Anzeige
Branchenmeldungen 31.07.2018

Zahnprothese während Koma vergessen? Patient klagt

Zahnprothese während Koma vergessen? Patient klagt

Ein Mann aus Vorarlberg lag nach einem schweren Unfall im Koma. Während dieser Zeit habe er angeblich versehentlich einen Zahn seiner Prothese verschluckt, der dann zur Lunge gewandert sei. Nun klagt er gegen die Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG).

Herausnehmbare Zahnprothesen stellen für Komapatienten ein Risiko dar. Um zu vermeiden, dass der Patient Teile der Prothese verschluckt, wird sie in der Regel herausgenommen. Genau das sollen Spitalärzte versäumt haben, behauptet zumindest der Patient aus Vorarlberg. Entdeckt hatte man das Prothesenstück erst während seiner Rehabilitation, wie vol.at berichtet. Der Zahn konnte operativ entfernt werden.

Der Patient unterstellt den behandelnden Ärzten während seines Komas eine fehlerhafte Behandlung, die seiner Meinung nach zu einem längeren Genesungsprozess führte. Er verlangt von der KHBG Schmerzensgeld in Höhe von 30.000 Euro.

Der Zivilprozess soll nun klären, zu welchem Zeitpunkt der Mann die Prothese getragen hatte, um rekonstruieren zu können, wann er den Zahn verschluckt haben kann. Der Rechtsanwalt der Beklagten beantragt eine Klageabweisung.

Foto: sudok1 – stock.adobe.com
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige