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Branchenmeldungen 18.09.2018

Andauernder Ärger an der Schaffhauser Schulzahnklinik

Andauernder Ärger an der Schaffhauser Schulzahnklinik

Die Schulzahnklinik Schaffhausen steht seit Längerem in der Kritik. Anschuldigungen über fragwürdige Behandlungen, Zahnärzte, die Patienten abwerben, und der Rücktritt des langjährigen Klinikleiters prägen das Bild der letzten Monate.

Die Schulzahnklinik verantwortet die obligatorischen jährlichen zahnmedizinischen Untersuchungen des Kindergartens, der Primar- und der Orientierungsschule sowie der Sonderklassen. Bereits im vergangenen Jahr gab es Beschwerden über unangemessene Behandlungen, die angeblich nur dem Zweck der finanziellen Bereicherung dienten, wie die Schaffhauser Nachrichten berichteten. Insbesondere die inflationäre Verordnung von Myobrace, einer Spange gegen Schluckstörungen, wird von Kieferorthopäden als unangebracht bewertet. Vor allem, weil es dieser Therapie bis heute an wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit fehle.

Hinzu kam der Vorwurf, dass für die Schulzahnklinik in Teilzeit beschäftigte Zahnätzte Patienten für ihre Privatkliniken abwerben. So wurde eine interne Untersuchung anberaumt, die derzeit all diese mutmasslichen Ungereimtheiten prüft.

Inmitten der Unruhen gab im Frühjahr der Klinikleiter, der seit 25 Jahren die Leitung innehatte, seinen Rücktritt bekannt. Dass sein Entschluss etwas mit den Vorfällen zu tun habe, bestreitet er. Ein Nachfolger sei allerdings bereits gefunden, so toponline.ch. Ab November tritt der deutsche Zahnarzt Kurt Schnepper die Nachfolge an.

Foto: Ermolaev Alexandr – stock.adobe.com
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