Branchenmeldungen 26.06.2026
Zahnärztliche Kontrolltermine verlieren bei jungen Erwachsenen an Bedeutung
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Als Grundlage der Untersuchung dienten bundesweite Abrechnungsdaten gesetzlich versicherter Erwachsener ab 20 Jahren aus den Jahren 2015 bis 2024. Die Autoren analysierten, wie häufig die jährlichen zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen tatsächlich in Anspruch genommen werden und zeichnen damit erstmals ein langfristiges Bild des Vorsorgeverhaltens in Deutschland. Die Teilnahmequote lag im Jahr 2024 bei 64 Prozent. Mehr als ein Drittel der gesetzlich versicherten Erwachsenen nahm demnach keine Kontrolluntersuchung wahr. Besonders niedrig fielen die Werte bei den 20- bis 34-Jährigen aus. In dieser Altersgruppe erschien nur etwas mehr als jeder Zweite zu einem Vorsorgetermin.
Mit zunehmendem Alter steigt die Inanspruchnahme zunächst an und erreicht bei den 65- bis 74-Jährigen ihre höchsten Werte, bevor sie im höheren Lebensalter wieder zurückgeht. Die Autoren diskutieren in diesem Zusammenhang neben dem Präventionsverhalten auch mögliche gesundheitliche Einschränkungen oder Zugangsbarrieren.
Unterschiede zeigen sich zudem zwischen Männern und Frauen. Frauen nehmen Kontrolluntersuchungen über alle Altersgruppen hinweg häufiger wahr als Männer, der Abstand liegt bei knapp zehn Prozentpunkten. Daneben treten auch regionale Unterschiede zutage. Die höchsten Teilnahmequoten wurden in Sachsen registriert, während mehrere westdeutsche Bundesländer niedrigere Werte aufweisen.
Literatur
Krause L, Seeling S, Reitzle L. Inanspruchnahme zahnärztlicher Kontrolluntersuchungen in Deutschland – Prävalenzen und Trends auf Basis von GKV-Routinedaten. Bundesgesundheitsblatt, 2026. DOI: 10.1007/s00103-026-04253-3.