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Parodontologie 02.10.2014

Parodontitis- und Periimplantitistherapie: minimalinvasiv und effektiv

Parodontitis- und Periimplantitistherapie: minimalinvasiv und effektiv

Wie bewertet eine Dentalhygienikerin das einzige Komplettsystem in der Parodontologie für eine leistungsstarke professionelle Zahnreinigung sowie für eine minimalinvasive Parodontitis- und Periimplantitistherapie? Im Gespräch mit Zahnärztin und Fachjournalistin Dr. Aneta Pecanov-Schröder hebt DH Miriam Heyne aus Stuttgart anschaulich hervor, welche Bedeutung das System Vector Paro Pro innerhalb eines effizienten Prophylaxe-Konzepts hat und wie auch Implantatpatienten in der Nachsorge erfolgreich therapiert werden können.

„Mit dem Vector Paro- und Vector Scaler-Handstück kann ich meine Prophylaxepatienten minimalinvasiv schonend und gleichzeitig effektiv behandeln“, hebt Miriam Heyne ein markantes Merkmal des Vector Paro Pro-Konzepts hervor und betont: „Vibrationen am empfindlichen Dentin entfallen, und durch die fast berührungsfreie Anwendung spürt der Patient keinen typischen ‚Ultraschall‘-Schmerz – das führt zu einer sehr hohen Patientenakzeptanz, ein klarer Vorteil der Behandlung in der Praxis.“

Komplettsystem für den Prophylaxe-Alltag

Die erfahrene Dentalhygienikerin weiß, wovon sie spricht: Sie arbeitet seit rund 15 Jahren mit dem System und führt seit ihrer Referententätigkeit am Zahnmedizinischen Fortbildungszentrum (ZFZ) in Stuttgart mit dem System Schulungen für die Praxis sowie auf Kongressen durch. „Grundsätzlich ist das Ziel, innerhalb der unterstützenden Parodontitis-(UPT-)Therapie bei bis zu vier Sitzungen im Jahr die Wurzeloberfläche zu schonen und möglichst glatt zu hinterlassen. Mit dem Vector Paro-Handstück in Verbindung mit Fluid polish gelingt das. Meine Patienten verspüren während der Behandlung keine Schmerzen, unter anderem, weil das Gerät im Vergleich zu anderen Geräten viel weniger Kühlwasser benötigt.“ Das liegt an der linearen Schwingungsrichtung des Paro-Handstücks: Eine Seitwärtsbewegung, wie sie bei herkömmlichen Ultraschallgeräten vorkommen kann, entfällt, und durch die lineare Antriebsmethode ist eine Erhitzung der Instrumente ausgeschlossen. Bei der Patientenmotivation bietet das eine wertvolle Unterstützung, zum Beispiel bei der Nachsorge im Zuge der parodonalen Erhaltungstherapie. Heyne: „Dadurch erleichtere ich ‚Paropatienten‘ mit freiliegenden und empfindlichen Zahnhälsen die Recallsitzung.“ Zum Komplettsystem Vector Paro Pro gehört sowohl das Handstück Paro für eine schmerzarme und minimalinvasive Behandlung der Parodontitis und Periimplantitis als auch das Handstück Scaler für eine effiziente supra- und subgingivale Zahnreinigung. Heyne: „Das Scaler-Handstück verwende ich für die supragingivale Zahnsteinentfernung und setze das Paro-Handstück bei allen subgingivalen Ablagerungen oder Entzündungen ein. Hierbei arbeite ich in der Nachsorge ausschließlich selektiv, Befunde wie ein ‚Bleeding on Probing‘ (BOP) oder das genaue vorherige Sondieren geben mir hier Aufschluss über eine therapeutische Indikation. So vermeide ich Übertherapie und arbeite sehr patientenindviduell.“ Beide einfach sterilisierbaren Handstücke besitzen einen piezokeramischen Antrieb und können mit einer speziellen Hydroxylapatit-Suspension (Vector Fluid polish) betrieben werden. „Medizinische Spülungen wie Chlorhexidin vertragen sich mit dem Gerät sehr gut und ergänzen ein Full Mouth Disinfection-Konzept“, findet Heyne und fügt hinzu: „Die neuen Aufsätze für die subgingivale Instrumentation machen das Scaler-Handstück komplett. Zur Entfernung von Ablagerungen in tiefen Zahnfleischtaschen eignen sich die links- und rechtsgebogenen schlanken Aufsätze und die LED-Beleuchtung im Handstück ist dabei sehr hilfreich, denn sie erleichtert es, jeden Winkel auszuleuchten, ohne dabei Wärme abzugeben.“

Das System gewährleistet eine schnelle, konstant leistungsstarke Anwendung und eine zuverlässige Entfernung des Biofilms bei größtmöglicher Schonung empfindlicher Gewebestrukturen. „So kann ich als Dentalhygienikerin das Vector-Prinzip umfassend anwenden – in Vorbehandlungen, parodontalem DeepScaling sowie in Erhaltungs- und Prophylaxebehandlungen – und auf diese Weise mein komplettes Spektrum abdecken. Lediglich die supragingivale Politur oder kosmetische Farbbelagsentfernung werden von anderen Geräten bewältigt“, merkt Heyne an. „Die Möglichkeit, die Intensität des Gerätes regulieren zu können, hilft dabei, unterschiedliche Ablagerungen gezielter zu entfernen.“ Zusätzlich erleichtert das drahtlose Fußpedal („Für mich als Linksfüßer hervorragend.“) die Handhabung des Systems in der Praxis.

PAR-Behandlungsablauf in der Praxis

„Im Vordergrund steht der Patient und wir sollten ihn mit unseren idealen Vorstellungen nicht überfordern“, gibt Heyne zu verstehen und verdeutlicht:„Dabei ist der Weg das Ziel. Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, dass jeder Patient ein Individuum mit ganz persönlichen Prioritäten ist. Meine Aufgabe als Dentalhygienikerin ist es, ‚Zwischentöne‘ herauszuhören und dann gemeinsam mit meinem Chef ein passendes Konzept für den Patienten zu finden.“

Für eine erfolgreiche Paro-Therapie ist ein auf Kontinuität und Qualität begründetes Behandlungskonzept entscheidend. Dieses umfasst Heynes Erfahrung nach eine Hygienephase zu Beginn. Heyne: „Der Patient wird über Mundhygienehilfsmittel aufgeklärt und es werden alle supragingivalen Ablagerungen entfernt.“ Nach spezieller Anamnese wird ein konkretes Behandlungskonzept für die Parodontalbehandlung erarbeitet. Heyne: „Das wird oft in Zusammenarbeit mit anderen Medizinern, zum Beispiel Kardiologen, durchgeführt.“ Im Anschluss folgen engmaschige Kontrollen und Remotivation sowie gegebenenfalls eine chirurgisch-korrektive Phase.

In welcher Form der Behandlungsablauf organisiert wird, hängt unter anderem von der Mitarbeiterstruktur der jeweiligen Praxis ab. „Eine Dentalhygienikerin kann alle nicht chirurgischen parodontalen Behandlungen nach Delegation selbst durchführen“, erklärt Heyne, „und nimmt dem Zahnarzt den Hauptteil der parodontalen Sanierung ab, während die fortgebildete Prophylaxemitarbeiterin bei Aufklärung und Motivation des Patienten eine große Hilfe sein und für das Debridement im supragingivalen Bereich eingesetzt werden kann.“

Behandlung einer Mukositis und Periimplantitis

„Die Implantatreinigung“, betont die Prophylaxe-Expertin, „ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Prophylaxealltages geworden.“ In diesem Zusammenhang sieht sie die indirekte Therapie einer Mukositis und Periimplantitis als „das perfekte Einsatzgebiet für das Vector Paro-Handstück“. Es würden für die Implantatreinigung zwar viele unterschiedliche Systeme angeboten, so Heyne, jedoch „werden die unterschiedlichen Implantatoberflächen, -gewinde und Schraubverbindungen nicht immer ausreichend erreicht“.

Mit den Vector Periimplantitis-Instrumenten werden zugängige „Poren, Mulden oder Lakunen durch die Streuung des Pulvers optimal gereinigt“, führt Heyne aus und ergänzt: „Die karbonfaserverstärken Kunststoffaufsätze eignen sich hervorragend, um Zahnstein am Implantat zu entfernen und dabei die Originaloberfläche des Implantates nicht zu verletzen. Empfindliche Strukturen bleiben erhalten. Durch die grazilen Aufsätze wird der Implantatsulkus hierbei geschont und im Vergleich zu Handinstrumenten deutlich weniger überdehnt.“

Fazit für die Praxis

Um einen Patienten effektiv und schonend zu behandeln, bedarf es für eine professionelle Sitzung unterschiedlicher Instrumente. „Beim Vector Paro Pro muss dazu nur mit wenigen Handgriffen das Handstück oder der Aufsatz gewechselt werden“, so Heyne. Gesamt gesehen biete das neue System ein größeres Einsatzgebiet und sei bedienungsfreundlicher geworden. Heyne: „Mit dem Gerät decke ich einen Großteil meiner Instrumentation ab, aufeinander abgestimmtes Zubehör komplettiert das Prinzip.“

Jede Praxis sollte für sich das richtige Konzept und damit verbunden das richtige Instrument finden, ist Heyne überzeugt. „Ich weiß aus Erfahrung um die Vielfalt der Geräte und kenne Vor- und Nachteile. Der Vector Paro Pro ermöglicht es, einen großen Teil der Prophylaxe, der Paro-Therapie wie auch der Behandlung einer Periimplantitis abzudecken. So kann ich den großen Vorteil nutzen, wenige unterschiedliche Geräte einzusetzen und damit platzsparend zu arbeiten und kann zudem auf einen kompetenten Service des Anbieters zurückgreifen.“

Im Idealfall nehme sich eine parodontologisch ausgerichtete Praxis einen Nachmittag Zeit und lasse sich von einer Fachkraft bei unterschiedlichen Patienten mit dem Vector Paro Pro „an die Hand“ nehmen. Heyne: „Ein Patient kann nur sehr schwer einschätzen, ob ich gut oder fachgerecht gearbeitet habe. Allerdings kann er sehr gut Schmerz beurteilen und bringt seine Erfahrung in Verbindung mit meiner Arbeit. Mit deutlich schmerzarmen Behandlungen, die das indirekte Arbeiten mit Vector Fluid polish und das reduzierte Kühlwasser bewirken, erziele ich eine hohe Patientenakzeptanz. Das verstärkt das ‚Wohlfühlklima‘ für den Patienten und ich bekomme den Lohn und das Lob für meine Mühen unmittelbar von meinen Patienten.“

DH Miriam Heyne
Zahnarztpraxis Dr. Peter Weber
Europastr. 11
72622 Nürtingen
Praxis: 07022 31818
Büro: 0711 69970811

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