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Branchenmeldungen 22.09.2017

Unabhängig vom Messverfahren: Celtra Press ist stabilste hochfeste Glaskeramik

Unabhängig vom Messverfahren: Celtra Press ist stabilste hochfeste Glaskeramik

Seit Herbst 2016 ist zirkonoxidverstärktes Lithiumsilikat (ZLS) als Celtra Press von Dentsply Sirona Prosthetics erhältlich – und hat mit einer Drei-Punkt-Biegefestigkeit von über 500 MPa die Messlatte für hochfeste Glaskeramiken noch einmal deutlich höher gelegt. Nun zeigen Untersuchungen der Universität Gießen: Auch in der Biaxialfestigkeit liegt Celtra Press im Feld der Wettbewerber klar vorn (Abb. 1).

Messungen der Drei-Punkt-Biegefestigkeit haben für Celtra Press einen Wert von 567 MPa ergeben1. Zum Vergleich: Das schleifbare ZLS Celtra Duo (ebenfalls von Dentsply Sirona) kommt auf 210 MPa nach Schleifen und Polieren und nach einem optionalen Glasurbrand auf 370 MPa1. Eine handfeste Konsequenz für den Zahntechniker liegt in dem erweiterten Indikationsbereich der pressfähigen Materialvariante: Aus Celtra Press können, über Einzelzahnrestaurationen hinaus, bis zu dreigliedrige Frontzahnbrücken hergestellt werden, und zwar bis zum 5er als hinterem Pfeiler.

Abb. 1: Eine neue Benchmark für die Festigkeit von hochfesten Glaskeramiken: Celtra Press, hier im Vergleich mit Celtra Duo (Dentsply Sirona).

Neben der überlegenen Drei-Punkt-Biegefestigkeit weist Celtra Press unter den hochfesten Glaskeramiken auch die höchste Biaxialfestigkeit auf. Dies haben Forscher der Universität Gießen in aktuellen Laborexperimenten ermittelt2. Die entsprechenden Messwerte betragen 678 MPa (Celtra Press), 413 MPa (Celtra Duo nach Schleifen und Polieren) und 560 MPa (Celtra Duo nach Glasurbrand) (Abb.1, Tab. 1).

Tab. 1: Sowohl nach dem Drei-Punkt-Biege-Verfahren wie nach dem Biaxial-Verfahren führt Celtra Press das Feld der Wettbewerber an. – Tabelle: Dentsply Sirona

Fachkundige Interpretation von Messwerten – so funktioniert es

Der Zahntechniker wird in Informationsschriften und in der Fachliteratur mal Angaben zur Drei-Punkt-Biegefestigkeit finden und ein andermal zur Biaxialfestigkeit. Nach der maßgeblichen Norm ISO 6872:2015 sind beide Messmethoden zugelassen, doch kommt es für die Beurteilung stets darauf an, zu wissen: Welcher Wert wurde mit welcher Methode bestimmt?

Dazu ein Tipp: Für die Biaxialfestigkeit ergeben sich höhere Zahlenwerte als für die Drei-Punkt-Biegefestigkeit. Denn es bedarf grundsätzlich eines geringeren Kraftaufwands, den auf zwei Pfeilern ruhenden Norm-Stab zum Bruch zu bringen als die an drei Punkten unterstützte Norm-Scheibe3 (Abb. 2, Abb. 3).

Abb. 2: Beim Drei-Punkt-Biegeversuch wird ein auf zwei Pfeilern ruhender Stab von oben mit einem Stempel belastet, bis er bricht. Abb. 3: Beim Biaxial-Verfahren wird eine an drei Stellen gestützte Scheibe belastet. Die Messwerte liegen höher als beim Drei-Punkt-Biegeversuch.– Grafiken: Dentsply Sirona

Gezieltes Werkstoffdesign – hohe Festigkeit, hohe Oberflächengüte

Für diese außergewöhnlich hohe Festigkeit von Celtra Press sorgen einerseits die 10-prozentige Zugabe von Zirkonoxid, welches in der Glasmatrix vollständig gelöst ist, sowie andererseits ein Power-Fire-Brand, der bei monolithischen Restaurationen bereits im Malfarben- und Glasurbrand enthalten ist. Und der folgende Vorteil wird so manchen Zahnarzt unmittelbar für das pressfähige ZLS einnehmen: Seine hohe Oberflächengüte ermöglicht eine intraorale Politur, beispielsweise eine okklusale Feinjustage, ohne zusätzlichen Glanzbrand.

Literatur

1 Interne Messungen Dentsply Sirona

2 Messungen durchgeführt von der Justus-Liebig-Universität Gießen, Zentrum für ZMK-Heilkunde – Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik

3 Yongxiang Xu, Jianmin Han, Hong Lin, Linan An: Comparative study of flexural strength test methods on CAD/CAM Y-TZP. Regen Biomater 2015 Dec; 2(4): 239-244

Quelle: Dentsply Sirona

Foto: Dentsply Sirona
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