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Branchenmeldungen 10.06.2015

Was wir heute über künstlichen Zahnschmelz wissen

Was wir heute über künstlichen Zahnschmelz wissen

EINFÜHRUNG

Die Karieshäufigkeit ist dank Aufklärung und besserer Prophylaxemöglichkeiten, auch in Verbindung mit der Fluoridierung der Zahnoberflächen in den letzten Jahren, rückläufig. Zunehmend häufiger werden Zahnärzte stattdessen mit einem anderen Problem konfrontiert: der Erosion des Zahnschmelzes. Trotz der zunehmenden Relevanz wird dieser destruktiven Zahnveränderung immer noch zu wenig Beachtung von Seiten der Patienten geschenkt.

Unsere Zähne stellen ein natürliches Verbundmaterial dar, dessen Hauptkomponente Hydroxylapatit (Ca5(PO4)3(OH)) ist, ein kristallines Material, dessen Hauptanteile Calcium und Phosphat sind. Zwar ist der Zahnschmelz (ca. 98 % Hydroxylapatit) das härteste und stärkste körpereigene Material, jedoch konnen Säuren, wie sie jeden Tag unter anderem mit der Nahrung oder beim Trinken von Fruchtsäften, Limonaden und Energie-Drinks aufgenommen werden, aus dem Zahnschmelz Calcium und Phosphat herauslösen.

Dieser Säureangriff geht den Zähnen an die Zahnsubstanz und führt zu einem Verlust von Zahnschmelz (Erosion), da eine Remineralisierung aufgrund der geringen Calcium- und Phosphat-Konzentrationen im Speichel begrenzt ist. Fluoridhaltige Zahnpasten und Mundspullösungen können zwar vor weiterer Erosion durch Säuren schützen, verlorengegangene Zahnsubstanz können sie jedoch nicht wiederherstellen. Mit Hilfe von Fluoriden kann sich Hydroxylapatit in den härteren Fluorapatit (Ca5(PO4)3(F)) umwandeln. Damit entsteht ein kurzfristiger Schutz vor weiterer Erosion.

Ein langfristiger Nutzen im Sinne einer regenerativen Maßnahme (Neo-Mineralisation) besteht aber nicht. Für die Regeneration des Zahnschmelzes müssen daher entweder Bestandteile des Zahnschmelzes aus dem Speichel freigesetzt werden oder als synthetische, biokompatible Substanzen von außen zugeführt werden. Deshalb enthalt Biorepair Zink-Carbonat-Hydroxylapatit (s. Abbildung 2).

Die Ähnlichkeit des in Biorepair vorhandenen Zink-Carbonat-Hydroxylapatits mit Zahnschmelz und Dentin ist für dessen hohe Oberflächenaktivität verantwortlich und stellt eine technologische Innovation dar. Die Reparatur von Zahnschmelz und Dentin wird insbesondere durch die Haftfähigkeit des mikrokristallinen Zink-Carbonat-Hydroxylapatits an den säureinduzierten Erosionen bedingt.

So kann sowohl in vivo als auch in vitro gezeigt werden, dass mit zunehmender Einwirkzeit der Zink-Carbonat-Hydroxylapatit in Biorepair dichter auf der Zahnschmelz- oder Dentinoberfläche anhaftet.

Im Bereich des Dentins werden sogar die Kanälchen bedeckt und es kommt zu einem nachhaltigen Schutz dieser sensitiven Zone. Mit jeder Anwendung verstärkt sich die Neo-Mineralisation an der Zahnoberfläche.

 Abbildung 1: Zahnschmelzstruktur im Raster-Elektronen- mikroskop (REM) (Skala = 5 μm) . Wiedergabe mit freundli- cher Genehmigung von H . Lowestan und S . Weiner, „On Biomineralization“, Oxford University Press 1989  

 
Abbildung 2: Mikroskopisch kleine Biorepair Kristall- aggregate im TEM (Transmissions-Elektronenmikroskop – Skala 50 nm)


 Zahnschmelzoberfläche unter dem Elektronenmikroskop, 10.000-fach vergrößert (Labortest)


Lesen Sie im Rahmen unseres ZWP online-Themas „Was wir heute über künstlichen Zahnschmelz wissen“ wissenschaftliche Befunde in kompakter Form.

Quelle: Kompendium der Biorepair-Forschung

Ein ausführliches Literaturverzeichnis finden Sie hier.

Foto: © Kompendium der Biorepair-Forschung
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