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Branchenmeldungen 08.08.2017

Schweizer Unternehmen setzen auf Gesundheitsmanagement

Schweizer Unternehmen setzen auf Gesundheitsmanagement

71 % der Schweizer Unternehmen setzen Massnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements um. Dies zeigt eine erstmals durchgeführte, repräsentative Studie von Gesundheitsförderung Schweiz. Viele Unternehmen sehen grossen Handlungsbedarf bei der Sensibilisierung bezüglich Stress und der psychischen Gesundheit.

Eine von Gesundheitsförderung Schweiz gemeinsam mit der Universität Zürich und dem Link Institut durchgeführte gesamtschweizerische Studie zeigt, dass 71 % der Schweizer Unternehmen in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden investieren.

Beinahe 25 % setzen BGM vollumfänglich um

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bedeutet, dass ein Betrieb systematisch seine Strukturen und Abläufe gesundheitsförderlich gestaltet. Es umfasst unterschiedliche Themen wie Ergonomie am Arbeitsplatz, Personalplanung, Stressentlastung oder ein wertschätzendes Arbeitsklima. Um den Umsetzungsgrad von BGM in den befragten Unternehmen zu erfassen, wurde abgefragt, wie vollständig Betriebe eine breite Palette von BGM-Massnahmen aus vier Komponenten umsetzen (siehe Abbildung 1).

„Das Ergebnis ist sehr erfreulich“, sagt Prof. Dr. Thomas Mattig, Direktor Gesundheitsförderung Schweiz. „Beinahe jeder vierte Betrieb setzt BGM vollumfänglich um, weitere 48 % mehrheitlich. Regional bestehen jedoch Unterschiede und die Unternehmen selbst sehen noch Handlungsbedarf“, fasst Mattig zusammen. Während Deutschschweizer Unternehmen (25 %) bei der vollständigen Umsetzung leicht über dem Gesamtschweizer Durchschnitt liegen, sind es in der Romandie 20 % und im Tessin 7 %.

Abbildung 1: Die Komponenten des BGM-Umsetzungsgrades. Quelle: Faktenblatt 22, Monitoring-Ergebnisse 2016, Gesundheitsförderung Schweiz

Grösster Handlungsbedarf bei Stress und psychischer Gesundheit

Im Vordergrund des gesundheitsfördernden Engagements stehen die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und die Senkung der Absenzen. Entsprechend investieren Unternehmen am häufigsten ins Absenz- und Case Management, die Arbeitsgestaltung und die Personal- und Organisationsentwicklung. Neben dem Bewusstsein, dass es im organisatorischen Bereich noch Verbesserungen braucht, sehen die Unternehmen den grössten Handlungsbedarf bei der Sensibilisierung für Stress und die psychische Gesundheit.

Weiterführende Informationen zum BGM-Monitoring 2016

  • Füllemann, D.; Inauen, A.; Jenny, G.; Moser, P.; Bauer, G. (2017): Betriebliches Gesundheitsmanagement in Schweizer Betrieben, Monitoring-Ergebnisse 2016. Gesundheitsförderung Schweiz Arbeitspapier 40, Bern und Lausanne
  • Gesundheitsförderung Schweiz (Hg.) (2017). Wie verbreitet ist betriebliches Gesundheitsmanagement in Schweizer Betrieben? Monitoring Ergebnisse 2016. Faktenblatt 22. Bern und Lausanne
  • Gesundheitsförderung Schweiz (Hg.) (2016). Job-Stress-Index 2016. Kennzahlen zum Stress bei Erwerbstätigen in der Schweiz. Faktenblatt 17. Bern und Lausanne

Quelle: Gesundheitsförderung Schweiz

Foto: vege – stock.adobe.com
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