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Wissenschaft und Forschung 11.11.2019

Bruxismus: Messgerät für Hausgebrauch entwickelt

Bruxismus: Messgerät für Hausgebrauch entwickelt

Der Umgang mit Bruxismus besteht derzeit hauptsächlich aus dem Schutz der Zähne, deren Restauration sowie der Linderung von Schmerzen. Finnische Forscher haben nun ein Messgerät entwickelt, das dabei helfen soll, effektivere Methoden auf den Weg zu bringen.

Bis heute sind weder die Ursachen von Bruxismus vollends geklärt noch gibt es heilende Therapieformen. Auch was Schweregrad und Häufigkeit des Zähneknirschens anbelangt, können Mediziner meist nur anhand der Auswirkungen Vermutungen anstellen – zumindest bei Betroffenen von Schlafbruxismus. Messungen im Schlaflabor sind nicht nur teuer und aufwendig, sie haben zudem den Nachteil, dass hierbei eine unnatürliche Schlafsituation geschaffen wird. Das Risiko für verfälschte Ergebnisse ist damit deutlich höher.

Verlässliche Aktivitätsaufzeichnungen der Kaumuskulatur von zu Hause wären daher vorzuziehen. Dank einer Entwicklung von Forschern der University of Eastern Finland (UEF) sei dies nun auch in die Praxis umsetzbar. Sie haben auf Grundlage eines selbst entwickelten Notfall-EEG-Sets ein Elektrodenset hervorgebracht, das problemlos von Patienten benutzt werden kann.

In ihrer im Sleep and Breathing veröffentlichten Studie testeten sie die Messgenauigkeit und verglichen diese mit herkömmlicher Polysomnografie (PSG) und anderen bioelektrischen Messungen. In 90 Prozent der Fälle waren die heimischen Aufzeichnungen gut und ähnlich präzise wie die der PSG.

Das Forscherteam hofft, mit den daraus resultierenden Messergebnissen der Patienten langfristig wirksamere Behandlungsmethoden herbeizuführen.

Foto: Andrey Popov – stock.adobe.com

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