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Wissenschaft und Forschung 20.09.2018

Zahnverlust im Alter kann zu Schlafstörungen führen

Zahnverlust im Alter kann zu Schlafstörungen führen

Chronischer Schlafmangel erhöht unter anderem das Risiko für Herzinfarkt oder an Alzheimer zu erkranken. Ob Schlaflosigkeit mit der Anzahl der Zähne in Zusammenhang gebracht werden kann, haben nun japanische Forscher untersucht.

„Gesunder Schlaf“ schafft nicht nur gute Voraussetzungen für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Viele Studien belegten in der Vergangenheit, dass sich im Schlaf der gesamte Organismus regeneriert, das Immunsystem gestärkt und vielen Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes, präventiv entgegengewirkt wird.

Japanische Forscher der Tohoku University in Sendai fanden heraus, dass Schlafstörungen auch in Abhängigkeit mit Zahnverlust stehen – und damit insbesondere bei älteren Menschen eine Rolle spielt. Die im Sleep Medicine Journal veröffentlichte Studie untersuchte mehr als 23.000 Senioren mit einem durchschnittlichen Alter von 74 Jahren.

Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen mit weniger als zehn Zähnen abweichende Nachtruhezeiten aufweisen. Sie schlafen entweder mit ca. vier Stunden zu wenig oder aber länger als die empfohlenen sieben Stunden. Die Forscher gehen davon aus, dass das Fehlen der Zähne Einfluss auf die Zungen- und Kieferposition hat und somit Unregelmäßigkeiten in der Atmung hervorruft. Damit erhöhe sich das Risiko für Schlafapnoe, wie dailymail.co.uk berichtet.

Die Studie unterstreicht einmal mehr die Bedeutung einer guten Mundgesundheit im Alter.

Foto: 9dreamstudio – stock.adobe.com
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