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Branchenmeldungen 06.11.2018

Zahngold: Lukrativ für Schweizer Krematorien

Zahngold: Lukrativ für Schweizer Krematorien

Jährlich werden ca. 4 Millionen Franken Gold auf Friedhöfen vergraben. Neben Solothurn hat nun auch Nordheim begonnen, Edelmetalle, beispielsweise aus Zahnersatz, aus der Asche Verstorbener zu filtern.

Menschen, die zu Lebzeiten Zahnersatz aus Gold oder anderen Edelmetallen erhalten haben, nehmen diesen im Normalfall mit ins Grab. Auch bei Urnen war dies bislang der gewöhnliche Weg. Am Krematorium Nordheim, dem drittgrössten Friedhof Zürichs, hat sich das mit dem neuen Friedhofsgesetz zum 1. September dieses Jahres geändert. Dieses erlaubt dem Krematorium die Feinfilterung der Asche – und damit das Herausfiltern von Gold, Silber und anderen Edelmetallen. Diese werden an einen Recyclinghof verkauft, der Gewinn geht dann an Zürichs Stadtkasse, wie blick.ch berichtete.

Nordheim erwartet mit der neuen Vorgehensweise jährlich Gewinne bis zu 100'000 Franken. Dennoch ginge es dem Krematorium nicht ausschliesslich um ökonomische Aspekte, das Herausfiltern sei auch aus ökologischer Sicht positiv zu bewerten, so der Leiter Rolf Steinmann gegenüber srf.ch.

Angehörige haben nach Angaben des Krematoriums die Möglichkeit, der Filterung zu widersprechen. Bisher machten zwei Drittel der Hinterbliebenen Gebrauch davon.

Das Schweizer Krematorium Solothurn führt diese Praxis bereits seit mehreren Jahren durch, im Gegensatz zu Nordheim ohne den Angehörigen die Möglichkeit des Einwands einzuräumen.

Foto: Milton Oswald – stock.adobe.com
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