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Branchenmeldungen 09.03.2016

Universitätszahnklinik Wien mit zwei gelungenen Antrittsvorlesungen

Universitätszahnklinik Wien mit zwei gelungenen Antrittsvorlesungen

Die Medizinische Universität Wien lud am 29. Jänner zu den öffentlichen Antrittsvorlesungen von Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes, Professorin für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des Kindesalters, und Univ.-Prof. Dr. Reinhard Gruber, Professor für Orale Biologie, in die Universitätszahnklinik ein. Die Begrüßung erfolgte durch den Geschäftsführer und ärztlichen Leiter der Zahnklinik, Univ.-Prof. Dr. Andreas Moritz, und den Rektor der Medizinischen Universität, Univ.-Prof. Dr. Markus Müller.

Kinderzahnheilkunde äußerst bedeutsam

Im Rahmen des festlichen Aktes der Antrittsvorlesungen erfolgte die Vorstellung von Univ.-Prof. Dr. Bekes durch ihren langjährigen akademischen Mentor, Univ.-Prof. Dr. Hans-Günter Schaller von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Deutschland. In ihrer Antrittsvorlesung selbst sprach Univ.-Prof. Dr. Bekes zum Thema „Wurzeln schlagen – Das Fach Kinderzahnheilkunde im Kontext der Zahnmedizin“. Sie erläuterte, dass die Kinderzahnheilkunde ein Spezialfach von großer Bedeutsamkeit sei, da es ein Querschnittsfach darstelle, in welchem alle zahnmedizinischen Fächer integriert werden. Sie zeigte auf, dass das Fachgebiet neben medizinischen auch psychologische Wurzeln bilde.

Univ.-Prof. Dr. Bekes referierte auch über zukünftige Forschungsschwerpunkte des neuen Fachbereichs, speziell zum Thema Lebensqualität in der Kinderzahnheilkunde. Im Rahmen ihrer Antrittsvorlesung veranstaltete die Professorin deshalb auch ein „Vorsymposium“, welches am 28. Jänner 2016 zum Thema: „Lebensqualität durch Mundgesundheit – ein innovatives Konzept von der Kindheit bis ins hohe Alter“, stattfand. Dazu hatte sie internationale Kollegen eingeladen, mit denen sie seit Jahren einen umfangreichen und differenzierten fachspezifischen Gedankenaustausch pflegt.

Lehre durch Forschung

Univ.-Prof. Dr. Gruber ist seit Oktober 2014 Professor des neu gegründeten Lehrstuhls für Orale Biologie an der Medizinischen Universität Wien. In seiner Laudatio zeigte Univ.-Prof. DDr. Georg Watzek, Akademie für orale Implantologie Wien, den akademischen Werdegang von Univ.-Prof. Gruber auf. Er berichtete über seine Forschungsleistungen, die internationalen Aufenthalte und die Lehrtätigkeiten, die der Professor u.a. mit der Implementierung postgradueller Programme erfolgreich ausübte. Im Jahr 2012 folgte Univ.-Prof. Gruber der Einladung, das Labor für Orale Zellbiologie an den Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern, Schweiz, zu leiten. Im Jahr 2014 wurde er nach Wien berufen.

Die Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Gruber stand unter dem Motto „Lehre durch Forschung“, gemäß dem humboldtschen Bildungsideal. Er zitierte dabei sich selbst: „Ich möchte den jungen Kollegen meine Begeisterung vermitteln und sie anleiten, sich eigenverantwortlich und gemäß dem akademischen Kodex auf die Arbeit als Lehrer und Forscher einzulassen.“ Der Professor sprach über das Konzept der Oralen Biologie – die Bereiche „Lehre, Forschung und Community“. Die translationale Forschung im Bereich der Regenerativen Zahnmedizin ist zentrales Element seiner jetzigen und zukünftigen wissenschaftlichen Tätigkeit. Die Vision ist ein interdisziplinäres Leistungszentrum, das sich der exzellenten wissenschaftlichen Ausbildung und als Konsequenz der entsprechenden Forschungsqualität verpflichtet. „Das Leistungszentrum ermöglicht die Umsetzung von Karrieremodellen und vernetzt nationale und internationale Kontakte im Bereich von Universität und Industrie“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Gruber.

Quelle: Dental Tribune Austria

Foto: © MedUni Wien / Hirako
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