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Wissenschaft und Forschung 23.03.2020

Infektionsweg: Coronavirus auf Oberflächen drei Tage intakt

Infektionsweg: Coronavirus auf Oberflächen drei Tage intakt

Das Coronavirus eindämmen, heißt auch, zu verstehen, über welche Wege es weitergegeben wird. Daran arbeiten Forscher mit Hochdruck und konnten bereits zeigen, dass es auf einigen Oberflächen bis zu 72 Stunden intakt bleibt.

Die als Vorabdruck im medRxiv veröffentlichte Untersuchung US-amerikanischer Forscher des National Institutes of Health in Hamilton zeigt, dass sich die Viruspartikel auf einigen Oberflächen wohler fühlen als auf anderen und dort erstaunlich lange „überleben“.

Während Viruspartikel in der Luft durch UV-Strahlung, Wärme usw. innerhalb weniger Stunden zerfallen, können bestimmte Materialien die Lebensdauer der Viren verlängern. Ganz hoch im Kurs sind Edelstahl und Kunststoff. Dort konnten die Forscher eine Überlebensdauer von bis zu drei Tagen ermitteln. Damit sind Oberflächen wie Handyhüllen, sämtliche Verpackungen, Oberflächen in öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch diverse Krankenhausausrüstung potenzielle Überträger.

Auf Kartonverpackungen hingegen blieben die Partikel nicht länger als 24 Stunden intakt. Am ungünstigsten scheinen die Bedingungen für das Virus auf Oberflächen aus Kupfer. Mehr als vier Stunden konnten sie nicht überdauern.

Mit dem Wissen zur Überlebensdauer des Coronavirus tritt erneut das Thema Hygiene, Desinfektion und Social Distancing in den Vordergrund. Wie Forscher der Universitäten Greifswald und Bochum nachweisen konnten, lassen sich die Viren mithilfe eines Reinigungsmittels auf Alkohol- und Wasserstoffperoxidbasis gut bekämpfen. So lässt sich die Zahl der Partikel durch Oberflächenreinigung innerhalb einer Minute von einer Million auf 100 Stück reduzieren. Die dazugehörige Studie ist im Journal of Hospital Infection erschienen.

Foto Teaserbild: frank29052515 – stock.adobe.com

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