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Branchenmeldungen 07.10.2010

Saftige Niederlage für Bayerns Kammerpräsident Schwarz

Saftige Niederlage für Bayerns Kammerpräsident Schwarz

Keine Mehrheit mehr in der Kammerversammlung - Muss Schwarz oder Vizepräsident Berger als Bauernopfer weichen?

Bei der Wahl zur Kammerversammlung Bayern haben Präsident Schwarz und sein Vizepräsident Berger ihre bisherige Mehrheit mit der Frei-Verbands-Fraktion (FVDZ) verloren. Sie haben nur noch 32 Mandate erringen können, die ZZB-Gruppe um den KZV-Bayern-Vorsitzenden Dr. Rat erhielt 30 Mandate und die FVDZ-Abspalter "Freie Zahnärzte" mit den "Polit-Scharfmachern" Klotz/Heidenreich/Kocher kamen auf 8 Sitze. Mit vier bis fünf "vernünftigen" Funktionären aus den Freien Zahnärzten (FZ Bayern) könne nun der Freie Verband versuchen, eine Wahlgemeinschaft zu bilden, allerdings müsste dann Schwarz auf das Präsidentenamt oder Berger auf den Vizeposten verzichten, denn die Gruppe "FZ Bayern" werde mindestens den Vizepräsidenten beanspruchen. Berger soll jedoch bessere Chancen als Schwarz im Freien Verband für den Präsidentenposten haben.

Mit besonderem Unmut verfolgt die FV-Spitze Bayerns das Werben des KZV-Bayern-Chefs Rat von der ZZB-Fraktion um die Frei-Verbands-Renegaten Klotz/Heidenreich/Kocher mit angeblich weitestgehenden personellen und berufspolitischen Zusagen für die Unterstützung des ZZV-Kandidaten Dr. Michel, Würzburg, bekannt als Präventions-Zahnmedizin-Verfechter. Gemunkelt wird auch, dass Rat eventuell seinen KZV-Vizechef Dr. Reißig zum Kammerspitzenposten abschieben möchte.

Gegen die von Rat vorgezogenen KZV-Wahlen, die die ZZB knapp vor einigen Wochen gewonnen hat, wird der Freie Verband die juristischen Auseinandersetzungen zur Wahlanfechtung forcieren.

Die Wut unter Bayerns Zahnärzten wegen Polit-Manipulationen von Rat im KZV-Vorwahlkampf hat in den letzten Tagen neue Nahrung erhalten. Entgegen der Vorjahre pro Quartal jeweils zur Budgeteinhaltung "Budgetspartage" zum Ausgleich in den Praxen abzuhalten, hat der KZV-Chef im Wahljahr drei Quartale stillgehalten. Er hat nichts über Budgetüberschreitungen den Zahnärzten mitgeteilt, um ja die Wahlchancen nicht zu verschlechtern, und die KZV-Wahl vorgezogen. Nun ist drei Tage nach der Kammerwahl bekannt geworden, dass allein 30 Mio. Euro AOK-Gelder fehlen und nun über 50 Brückentage allein im vierten Quartal einzulegen sind. Auch die AOK hat gegenüber der Presse Unmut gezeigt, dass die KZV aus "wahltaktischen Gründen" die bekannten Überschreitungen habe kumulieren lassen. Den Schaden sollen, so ist es ja immer, durch die Funktionärsspielchen allein die Zahnärzte ausbaden, dennoch

toi, toi, toi

Ihr Jürgen Pischel

Foto: © Shutterstock.com
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