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Branchenmeldungen 05.12.2018

„Regeneration – Implantation – Rekonstruktion“

„Regeneration – Implantation – Rekonstruktion“

29. Jahrestagung des Collegium Implantologicum fand im November 2018 statt

Am 9. November 2018 veranstaltete das Collegium Implantologicum seine 29. Jahrestagung unter dem Titel „Regeneration – Implantation – Rekonstruktion“. Über 60 Teilnehmer fanden sich im Kultur- und Kongresszentrum KKL Luzern ein, um spannende Referate zu hören, zu diskutieren und danach bei einem Steh-Lunch das soziale Netzwerk zu pflegen und auszubauen.

Wissenschaftliches Programm

Nach der Begrüssung durch den Präsidenten des CI, Prof. Dr. Kurt Jäger (Basel) eröffnete Prof. Dr. Ivan Martin (Basel) das wissenschaftliche Programm mit seinem Vortrag über die Knochenregeneration. Er unterschied hierbei zwischen osteokonduktivem, osteoinduktivem und osteogenetisch-knocheninduzierendem Verfahren, wobei Letzteres ein grosses wissenschaftliches Potenzial birgt. So liegt der Forschungsschwerpunkt darauf, aufzuzeigen, wann Zell-Engineering (Zellkultur) angezeigt ist und wann die reine Osteokonduktion ausreicht.

Dr. Robert Bauder (Kitzbühel) präsentierte mit seinem Thema „Neue Möglichkeiten mit Keramikimplantaten“ Indikation und Anwendung der SDS-Implantate anhand klinischer Fallbeispiele. So erfolgt beim „Short-cut“ die Extraktion und Reimplantation in gleicher Sitzung mit Abgabe des Laborprovisoriums. Nach einer Wartezeit von rund fünf Monaten wird nach Feinpräparation, Abformung und Registrierverfahren die – meist verblockte – definitive Arbeit eingegliedert. SDS-Keramikimplantate sind selbstschneidend, der Aufbau wird zementiert/verschraubt und nachpräpariert. Der ganzheitliche Ansatz der Implantologie erfordert zudem die Vor- und Nachbehandlung mit Mikronährstoffen.

Prof. Dr. Dr. Claude Jaquiéry (Basel) veranschaulichte chirurgische Rekonstruktionsprinzipien in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Grundsätzlich kann hierbei zwischen autologen und alloplastischen Rekonstruktionsprinzipien unterschieden werden. Über die Fertigung von 3D-Modellen können intraoperativ Implantate aus Methylmethacrylat hergestellt werden, die für die Deckung von Schädeldachdefekten eingesetzt werden. Implantate aus PEEK werden nach Tumorablation für die temporäre Rekonstruktion des Jochbeinkomplexes verwendet. Dies erlaubt die Einsicht und onkologische Kontrolle der Resektionshöhle.

Im Anschluss an seinen ersten Vortrag präsentierte Prof. Jaquiéry in einem zweiten Beitrag den digitalen Workflow bei der Präformierung und dem Transfer eines Fibulatransplantats zur Rekonstruktion eines segmentalen Defekts des Unterkiefers mit gleichzeitiger Implantatinsertion.

PD Dr. Julia Wittneben (Bern) erläuterte in ihrem abschliessenden Beitrag das Behandlungskonzept für die Einzellücke im Frontbereich und betonte die Wichtigkeit des Provisoriums („soft tissue conditioning“). Anhand diverser Indizes konnte sie zeigen, dass diese Vorgehensweise das Endresultat der prothetischen Versorgung signifikant verbessert. 

Save the Date!

Im Anschluss an die Referate fand die 29. Generalversammlung des CI statt. Hierbei wurde der bestehende Vorstand unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Kurt Jäger einstimmig für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Neu im Vorstand sind Vincenzo Grande und Antonietta Paradiso von Thommen Medical. Die 30. Generalversammlung mit Fortbildung des CI findet am 8. November 2019 im Landesmuseum in Zürich statt. Das Thema: Digital Dentistry. 

Quelle: Collegium Implantologicum

Foto: Collegium Implantologicum
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