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Wissenschaft und Forschung 23.04.2019

Wie dauerhafter Stress auch an Zähnen und Zahnfleisch nagt

Wie dauerhafter Stress auch an Zähnen und Zahnfleisch nagt

Die negativen Auswirkungen von Stress auf den Organismus sind vielschichtig, so bleibt auch die Mundgesundheit davon nicht unberührt. Wie eine kanadische Studie nun belegt, ist Bruxismus zwar die bekannteste, aber längst nicht die einzige Folge.

Stress – insbesondere berufsbedingt ausgelöst – ist ein zunehmendes gesellschaftliches Problem. Allein der Anstieg der verschriebenen Aufbissschienen in den letzten Jahren belegt, dass dieser auch für die Mundgesundheit eine zusätzliche Belastung darstellt. Im jüngsten Report der Nova Scotia Dental Association (NSDA) aus Kanada stimmten 85 Prozent der Befragten zu, dass mentale Befindlichkeiten mit oraler Gesundheit in Verbindung stehen.

Dem Report zufolge war in den vergangenen fünf bis zehn Jahren Bruxismus mit 37 Prozent die häufigste stressbedingte Folge. Aber auch Karies wurde signifikant oft mit Stress assoziiert (29 Prozent). Orale Wunden, Kieferschmerzen sowie Xerostomie wurden ebenfalls mit Stress in Verbindung gebracht. Letztgenanntes sei häufig ein Nebeneffekt bestimmter stressreduzierender Medikamente. Der Mangel an Speichel begünstigt zusätzlich die Entwicklung von Infektionen, Parodontitis und Karies.

Die NSDA erklärt, dass Stress zudem häufig in Kombination mit einer ungesünderen Lebensweise steht. Sprich, Menschen ändern bei mentaler Belastung ihr Verhalten, neigen zu vermehrtem Tabak- und Alkoholkonsum sowie zuckerhaltigen Lebensmitteln oder vernachlässigen sogar ihre Mundhygiene.

Foto: nelen.ru – stock.adobe.com

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