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Branchenmeldungen 03.02.2020

Burn-out: Jeder zweite Zahnarzt würde die Branche wechseln

Burn-out: Jeder zweite Zahnarzt würde die Branche wechseln

Versorgungsengpässe könnten bald nicht nur durch den demografischen Wandel drohen. Immer mehr Zahnärzte sind in ihrem Job unglücklich, wenn nicht sogar krank, und denken über einen Neuanfang fernab der Zahnmedizin nach.

Wie die aktuelle Umfrage „Breaking the Burnout Cycle“ von Dental Protection, einer englischen Organisation zum Schutz beruflicher Interessen der Zahnärzteschaft, zeigt, sind viele Zahnärzte des britischen Gesundheitssystems (NHS) alles andere als zufrieden in ihrem Job. Die Work-Life-Dysbalance birgt ein hohes Burn-out-Risiko. Rund die Hälfte der befragten Zahnärzte gab an, für ein besseres Wohlbefinden über einen Jobwechsel nachzudenken.

Nicht nur die physische, sondern insbesondere die psychische Belastung spielt hierbei eine große Rolle. Drei von vier Zahnärzten fühlen sich gestresst, weil sie Patientenklagen fürchten, wie eine ältere Studie der Organisation bereits offenlegte.

Das hat nicht nur Folgen für die Zahnärzte selbst, sondern ebenso für die Patienten und das Praxisteam. So geht Dental Protection davon aus, dass zum einen kognitive Fähigkeiten der Betroffenen eingeschränkt und sie weniger empathisch sind, zum anderen seien sie fehleranfälliger.

Um die Exposition für Burn-out zu verringern, sind Überprüfungen der Arbeitsbedingungen und -belastung unabdingbar, so dentistry.co.uk. Ebenso wichtig sei es aber, Anlaufstellen mit Hilfsangeboten für Zahnärzte zu schaffen.

Foto: Robert Kneschke – stock.adobe.com

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