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Branchenmeldungen 01.10.2018

theratecc Kopftage 2018: Familientreffen in Dresden

Carolin Gersin
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theratecc Kopftage 2018: Familientreffen in Dresden

Hoch oben, malerisch an einem Hang über der Stadt Dresden gelegen, thronen imposant die Elbschlösser. Das Schloss Eckberg, eines dieser märchenhaften Bauwerke, war am 28. und 29. September Treffpunkt für Zahntechniker und Zahnärzte aus dem gesamten Bundesgebiet. Das Chemnitzer Unternehmen theratecc lud unter dem Motto „Alles was ein ganzer Kopf braucht“ zur Premiere der „Kopftage“. Rund 60 Teilnehmer kamen an diesem letzten Septemberwochenende nach Dresden, um etwas für die Augen, Ohren und den Mund zu erleben.

Als theratecc-Geschäftsführer Christian Wagner das Schloss Eckberg zum ersten Mal betrat, wusste er, dass dies der richtige Ort für die ersten theratecc Kopftage ist, erzählt er im Vorfeld. „Mit den Kopftagen möchten wir zum Austausch anregen, und das in einer familiären Runde“, erklärt er weiterhin das Ziel der Veranstaltung.

Die theratecc Kopftage starteten am Freitag mit Workshops u.a. zu den Themen „Arbeitsrecht aktuell“ mit Fachanwalt für Arbeitsrecht RA Ronny Neumann und einem interaktiven Kurs zur Anwendung des Centric Guide® im Alltag. Der Abend des ersten Tages fand seinen Ausklang bei einem exklusiven Galadinner mit Band und Party im Weinkeller des Schlosses.

Das Hauptprogramm am Samstag

Am Samstag startete das Hauptprogramm mit einer Begrüßung von Christian Wagner, der noch einmal kurz auf die Dentalhistorie des Veranstaltungsortes einging, denn auf Schloss Eckberg residierte in den 1930er-Jahren der Erfinder der Zahnpasta Chlorodont Ottomar Heinsius von Mayenburg. Anschließend übergab er das Wort an den ersten Referenten des Tages, Dr. med. habil. Volker Ulrici, Leipzig. Im Vortrag „In drei Schritten zur korrekten Bisslage bei okklusionslosen Patienten“ zeigte Dr. Ulricis Vortrag anhand drei komplexer Patientenfälle, Wege, den Patienten zurück zum Biss zu verhelfen. An erster Stelle steht die Vorbissnahme (z.B. Centric Tray), Schritt zwei ist die Kieferrelationsbestimmung (z.B. mit Stützstiften und dem Centric Guide®), und im Anschluss sollte immer ein Übertragungsbogen/Gesichtsbogen zum Einsatz kommen, so das Fazit von Dr. med. habil. Volker Ulrici.

Im Anschluss an den ersten fachlichen Vortrag gab ZTM Werner Hebendanz, Leipzig, Aufschluss über die in 2020 in Kraft tretende europäische Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation), welche das nationale Medizinproduktegesetz ablösen wird. Er wies auf Neuerungen hin und riet den Anwesenden, sich langfristig mit den neuen Regularien auseinanderzusetzen.

ZA Martin Kühsel untersuchte viereinhalb Jahre lang an der Universität Leipzig die lineare Messgenauigkeit des Centric Guide® in vitro und stellte in seinem Vortrag genauer seine Überlegungen und Methodiken sowie die Ergebnisse vor. Er kam zum gleichen Ergebnis wie bereits die Tests vor Markteinführung durch die Firma theratecc: Das System zeichnet Unterkieferbewegungen mit einer Genauigkeit von einem Tausendstel Millimeter auf. 

Nach einer kurzen Pause widmete sich Dr. med. dent. Tom Barthel, Chemnitz, dem Thema Totalprothetik, welches heutzutage dank guter Mundgesundheit zunehmend weniger wird. Doch besonders die Königsdisziplin birgt viele Fallstricke, welche bereits in einer mangelnden Abformung ihren Ursprung haben können. Zusammen mit Christian Wagner hat Dr. med. dent. Tom Barthel ein Konzept mittels Centric Guide® entwickelt, um die Kieferrelation sicher zu bestimmen.

Aus München angereist war Priv-Doz. Dr. med. dent. Jan-Frederik Güth, Oberarzt Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er stellte das Münchener Schienenkonzept vor, welches sich an Patienten richtet, die an vertikaler Höhe verloren haben. Drei Patientenfälle verdeutlichten anschaulich das innovative Vorgehen des Münchener Prothetik-Teams.

Am Nachmittag richtete Orthopäde und Unfallchirurg Dr. med. Marco Tinius, Chemnitz, in spritziger Art und Weise den Teilnehmern, aus der Perspektive der Orthopädie, seinen Blick auf die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) und regte mit seinem Vortrag zum Austausch an. Der Blick über den Tellerrand in andere medizinische Disziplinen kann häufig von Vorteil sein, so die einstimmige Meinung im Auditorium. 

Dr. med. dent. Nicol Thiedemann, Fröndenberg, stellte im Anschluss den Workflow mit Centric Guide® in ihrer Praxis näher vor, bevor ZTM Christian Wagner im letzten Fachvortrag des Tages selbst zur digitalen Bissnahme sprach. Er begann zunächst mit einer kurzen Bestandsaufnahme 2018 – noch nie war die Qual der Wahl für Behandler und Techniker hinsichtlich Material- und Hardwarewahl größer als heute, ging des Weiteren auf digitale Möglichkeiten bei der Versorgung komplexer Fälle ein und gab einen Ausblick auf das Jahr 2019 und die Pläne von theratecc.

Den Abschluss des Tages beging Gerhard Conzelmann, Experte für Strategie, Bewusstsein und Leadership, mit dem fesselnden und motivierenden Vortrag „Raus aus dem Hamsterrad – mehr Spaß und Erfolg an der Arbeit und im Leben“. Er machte den Teilnehmern bewusst, welchen Einfluss die eigene positive Einstellung auf den Ausgang einzelner Situationen hat und untermalte diese Grundsätze mit erfolgreichen Beispielen aus dem Spitzensport. In diesem Sinne formulierte auch Christian Wagner die letzten Worte des Kongresses: „Denken Sie bei Centric Guide® auch daran: Einfach machen!“.

„Eine rundum gelungene Veranstaltung in toller familiärer Atmosphäre“ – da waren sich die Teilnehmer einig und kommen gern im nächsten Jahr zu den zweiten Kopftagen am 20. und 21. September 2019 wieder nach Schloss Eckberg.

Foto: OEMUS MEDIA AG
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