht auf der Beliebtheitsskala aller Praxis-To-dos weit nach unten und nicht selten tritt das Gefühl ein, überfordert zu sein. Der Zahnarzt ist überfordert, weil ihn all das notwendige Wissen um den Bereich Praxishygiene von seiner eigentlichen medizinischen Arbeit abhält – folglich delegiert er die Zuständigkeit. Und die damit beauftragte Helferin benötigt eigentlich klare Arbeitsanweisungen, die sie sich nun selbst aneignen muss. Vergessen wird dabei oft die Tatsache, dass im Falle einer Überprüfung oder im Falle eines Regressanspruchs immer der Praxisinhaber zur Rechenschaft gezogen wird, sodass Hygiene als ganz normaler Prozess im Praxisablauf integriert sein sollte. Denn Hygiene bietet nicht nur Pflichten, sondern auch Chancen: Die Chance, patientenseitig als vertrauensvoll wahrgenommen zu werden. Die Chance, ein eigenes Grundvertrauen zu haben und sich mit dem Wissen über eine im Hintergrund bestmöglich funktionierende Praxishygiene effektiv auf den Patienten konzentrieren zu können. Und natürlich die Chance, in Form von Sicherheit, für sich selbst, das Team und den Patienten verantwortungsbewusst zu agieren.

Mit dem richtigen Systemanbieter an seiner Seite kann Praxishygiene spielend leicht in Strukturen und Abläufe integriert werden. Dürr Dental ist einer dieser Anbieter und ermöglicht durch die benutzerfreundliche Aufschlüsselung der Bereiche nach Farben ein einfaches Orientieren im Praxishygieneproduktbereich.

Ergänzend dazu gibt es Schulungsmöglichkeiten, um die Praxishygiene bestmöglich je nach individueller Praxissituation umzusetzen. Im Bereich „Qualitätsmanagement“ besteht beispielsweise die Möglichkeit, sich von einem QM-Experten beraten zu lassen. Dieser kommt zwei Tage in die Praxis und schult das gesamte Team. Dabei werden die Maßnahmen anschließend mithilfe des elektronischen QM-Guide umgesetzt, über 200 Vorlagen zu Arbeitsgängen und Prozessen stehen zur Verfügung. Der zweite Trainingstag dient der Einführung eines praxisinternen Qualitätssicherungs- und Verbesserungsprozesses.

Kernstück der Schulung „Praxishygiene und Recall“ ist der Soll-Ist-Vergleich der Hygiene. Auf dieser Basis werden gemeinsam praktische Checklisten für die Arbeitsroutine entwickelt sowie behördliche Richtlinien, Vorschriften und Empfehlungen analysiert und aufgeschlüsselt. Die Hygieneschulung erfüllt die Kriterien der jährlichen Unterweisung nach § 4 der BGV A1. Es gilt folglich, diese Systemkompetenz im Produkt- und Schulungsbereich zu nutzen, um sich die Vielschichtigkeit des Bereiches der Praxishygiene greifbarer und umsetzbarer zu gestalten. Der, der die Systemhygiene einmal clever integriert hat, ist auch der, der langfristig davon profitieren wird!

Foto: © Dürr Dental AG
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