Businessnews 02.03.2020

Zeramex Digital Solutions – Teil 1: Kompetenz aus einer Hand

Zeramex Digital Solutions – Teil 1: Kompetenz aus einer Hand

Dentalpoint mit der Marke Zeramex hat letztes Jahr das neue Kompetenzzentrum für digitale Lösungen Zeramex Digital Solutions eröffnet. Adrian Hunn, CEO Dentalpoint AG (Zeramex), gibt im Gespräch spannende Einblicke in das innovative Konzept.

Herr Hunn, es gibt bestimmt Anwender, Zahntechniker und Zahnärzte, die noch nicht von dem neuen Kompetenzzentrum gehört haben. Können Sie erklären, um was für ein Kompetenzzentrum es sich genau handelt und wie der Kunde davon profitieren kann?

Anhand der bereits sehr großen Nachfrage kann ich mir gar nicht vorstellen, dass erst wenige Anwender davon gehört haben (lacht). Zeramex Digital Solutions war ursprünglich gar nicht als komplettes Kompetenzzentrum geplant. Es entstand mehr mit der Entwicklung eines neuen Produkts. Wir kamen dann aber rasch auf die Idee, hier etwas Kompletteres inklusive Beratung aufzubauen. Der Markt verlangt neue Lösungen im Bereich des digitalen Workflows. So war es logischerweise auch die Aufgabe der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Zeramex, für unsere zweiteiligen und 100 Prozent metallfreien Systeme neue Wege, Ansätze und schließlich Lösungen zu finden, um auch diese Nachfrage abdecken zu können. Und da hat unsere Abteilung in den letzten zwei Jahren großartige Arbeit geleistet.

Präzise und schnelle Ergebnisse liefert das neue Konzept © Dentalpoint AG

Wir sind nun mit dem neuen Kompetenzzentrum Zeramex Digital Solutions imstande, voll individualisierte Lösungen anzubieten – und dies 100 Prozent metallfrei. Das heißt, der Kunde hat die Möglichkeit, mittels sicherem Datenaustausch digitale Daten an unser Kompetenzzentrum zu schicken, um dann bei uns zum Beispiel ein individualisiertes Abutment in Auftrag zu geben. Aber hier geht noch mehr. Das Portfolio umfasst voll individualisierte Abutments, einteilige monolithische Kronen, individuell hergestellte Kronen mit und ohne Schraubenloch für Zerabase Abutments, und das alles in höchster Präzision. Egal, ob für Seitenzahn- oder Frontzahnversorgungen, es gibt für alles die perfekte Lösung. Zudem kann der Kunde wählen, ob er Kronen gleich gefärbt und glasiert (Stain & Glaze) bestellen möchte.

Weiter wird auf Wunsch ein 3D-Druckmodell gefertigt, damit der Anwender die Versorgung vor dem Einsetzen überprüfen und dem Patienten an einem Modell zeigen kann. Besonderes Highlight ist die Versorgung mittels einteiliger monolithischer Krone inklusive Implantatverbindung. Das heißt, dass auf Basis der gelieferten Daten eine Versorgung aus einem einzelnen Werkstück ohne Klebespalt hergestellt werden kann, was in der metallfreien Implantologie eine absolute Neuheit ist. Natürlich wird bei jeder Bestellung gleich die dazugehörige notwendige 100 Prozent metallfreie Vicarbo Schraube mitgeliefert.

ZTM Peter Hölldampf, Laborleiter Geiger Dentaltechnik GmbH, arbeitet eng mit dem Unternehmen zusammen © Dentalpoint AG

Spätestens eine Woche nach Bestellung erhält der Kunde die von ihm in Auftrag gegebene Versorgung per Post zugeschickt und kann sie dann direkt final beim Endkunden, dem Patienten, einsetzen oder nach Prüfung an den Überweiser übergeben. Neben der direkten Umsetzung der Aufträge bietet unser Kompetenzzentrum auch Beratung im Bereich der Datenaufbereitung sowie der Wahl des richtigen Produkts für die jeweils ganz individuellen Wünsche des Kunden an. Auf unserer Website www.zeramex.com  wurde dazu ein eigener Bereich eingerichtet, wo der Anwender eine kurze Videoerklärung und weitere Beschreibungen finden kann. Darüber hinaus hat er die Möglichkeit, das Bestellformular von Zeramex Digital Solutions herunterzuladen und mittels Link die STL-Daten zu übermitteln. Und wie wir erfreut feststellen durften, funktioniert der Ablauf hervorragend.

Es sind nun bereits einige Monate vergangen seit der Lancierung von Zeramex Digital Solutions. Wie fand das neue Kompetenzzentrum Anklang beim Anwender und wie groß ist die Nachfrage?

Wie schon erwähnt, der Ablauf einer Bestellung ist sehr einfach, unkompliziert und funktioniert daher sehr gut, sodass seit Beginn im Bestellverfahren nur geringfügige Änderungen notwendig waren. Die Einfachheit für den Kunden, hier eine „hochstehende“ der Gingivasituation angepasste individuelle und vor allem metallfreie Lösung zu bekommen, löste ein sehr positives Feedback aus. Zusammen mit der Tatsache, dass die Nachfrage nach digitalen Lösungen am Markt ohnehin schon sehr hoch ist, sind wir besser gestartet als wir erwartet haben. Kunden und Anwender, mit denen wir schon seit Jahren eng zusammenarbeiten, wussten natürlich von unserem Vorhaben und wurden schon frühzeitig in Produkt- und Prozessoptimierungen eingebunden. Sie haben uns in diesem Projekt nicht nur unterstützt, sondern auch bestätigt, dass das neue Kompetenzzentrum mit ziemlicher Sicherheit auf eine große Nachfrage stoßen wird.

Dementsprechend haben wir uns vor der Einführung gut vorbereitet, sodass wir beim Startschuss voll lieferbereit waren und unsere Kunden entsprechend ihrer Wünsche bedienen konnten. Es folgte eine Reihe sehr positiver Feedbacks. Das freut uns natürlich sehr. Da digitale Workflows wohl noch lange nicht überall als Standardverfahren eingebunden sind, stellt sich sicherlich bei vielen Anwendern die Frage, wie zuverlässig die Produkte sind.

Wie war da das Feedback der Kunden?

Da kann ich gleich ansetzen. Es folgten direkt nach Auslieferung der ersten Bestellungen sehr positive Feedbacks. Die Kunden waren, neben der Einfachheit der Abwicklung, von den präzise hergestellten Endprodukten begeistert. Für viele Anwender ist es eine enorme Erleichterung, wenn sie die gescannten Daten einschicken können und wenig später bereits die fertige Arbeit ins Labor geliefert bekommen. Wir haben bereits jetzt Anwender, die regelmäßig vom neuen Kompetenzzentrum profitieren und fast täglich bestellen. Das macht uns natürlich große Freude. Zum einen, dass wir ein Kundenbedürfnis schon nach wenigen Monaten so bedienen und abdecken können, und zum anderen, dass es auch so reibungslos funktioniert. Das stimmt uns für die Zukunft sehr positiv.

Das Wort Zukunft passt gut zur nächsten Frage, Herr Hunn. Bietet der digitale Workflow bei Dentalpoint (Zeramex) in Zukunft noch mehr Möglichkeiten? Arbeitet man bei der Abteilung Zeramex Digital Solutions bereits an Weiterentwicklungen und wenn ja, wie sehen die aus?

Ich ging davon aus, dass ich diese Frage beantworten soll (lacht). Natürlich erreichten uns diesbezüglich auch bereits Wünsche und Anfragen von Kunden. Wünsche, die wir selbstverständlich aufnehmen und in der Abteilung bereits intensiv bearbeiten. Es ist und soll unsere Aufgabe sein, das Bedürfnis des Anwenders zu erkennen, wahrzunehmen und befriedigen zu können. In der Tat gibt es Produkterweiterungen, die bereits in der Entwicklung zum Teil auch schon fast abgeschlossensind. Das Kompetenzzentrum wird in naher Zukunft die Anwender also sicher mit Neuheiten und Erweiterungen bedienen können. Um was es sich genau handelt, kann ich Ihnen natürlich noch nicht verraten. Wir arbeiten da eng mit unseren langjährigen Partnern zusammen, um die neuen Produkte dem Kundenwunsch entsprechend zu lancieren. Neben dem Produkt sind auch die Lieferzeiten ein Thema. Wir arbeiten bereits intensiv daran, dem Kunden baldmöglichst schnellere Lieferzeiten anbieten zu können. Ziel ist es, dass Produkte von Zeramex Digital Solutions zukünftig innerhalb von zwei Tagen beim Kunden sind.

Herr Hunn, wie wird sich der Markt in Bezug auf digitale Workflows entwickeln?

Ich bin überzeugt, dass wir hier erst am Anfang stehen. Die Digitalisierung bringt so viele Möglichkeiten mit sich, von dem die Patienten profitieren können, und das ist und soll das einzige Ziel unserer Branche sein. Es ist unser Anspruch, dem Patienten die besten und für ihn individuell angepassten Lösungen anbieten zu können.

Vielen Dank für das interessante Gespräch, Herr Hunn.

In einem weiteren Teil, welcher in der nächsten Ausgabe des Implantologie Journals 4/20 erscheint, werden von dem erfahrenen ZTM Peter Hölldampf, Laborleiter Geiger Dentaltechnik GmbH, weitere technische Daten thematisiert und der Fertigungsprozess näher beschrieben.

Quelle: Dentalpoint AG – Zeramex

Foto Teaserbild: Dentalpoint AG – Zeramex

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