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Wissenschaft und Forschung 02.10.2019

Training: Mundspülung mindert positive Wirkung nach dem Sport

Training: Mundspülung mindert positive Wirkung nach dem Sport

Eine neue Studie liefert frischen Diskussionsstoff: Antibakterielle Mundspülungen rücken nicht nur schlechten Bakterien zu Leibe. Sie schädigen auch die „guten Helfer“ in der Mundflora – die wiederum Einfluss auf den Blutdruck haben. Diese neuen Erkenntnisse wurden kürzlich von einem Forscherteam der University of Plymouth und dem Center of Genomic Regulation in der Fachzeitschrift Free Radical Biology and Medicine präsentiert. 

Wie die Wissenschaftler berichten, konnte im Rahmen eines Experimentes mit 23 Probanden nachgewiesen werden, dass die Anwendung einer antibakteriellen Mundspülung den Effekt, die Senkung des Blutdrucks, stark vermindert. Ein Teil der Studienteilnehmer musste nach einer intensiven Sporteinheit den Mund mit einer regulären Spüllösung ausspülen, während sich ein anderer Teil den Mund lediglich mit einem Placebo-Wässerchen mit Minzgeschmack spülte. Vor bzw. nach der Trainingseinheit wurden den Teilnehmern Blut- und Speichelproben abgenommen sowie Blutdruck gemessen. 

Während sich bei den „Placebo-Mundspülern“ der Blutdruck um 5,2 mmHg senkte, konnte bei den Probanden mit der antibaktierellen Mundspüllösung ein um lediglich 2,0 mmHg verminderten Blutdruck nachgewiesen werden. Darüber hinaus blieb der Blutdruck der Placebo-Gruppe auch wenige Stunden später noch niedrig, hingegen keinerlei Blutdruckminderung bei der anderen Gruppe mehr messbar war.

Foto Teaserbild (Symbolbild): JoyImage – stock.adobe.com

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