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Statements 08.05.2014

„Endodontie“ – immer wieder das ewige Hin und Her!

„Endodontie“ – immer wieder das ewige Hin und Her!

In Zeiten, in denen die Implantologie als schnell und sehr erfolgreich gilt, scheint bisweilen der Eindruck zu entstehen, dass das Implantat der „bessere Zahn“ sein könnte. Im Artikel von Dr. Nischwitz können wir lesen: „Die Therapie mit Zirkonoxid-Implantaten ist deutlich schneller und schmerzfreier als eine Wurzelbehandlung. Hinzu kommt, dass die Prognose von Implantaten deutlich höher ist als die von wurzelbehandelten Zähnen.“ Kein Wunder also, dass endodontische Behandlungen immer noch als schmerzhaft und langwierig eingestuft werden.

Auch die Fortführung der Diskussion um den Zustand des Zahnes nach Wurzelkanalbehandlung „Wurzelkanalbehandelte Zähne sind tote Zähne“, die wir seit dem 19. Jahrhundert in schöner Regelmäßigkeit führen und die in diesem Beitrag in eindeutigen Extraktionsempfehlungen ausufern, sind in der heutigen Zeit mehr als bemerkenswert. Es würde den Rahmen sprengen, dies alles zu kommentieren. Der Begriff „Der tote Zahn“ eignet sich nicht für eine professionelle Betrachtung des Sachverhalts, sondern trägt auf populistische Art und Weise zur Verunsicherung unserer Patienten bei.

Bisweilen zwängt sich die ketzerische Frage auf, wie viel Leben denn in einem Implantat steckt. Die in diesem Beitrag ausgesprochenen Empfehlungen sind haltlos, da die zitierten Literaturstellen sich in der Regel mit der Analyse endodontischer Misserfolge beschäftigen, die in einer lege artis durchgeführten Zahnmedizin ohnehin eine Weiterbehandlung benötigen, die sicher nicht unweigerlich die Extraktion bedeutet. Betrachtet man die Entwicklungen und Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen, so ist die Art der Herangehensweise dieser Ausführungen im Sinne einer evidenzbasierten, interdisziplinären Zahnmedizin zum Wohle unserer Patienten im 21. Jahrhundert nicht mehr akzeptabel. Ich muss eigentlich nicht betonen, dass endodontische Behandlungen heute mit ähnlich hohen Erfolgsraten aufwarten können. Auch die pauschale Behauptung, dass der wurzelkanalbehandelte Zahn ein Risiko für den Gesamtorganismus darstellt, lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Die Endodontie ist heute mehr als nur ein Versuch, den Zahn langfristig zu erhalten!

„Erhalte Deinen Zahn!“ – so das Motto der im Oktober 2013 in Marburg durchgeführten 1. Gemeinschaftstagung der DGZ und der DGET mit der DGPZM und DGR2Z. Lassen Sie uns genau an diesem Punkt weitermachen – für den Erhalt des natürlichen Zahnes, mit allen Möglichkeiten, die eine wissenschaftlich fundierte Zahnerhaltung bietet. Daher möchte ich es nicht versäumen, Sie schon heute auf die kommende Jahrestagung der DGET vom 30. Oktober bis 1. November 2014 in Hamburg aufmerksam zu machen.

Foto: © fotovika - Fotolia.com
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Die Wurzel allen Übels?

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Branchenmeldungen 25.03.2014
Wurzelbehandelte Zähne sind ein Störfaktor im menschlichen Körper. Viele Patienten leiden jahrelang unter den verschiedensten Symptomen. Um den wurzelbehandelten Zahn zu ersetzen, haben sich Zirkonoxid-Implantate als optimale Lösung erwiesen. weiterlesen
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