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Branchenmeldungen 06.06.2019

Abschiedsbrief einer Patientin: „Vom Zahnarzt zu Tode gequält“

Abschiedsbrief einer Patientin: „Vom Zahnarzt zu Tode gequält“

Eine 63-Jährige litt infolge einer langwierigen und komplexen Behandlung an so starken Schmerzen, dass sie ihrem Leben schließlich ein Ende setzte. Angehörige der Frau verklagten den Zahnarzt – nun wurde der Fall vom Landgericht Hannover beigelegt.

Vater und Tochter der Patientin hatten den Zahnarzt zunächst auf 10.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Dieser wiederum wollte ebenfalls Forderungen zu offenen Rechnungen der Behandlung geltend machen. Nun haben sich beide Parteien außergerichtlich auf gegenseitigen Verzicht geeinigt, wie die Neue Presse berichtete.

Ob wirklich eine Behandlungsfehler aufseiten des Zahnarztes vorlag, bleibt ungeklärt. Fakt ist jedoch, dass die Patientin in psychologischer Behandlung war, noch bevor der tragische Fall seinen Anfang nahm.

Vor sechs Jahren hatte der Zahnarzt der damals 62-Jährigen zwölf Zähne gezogen, die seines Erachtens nach nicht mehr zu retten waren. Zahnersatz hatte die Frau in Form von Implantaten sowie einer festsitzenden Prothese erhalten.

Eine Besserung ihres Zustands blieb allerdings aus. Sie klagte monatelang über durch die Prothese verursachte starke Schmerzen. Infolgedessen nahm sie nur noch breiige oder flüssige Nahrung zu sich, was zu einer starken Gewichtsabnahme führte. Ein gutes Jahr später nahm sie sich das Leben und hinterließ einen Abschiedsbrief mit den Worten „Vom Zahnarzt zu Tode gequält. Ich kann nicht mehr“.

Foto: Andreas Gruhl – stock.adobe.com

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