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Statements 14.02.2017

Atramat® – Nahtmaterial mit außerordentlichem Qualitätsanspruch

Atramat® – Nahtmaterial mit außerordentlichem Qualitätsanspruch

Herr von Mohr, Sie sind Inhaber und leitender Manager von Internacional Farmacéutica, einem in Mexiko angesiedelten Familienunternehmen, welches sich hauptsächlich auf die Herstellung von medizinischem Nahtmaterial spezialisiert hat. Können Sie bitte Ihr Unternehmen kurz vorstellen?

Wir produzieren seit 1969 chirurgisches Nahtmaterial in Mexiko, haben also eine 45-jährige Firmengeschichte und somit eine über vier Jahrzehnte währende Erfahrung auf diesem Gebiet. Mein Vater gründete das Unternehmen in Mexiko-Stadt in einem kleinen Appartment, in dem er in seinem Badezimmer die ersten Catgut Nahtmaterialien herstellte. Das Unternehmen wuchs in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts sehr schnell und bereits im Jahre 1971 wurde die erste Produktionsstätte im Zentrum von Mexiko-Stadt eröffnet.

Welche Gedanken und Ziele verknüpfen Sie mit Ihrem Unternehmen bzw. wofür stehen Sie?

Wir stehen für höchste Qualität unserer Produkte sowie aller verwendeter Rohstoffe, geprüft durch strenge internationale Standards und bewährt im weltweiten täglichen Einsatz durch Ärzte, die ihr Vertrauen in uns setzen. Wir wollen mit unserer täglichen Arbeit unserer Verantwortung allen Patienten gegenüber gerecht werden, denn sie haben es verdient, dass wir unsere größten Anstrengungen und unsere höchste Aufmerksamkeit in die Sicherheit unserer medizinischen Produkte investieren. Deshalb unterziehen wir 100 Prozent unserer Erzeugnisse der Qualitätskontrolle und verlassen uns nicht auf randomisierte Stichproben. Aber wir stehen auch für unsere Mitarbeiter, unsere Vertriebspartner und unsere Allianzen in aller Welt, deren Willen es ist, Dinge besser zu machen sowie uns und unsere Produkte stetig voranzubringen. Das alles ist es, was uns antreibt, für das wir forschen und Innovationen entwickeln.

Sie sprechen ein hervorragendes und vollkommen akzentfreies Deutsch, wo haben Sie so gut die deutsche Sprache gelernt?

Die Familie meines Großvaters stammt aus der Schweiz, so war Deutsch für uns immer wie eine zweite Muttersprache.

Wie kommt es, dass – obwohl Sie der viertgrößte Hersteller von chirurgischem Nahtmaterial in der Welt sind – Atramat® in Deutschland weitgehend unbekannt ist?

Wenn Sie unsere geostrategische Lage betrachten, wird klar, dass der lateinamerikanische Markt über all die Jahre nicht nur unsere Heimat, sondern auch die Geburtsstätte unseres Erfolges war und ist. Somit ist Lateinamerika in der Vergangenheit auch unser Hauptfokus im Vertrieb gewesen und hat uns zum größten Anbieter Südamerikas und zum viertgrößten Hersteller für chirurgisches Nahtmaterial in der Welt werden lassen. Aber das ist ein Erfolg von gestern, der Vergangenheit. Heute leben wir in einer globalisierten Welt und es ist unser Anspruch, diese Wettbewerbsposition in der Zukunft nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen. Und somit ist es nur konsequent, unsere Produkte auch auf dem europäischen Markt zu positionieren. Hierbei steht insbesondere Deutschland in unserem zentralen Fokus, denn nur wer in Deutschland erfolgreich ist, kann auch in Europa erfolgreich sein. Deutschland ist in der Medizin weltweit anerkanntermaßen führend, ein innovativer und extrem qualitätsorientierter Markt und insoweit ist es für unser Unternehmen von höchster Bedeutung, unsere Europastrategie auf die Reputation des deutschen Marktes zu stellen.

Sie haben es angesprochen, dem Faktor „Qualität“ wird in Deutschland in allen Bereichen der Wirtschaft und Medizin eine herausragende Bedeutung beigemessen. Wie wollen Sie es erreichen – und bitte entschuldigen Sie diese möglicherweise etwas provokative Frage – mit einem Produkt aus Mexiko die hierzulande gegebenen qualitativen Ansprüche zu erfüllen?

(lacht) Da gibt es nichts zu entschuldigen, Sie haben vollkommen recht. Lateinamerika und insbesondere auch Mexiko sind keine Vorreiter in Qualitätsfragen und geraten aufgrund der politischen Situation auch immer wieder in die Negativschlagzeilen. Aber es gibt auch das andere Mexiko, das Mexiko, welches seit Jahrzehnten zum Beispiel für Volkswagen Automobile von höchster Qualität baut. Und nicht zuletzt durch die Schweizer Herkunft meiner Familie bedingt hat dieselbe Qualitätsorientierung auch immer unser Unternehmen definiert. So ist im Laufe der letzten 45 Jahre nicht nur ein sehr erfolgreiches, sondern auch ein sehr qualitätsbewusstes Unternehmen entstanden: alle verwendeten Maschinen und Technologien stammen aus Deutschland, zudem beziehen wir unseren Premium-Nadelstahl aus deutscher Herstellung. Die Fäden selbst erhalten wir von Premiumanbietern in Korea und Deutschland, von denen auch alle anderen namhaften Wettbewerber ihr Rohmaterial beziehen. Diese Orientierung an hoher Qualität in der Zulieferung der Rohstoffe sowie deren Verarbeitung durch ein engagiertes und optimal aufeinander eingespieltes Team von Ingenieuren und Fachkräften ergibt ein Produkt, auf das wir stolz sein können.

Herr von Mohr, Ihr Slogan lautet „innovate in medical devices“. Was sind Ihre neuesten Innovationen?

Diese Frage freut mich besonders, denn wir haben vor Kurzem mit der AtraGlide® Nadel eine innovative Nadelgeneration auf den Markt gebracht, die optimales Design und innovative Beschichtungstechnologie zu einer herausragenden Performance vereinigt. Gefertigt aus einer verbesserten Legierung chirurgischen Edelstahls (Austenit 300plus Serie) ist eine vollkommen neue und wegweisende Nadelgeneration entstanden. AtraGlide® besitzt eine modifizierte und extrem schlanke diamantförmige Spitze mit vier mikrogeschärften Schneidekanten, die einen einfachen und schonenden Eintritt in das Gewebe ermöglichen. Ihre ultraglatten Schneiden sind von höchster Oberflächengüte, expandieren hinter der Nadelspitze nach außen und maximieren somit die Penetrationfähigkeit durch das Gewebe. Im weiteren Verlauf ziehen sich die Schneidekanten wieder nach innen zusammen und verschwinden übergangslos im Nadelkörper. Die somit erzeugte Nadelgeometrie sowie die spezielle thermische Beschichtung reduziert das Gewebstrauma in effektiver Weise und perfektioniert die chirurgische Kontrolle der Nadelführung.

Wie beabsichtigen Sie, den Vertrieb in Deutschland zu gestalten?

Zunächst einmal muss es unser Ziel sein, uns und unsere Philosophie dem deutschen Markt vorzustellen und es den deutschen Ärzten zu ermöglichen, unsere Produkte einzusetzen, um sich selbst von ihrer Qualität überzeugen zu können. Gleichzeitig müssen wir natürlich Vertriebsstrukturen entwickeln, die sich aber an der Kenntnis des Marktes in Deutschland orientieren müssen. Dafür arbeiten wir exklusiv mit einem deutschen Vertriebspartner, der mednaht GmbH, zusammen, die im Führungsboard nicht nur betriebswirtschaftlich organisiert ist, sondern zudem unter ärztlicher Leitung steht. Somit hat der Endkunde immer einen fachkompetenten Kontakt von Arzt zu Arzt, um medizinische Detailfragen sicher klären zu können. Und wir erhalten durch diese direkte Rückkoppelung wertvolle Informationen über die Bedürfnisse der chirurgischen Anwender und somit der Patienten. Optimale Kundenbetreuung und schnelle zuverlässige Lieferung sind die Maxime, die wir an uns und unsere Vertriebspartner stellen.

Wie würden Sie Ihre Zielgruppen definieren?

Unsere Zielgruppen sind sowohl die großen Krankenhausverbunde als auch private chirurgische Zentren; hierbei
sind wir insbesondere spezialisiert auf die zentralen Fachrichtungen der Kardiologie, der Allgemeinchirurgie, der Urologie und der plastischen Chirurgie. Aber auch Spezialitäten wie die ophthalmologische Chirurgie und die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie wollen wir fachkompetent versorgen.

Was sind Ihre Marketingstrategien?

Marketing im medizinischen Bereich muss immer die Balance finden zwischen der Erzeugung von Aufmerksamkeit und der Wahrung von Seriosität. Natürlich geht es uns als Wirtschaftsunternehmen in erster Linie darum, unser Produkt zu platzieren, aber dies muss in der Medizin in meiner Auffassung immer im ethischen Kontext zur Heilbehandlung der Patienten stehen. Vertrauen ist hierbei die wertvollste Basis für eine langjährige und effiziente Zusammenarbeit und genau dieses Vertrauen müssen und wollen wir uns erarbeiten. Denn: Wundverschluss ist Vertrauenssache!

Wir danken für das Gespräch und wünschen Ihnen eine gute Rückreise nach Mexico.

Auch ich darf Ihnen für Ihr Interesse Dank sagen und freue mich auf unsere weiteren Aufgaben in Deutschland.

Foto: © mednaht
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