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Wissenschaft und Forschung 03.09.2019

Nieren- und Leberschäden: Studie entfacht Fluorid-Diskussion neu

Nieren- und Leberschäden: Studie entfacht Fluorid-Diskussion neu

Fluorid gilt als das Mittel der Wahl, wenn es um Kariesprophylaxe geht, und ist wie kaum ein anderer Stoff in zahlreichen Studien auf seine Verträglichkeit untersucht worden. Eine aktuelle Untersuchung aus den USA kratzt aber nun erneut am guten Image.

Laut der Forscher der Mount Sinai Medical School in New York kann Fluorid zu einer Verringerung der Nieren- und Leberfunktion bei Jugendlichen führen. Dazu untersuchten sie Blutproben von knapp 2.000 Jugendlichen sowie die Fluoridkonzentration im Leitungswasser von über 1.700 Haushalten, in denen die Jugendlichen lebten. In den USA ist es vielerorts üblich, dass das Leitungswasser zur Kariesprophylaxe mit Fluorid versetzt wird.

Die Studie, die im Enviroment International veröffentlicht wurde, empfiehlt demnach eine vermehrte Berücksichtigung der Leber- und Nierenfunktion von Jugendlichen bei der Erstellung von Leitlinien zum Thema Fluorid. Die Forscher sagen in ihrem Fazit aber auch, dass weitere Studien erforderlich sind, um die genauen Zusammenhänge und Kausalitäten zu verstehen.

Hinweis der Redaktion: Diese Diskussion wird aktuell in den US-amerikanischen Medien geführt. In Deutschland ist es nicht üblich, Leitungswasser mit Fluorid zu versetzen. Demnach besteht auch keine Gefahr.

Foto: Elena Abrazhevich – stock.adobe.com

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