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Branchenmeldungen 08.05.2017

Zehn Jahre Erfolgsgeschichte mit easy-graft

Zehn Jahre Erfolgsgeschichte mit easy-graft

Das alloplastische Knochenersatzmaterial easy-graft, welches unter der Marke GUIDOR vertrieben wird, feiert dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum. Die Redaktion sprach mit Barbara Friedrich, Sales Manager GUIDOR, über die Einführung und die Entwicklung der alloplastischen Knochenersatzmaterialien.

Frau Friedrich, das Material GUIDOR easy-graft wurde vor zehn Jahren auf den Markt gebracht. Was war zu diesem Zeitpunkt das Besondere an diesem Produkt?

Mit der Einführung des Produktes GUIDOR easy-graft im Jahr 2007 gelang ein Meilenstein in der Geschichte der Knochenregenerationsprodukte: Das erste aus der Spritze applizierbare, formbare, in situ härtende und trotzdem offenporige Material. Die Einfachheit der Anwendung wurde auch in zehn Jahren von keinem Konkurrenzprodukt erreicht. Dank dem Aushärten in Kontakt mit dem Blut des Patienten entsteht innerhalb von Minuten ein stabiler, individueller Block. Durch die hohe Porosität nimmt es Blut auf und bietet eine optimale Leitstruktur für das Gewebewachstum. Ich bin seit der Einführung mit dabei und kann mit Stolz sagen, dass wir GUIDOR easy-graft erfolgreich am Markt etabliert haben.

Worin sehen Sie den Erfolg von GUIDOR easy-graft begründet?

Der Erfolg unserer regenerativen Produkte ergibt sich aus den folgenden drei Grundprinzipien: Zum einen die Stabilität als Schlüsselprinzip für eine vorhersagbare Knochenregeneration. Zum anderen die optimierte Handhabung und zum Dritten die Herkunft des Materials. Die GUIDOR-Produkte sind zu 100 Prozent alloplastisch und enthalten keinerlei Substanzen tierischen oder humanen Ursprungs. GUIDOR easy-graft bietet auch eine gute Alternative zu autologen Knochen. Die Materialmenge ist nicht limitiert, es wird kein zweiter Eingriff benötigt und es tritt keine unvorhergesehene Resorption auf. Wir sind nun seit zehn Jahren am Markt und die Zahl der Anwender wächst stetig. Weiterhin bieten wir sehr viele unterstützende Materialien an, die dem Anwender bei seiner Arbeit helfen können. Unseren Indikationsleitfaden zum Thema Sinusbodenelevation haben wir pünktlich zur diesjährigen IDS vorgestellt. Weiterhin bieten wir Anwendern an, direkt mit Experten zu diskutieren. Dies realisieren wir bei Workshops mit limitierter Teilnehmerzahl. Wir stehen immer in engem Kontakt mit Experten und führen auch regelmäßig Round Tables durch, um Anregungen zu erhalten, wie wir unsere Produkte und Materialien noch weiter optimieren können.

Was sind die größten Vorteile von alloplastischen/synthetischen Substanzen wie zum Beispiel GUIDOR easy-graft oder GUIDOR matrix barrier?

Die alloplastischen Knochenersatzmaterialien bestehen aus Calciumphosphat, mit dem Ziel, dass sich im eingebrachten Material neuer Eigenknochen bilden kann oder das eingebrachte Material durch Eigenknochen ersetzt wird.

Zur Verbesserung der Handhabung haben wir Produkte entwickelt, die direkt aus der Spritze in den Defekt eingebracht und modelliert werden und in situ aushärten.

Das Produkt GUIDOR easy-graft CLASSIC besteht aus phasenreinem Beta-Tricalciumphosphat und wird im Köper vollständig resorbiert und durch Knochen ersetzt. Das biphasische Material im Produkt GUIDOR easy-graft CRYSTAL (40 % b-TCP und 60 % Hydroxylapatit) baut sich dagegen nur partiell ab.

Die GUIDOR matrix barrier besteht aus resorbierbaren Polymeren in einer mehrschichtigen Konstruktion. Durch die speziellen technischen Eigenschaften der Membran ist sie in der Lage, die Wunde zu stabilisieren, eine schnelle Integration von Bindegewebe zu unterstützen, und das epitheliale Wachstum zu hemmen. Somit werden die Weichgewebeintegration und die gesteuerte Geweberegeneration (GTR) und Knochenregeneration (GBR) ermöglicht.

Letztes Jahr haben Sie die GUIDOR matrix barrier wiedereingeführt. Was ist das Einzigartige an diesem Produkt?

Die GUIDOR matrix barrier war die erste entwickelte Membran, die nicht einfach aus einem bestehenden Material in der Zahnmedizin besteht, sondern von Grund auf designt wurde. Hierzu wurden folgende Kriterien festgelegt: Integration des Gewebes und Verhindern des Einwachsens von Epithelgewebe, Zellokklusion in den Bereich, der regeneriert werden soll, klinische Handhabbarkeit, Schaffung eines Raumes, in welchem eine gesteuerte Regeneration erfolgen kann, sowie Biokompatibilität und vollständige Degradation. Diese Anforderungen wurden mithilfe einer mehrschichtigen Membran gelöst. Die innere Schicht weist kleine Perforationen auf, die einen Flüssigkeitsaustausch erlauben, aber eben für sechs Wochen zellokklusiv sind. Die Membran lässt sich zuschneiden und optimal an den Zahnhals anpassen. Für die GTR ist eine resorbierbare Ligatur integriert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir uns mit den GUIDOR-Produkten auf spezielle Indikationen und Anwendungsbereiche fokussiert haben und auch weiterhin daran arbeiten, unseren Kundenwünschen gerecht zu werden und angepasste individualisierte Produktlösungen zu bieten.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Friedrich.

Foto: Sunstar
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