Praxishygiene 06.07.2026
Hygiene kostet Geld. Schlechte Hygiene kostet richtig Geld!
Praxisbegehungen nehmen spürbar zu – und sie zeigen schnell, ob Hygienemanagement wirklich funktioniert oder nur „irgendwie mitläuft“. Besonders teuer wird es, wenn Praxen erst kurz vor der Begehung beginnen, Prozesse, Validierungen, Freigaben und Dokumentationen aufzuräumen. Dann stehen Behandlungszeit, Teamressourcen und Nerven auf dem Spiel.
Drei typische Fehler kosten besonders viel Geld:
- Fehlerhafte Aufbereitung von Medizinprodukten.
Ein Klassiker: Herstellerangaben nach DIN EN ISO 17664 sind nicht bekannt oder werden nicht beachtet. Das gefährdet nicht nur die Begehungssicherheit, sondern kann Instrumente beschädigen oder zerstören – und Ersatz wird teuer. Besonders bei Übertragungsinstrumenten reicht „haben wir immer so gemacht“ nicht aus. - Validierungsberichte fehlen oder Fristen sind überschritten.
Wartung ist nicht Validierung. Validierungsberichte, Beladungsmuster, Freigaben und Fristen müssen aktiv überwacht werden. Wer hat das in der Praxis wirklich im Blick? - Freigabe und Testsysteme sind lückenhaft.
Immer wieder kritisch: fehlgeschlagene Datenübertragung am PC, unklare Zuständigkeiten, fehlende Sichtkontrolle, unvollständige Chargendokumentation oder keine geeigneten Testsysteme, um den Aufbereitungsprozess objektiv zu beurteilen.
Profi-Tipps für mehr Sicherheit:
- Herstellerangaben zentral ablegen und teamfähig schulen.
- Validierungsfristen mit festen Verantwortlichkeiten im QM-Kalender führen.
- Kontrollsysteme konsequent einsetzen.
Wer Prozesse täglich sauber lebt, vermeidet Feuerwehraktionen, Praxisausfall und Begehungsstress.
Der Online-Kurs „Hygienemanagement, das wirklich funktioniert“ der Dentability Akademie × Stericop zeigt reale Abläufe im Steri und Praxisalltag – mit Harald Kretschmann und Jennifer Wetendorf. Praxisnah, begehungssicher und sofort umsetzbar.
Nie wieder Hygienepanik!