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Branchenmeldungen 12.04.2018

„Über hohe Haftwerte reden alle …“

„Über hohe Haftwerte reden alle …“

Das Unternehmen Kuraray Noritake Dental hält seit Jahrzehnten ein breites und wachsendes Spektrum an High-End-Produkten für den Dentalmarkt bereit, von Keramik über Komposite bis hin zu Biomaterialien. Produkte, die beispielhaft für die Qualität der gesamten Produktpalette stehen, ist die PANAVIA™ Serie. Im Interview begründet Zahnarzt Dr. Alexander Harr seine Entscheidung für die Produkte des Unternehmens.

Herr Dr. Harr, was fällt Ihnen spontan zur Firma Kuraray ein?

Da sagt mir sofort und vor allem der Name PANAVIA™ etwas. Das verbinde ich mit Qualität und Klebekraft.

Bei den Themen Klebekraft und Haftwerte gibt es eine große Meinungsvielfalt. Warum glauben Sie, dass PANAVIA™ hie reinen Unterschied machen kann?

Über hohe Haftwerte reden alle, aber da wird, meiner Erfahrung nach, auch viel getrickst. Im Laufe der Zeit habe ich die verschiedenen PANAVIA-Generationen verwendet und wurde nie enttäuscht. Die zuverlässige Klebewirkung hat wohl mit dem Original-MDP-Monomer (MDP steht für 10-Methacryloyloxydecyl-Dihydrogenphosphate; Anm. d. Red.) zu tun, das von Kuraray erfunden wurde.

Über PANAVIA™ und MDP sind Sie auch zum Universaladhäsiv CLEARFIL Universal Bond Quick gekommen. Wie sind hier Ihre Erfahrungen?

Universaladhäsive gibt es inzwischen schon eine Weile. Beim CLEARFIL Universal Bond Quick dachte ich zuerst: Auftragen und sofort weiterverarbeiten, das braucht es doch eigentlich nicht. Inzwischen will ich es nicht mehr missen. Der Arbeitsablauf wird nicht unterbrochen, die Trockenlegung ist weniger gefährdet, da ja unmittelbar nach dem Auftragen ausgeblasen und lichtgehärtet wird. Durch das Know-how von Kuraray ist diese superschnelle Anwendung, soweit ich das einschätzen kann, wirklich ohne Qualitätseinbuße möglich. Die Ergebnisse von CLEARFIL Universal Bond Quick haben mich bislang voll und ganz überzeugt.

Verwenden Sie die Flasche oder die Einzeldosierung beim CLEARFIL Universal Bond Quick?

Ich nehme nur die Flasche. Hier bin ich ganz der Schwabe und achte aufs Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was ist Ihrer Erfahrung nach entscheidend, um Adhäsive und die Adhäsivtechnik erfolgreich anzuwenden?

Zunächst einmal der Anwender und dessen klinische Erfahrung. Produktseitig eine gewisse Fehlertoleranz bei der Verarbeitung und dabei speziell die Feuchtigkeitstoleranz eines Adhäsivs. Bei der Belichtung können schnell einmal Varianzen auftreten. Dann sollte ein gutes Adhäsiv immer noch gut aushärten. Die Feuchtigkeitstoleranz ist wichtig, um immer eine gute Benetzung zu erreichen. In jedem Fall möchte man größere Pfützen und Seen vermeiden. Dann muss auch ein etwas stärkeres Ausblasen problemlos möglich sein, damit man in den Ecken keine Adhäsivüberschüsse hat. Die zusätzliche separate Schmelzätzung wende ich sicherheitshalber nur noch bei Eckenaufbauten an.

Sehen Sie Grenzen bei der Anwendung bzw. Indikationen, in denen Sie CLEARFIL Universal Bond Quick nicht verwenden würden? Oder anders gefragt: Bevorzugen Sie in bestimmten Fällen Mehrflaschenadhäsive?

Nein. Auch schon bevor es CLEARFIL Universal Bond Quick gab, habe ich viele Jahre ein selbstätzendes Einkomponentenadhäsiv verwendet und war eigentlich immer zufrieden. Meine Umstellung vor einiger Zeit erfolgte mehr aus einer Neugierde heraus, und auch weil ich wusste, dass es ein Produkt von Kuraray ist. Ansonsten sehe ich bei der direkten Füllungstherapie mit Kompositen keine Notwendigkeit, mit einem Mehrflaschenadhäsiv zu arbeiten.

Sehen Sie auch Einsatzmöglichkeiten von CLEARFIL Universal Bond Quick bei der Befestigung indirekter Restaurationen?

Hier verwende ich indikationsabhängig entweder einen klassischen konventionellen Zement oder das selbstadhäsive Befestigungscomposite PANAVIA™ SA Cement Plus. Da brauche ich dann noch ein Silan für die Vorbehandlung von Glaskeramik. Ansonsten natürlich PANAVIA™ V5, immer dann, wenn höchste Klebekraft gefragt ist.

Autor: Dr. André Rumphorst

Foto: Kuraray
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