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Branchenmeldungen 12.08.2019

3D-Zahnimplantologie: Feste Zähne für (fast) jeden

3D-Zahnimplantologie: Feste Zähne für (fast) jeden

Immer sicherer, schonender, schneller

Erfolgsraten gen 100 Prozent und selbst bei schwierigsten Voraussetzungen fast immer machbar: Kein technologisches Verfahren hat die moderne Zahnmedizin so revolutioniert wie die dentale Implantologie. Während früher verlorengegangene Zähne nur durch Zahnbrücken oder herausnehmbare Prothesen ersetzen werden konnten, ermöglicht es die heutige moderne Zahnimplantologie, jeden einzelnen Zahn bis hin zum zahnlosen Kiefer funktionell (Kauen, Beißen) und ästhetisch (Lachen) nahezu perfekt zu rekonstruiert. Das funktioniert in der Regel selbst bei sehr alten, kranken Menschen und Patienten mit schwierigsten anatomischen Voraussetzungen. 

Riesiger Bedarf: Mehr als 10 Mio gezogene Zähne p. a.

In Deutschland werden jährlich über 1 Mio Zahnimplantate gesetzt. Der Bedarf ist aber noch viel größer, denn weit mehr als die 10-fache Menge an Zähnen wird jährlich in Deutschland gezogen. Oft sind ungünstige anatomische Voraussetzungen der Grund dafür, dass entweder gar kein Implantat gesetzt wird oder dass vorher aufwändige knochenaufbauende Operationen erfolgen müssen, die den Patienten zusätzlich belasten. Betroffen sind vor allem ältere Menschen, bei denen sich nach frühzeitigem Zahnverlust der Kieferknochen zurückgebildet hat.

Digital und 3dimensional: Neue Möglichkeiten bis hin zur one-day Behandlung

Mit modernen 3D-Planungsverfahren lassen sich nicht nur Implantatgrößen und -positionen vor der Behandlung so genau vorausberechnen, dass die Anzahl der Implantate - und damit auch die Kosten - auf das Mindestnotwendige beschränkt werden kann. Gleichzeitig können die prothetische Suprarekonstruktion (Kronen, Brücken, Prothesen) vorher geplant und damit auch biomechanisch und ästhetisch optimiert werden. Moderne Navigationsverfahren ermöglichen es dann dem Chirurgen, diese hochgenauen Planungen intraoperativ exakt umzusetzen und damit die Behandlung nicht nur zu optimieren, sondern auch die Behandlungszeit maximal zu verkürzen. Auf diese Weise lassen sich mit der navigierten Implantologie auch Patienten mit schwierigen anatomischen Voraussetzungen sicherer und leichter, effizienter und kostengünstiger und vor allem auch schneller behandeln. Minimal-invasivere Konzepte lassen sich umsetzen und auch die Häufigkeit von ansonsten notwendigen Begleitoperationen, wie einem Kieferknochenaufbau, kann unter Umständen reduziert werden. Die Erfolgsraten von 95 bis 98 Prozent sind im Vergleich zu Implantatverfahren in der Medizin beeindruckend. In besonderen Fällen und unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich dadurch sogar eine one-day Behandlung durchführen. Eine perfekte präoperative Planung mit Herstellung einer Navigationshilfe für die Chirurgie und der Komponenten für die prothetische Versorgung ermöglicht hier eine komplette Versorgung an nur einem Tag. Der Patient kommt morgens und geht abends wieder mit neuen Zähnen. Näheres zu dem Verfahren ist beschrieben in der AWMF-Leitlinie „Indikationen zur implantologischen 3D-Röntgendiagnostik und navigationsgestützten Implantologie“, die sich allerdings gerade in Überarbeitung befindet (https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/083-011.html).

Behandlungsablauf

Auf der Basis dreidimensionaler Bilddaten (DVT, CT, Modell, intraoraler Scan) werden zunächst die Implantate (Anzahl, Typ, Durchmesser, Länge), Aufbauten, ggf. Augmentationen und Zahnersatzrestaurationen softwarebasiert simuliert und beurteilt. Die hier ermittelten Werte und Erkenntnisse werden dazu verwendet, eine möglichst exakte, prothetisch orientierte Positionierung der Implantate unter bestmöglicher Ausnutzung des Knochenangebotes zu planen. Idealerweise können so Augmentationen oder andere implantatbettvorbereitenden Maßnahmen vermieden werden. Um diese so erstellten Implantatplanungen dann am Patienten umzusetzen, benötigt der Chirurg eine Unterstützungshilfe für die navigierte Implantation. Freihand-Implantationen haben hier eine oft zu große Fehlerrate. Für die intraoperative Umsetzung stehen die direkte Instrumentennavigation oder die durch 3D-Verfahren hergestellte Bohrschablonen unterstützten Verfahren zur Verfügung. In vielen Studien konnte durch navigationsgestützte Implantation eine exaktere Positionierung der Implantate im Vergleich zur „Freihand“- Positionierung festgestellt werden. Darüber hinaus ist durch den Einsatz von computerunterstützten navigierten Verfahren eine verbesserte Präfabrizierung von prothetischem Zahnersatz möglich. Im Idealfall kann ein Patient so an nur einem Tag mit einer festsitzenden prothetischen Versorgung zahnärztlich versorgt werden und kann direkt nach der Behandlung wieder kauen und lächeln.

Quelle: DGMKG

Foto: SianStock – stock.adobe.com

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