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Wissenschaft und Forschung 07.06.2018

Zahnarztangst begünstigt Risiko für Behandlungsfehler

Zahnarztangst begünstigt Risiko für Behandlungsfehler

Angst vor dem Zahnarzt geht in der Regel mit unkontrolliertem Schwitzen einher – und das ist ein Problem. Wie eine italienische Studie zeigt, kann der Behandler die Angst riechen und neigt zu Fehlern.

Auch wenn der menschliche Geruchssinn bei Weitem nicht so gut ausgeprägt ist wie der der meisten Tiere, spielt er dennoch in vielen Lebensbereichen wie etwa der Partnerwahl eine entscheidende Rolle – wenn auch gänzlich unbewusst. Krankheit, Dominanz, aber auch Angst werden wahrgenommen und lösen festgelegte Verhaltensweisen aus. Frühere Studien haben gezeigt, dass Angst beim Gegenüber Empathie und Mitgefühl hervorruft, wie RP online berichtet.

Eine aktuelle Studie der International School for Advanced Studies in Trieste untersuchte nun, wie sich der Geruch von Angstpatienten auf den behandelnden Zahnarzt auswirken könnte. 24 Zahnmedizinstudenten führten Behandlungen an jeweils zwei Puppen durch. Eine trug ein Shirt mit Angstschweiß, der aus einer Prüfungssituation herrührte, die andere eines aus einer lockeren Alltagssituation. Die Shirts wurden zuvor chemisch behandelt, um die Körpergerüche nicht mehr wahrnehmbar zu machen, so dailymail.co.uk.

Überraschenderweise machten die Zahnmedizinstudenten bei den Puppen mit den „Angstschweiß-Shirts“ signifikant mehr Fehler.

Nun muss herausgefunden werden, welche Prozesse bei den Studenten durch den Kontakt mit Angstschweiß abliefen und inwiefern auch versierte Zahnärzte durch den Körpergeruch beeinflusst werden.

Foto: rh2010 – stock.adobe.com
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