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Branchenmeldungen 12.11.2019

Neun von zehn Zahnärzten fürchten Patientenklagen

Neun von zehn Zahnärzten fürchten Patientenklagen

Der Beruf des Zahnarztes ist sowohl physisch als auch psychisch sehr herausfordernd und hält ohne Frage viel Stresspotenzial bereit. Eine Stressquelle, die bisher unterschätzt wurde, ist die Angst davor, von Patienten verklagt zu werden.

Scheinbar habe in den letzten Jahren ein Wandel in der Gesellschaft stattgefunden und die Bereitschaft, einen Prozess anzuschieben, sei deutlich gestiegen. So schätzt zumindest die Zahnärzteschaft, nahezu geschlossen (98 Prozent), die Situation ein. Das geht an ihnen natürlich nicht spurlos vorüber, wie die kürzlich im British Dental Journal veröffentlichte Studie zeigt. 89 Prozent der mehr als 1.100 befragten Zahnärzte gaben an, dass sie sich Sorgen um Klagen und Beschwerden unzufriedener Patienten machen.

Die von Dental Protection durchgeführte Untersuchung legt zudem offen, dass sich mehr als drei Viertel der Zahnärzte davon gestresst fühlen. Die Angst fungiert demnach als zusätzlicher Stressfaktor, der sich negativ auf die Gesundheit der Zahnärzteschaft auswirkt.

Ältere Studien haben bereits belegt, dass Stress unter anderem das Urteilsvermögen beeinträchtigt und ein hohes Potenzial für Behandlungsfehler mit sich bringt. Verfügen Betroffene in diesen Fällen nicht über effektive Bewältigungsstrategien, drohen nicht nur Klagen, sondern auch ein Burn-out.

Foto: LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com

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