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Branchenmeldungen 28.09.2018

CleanImplant verleiht Qualitätssiegel auf der EAO in Wien

CleanImplant verleiht Qualitätssiegel auf der EAO in Wien

Michael Norton, Past-President der Academy of Osseointegration, hatte kürzlich ein Problem des Implantat-Marktes treffend beschrieben und zusammengefasst: „Zahnärzte sollten sich auf das Qualitätsversprechen der Hersteller und auf das FDA Logo bzw. das CE-Zeichen verlassen können. Sie müssen sicher gehen, dass Implantate, die sie in der täglichen Praxis verwenden, auch mit der Sorgfalt hergestellt wurden, die man von Medizinprodukten erwarten kann. Das trifft offensichtlich leider nicht immer zu.“

Rückstände aus dem Herstellungs- und Verpackungsprozess, die in vier konsekutiven Studien mit Analysen von über 250 Implantaten in den letzten 10 Jahren gehäuft nachgewiesen wurden, stehen im Verdacht, nicht nur für eine unvollständige Osseointegration von Implantaten, sondern auch für einen frühen Knochenverlust mitverantwortlich zu sein. Neben zahlreichen organischen Partikeln fanden sich auf den im REM analysierten Implantaten auch metallische Rückstände wie Nickel, Eisen, Zinn, Kupfer, Chrom, Wolfram oder sogar Antimon.

Wie können Zahnärzte bei der Vielzahl angebotener Systeme wissen, welche Implantate von diesen Problemen nicht betroffen sind, um sich in ihrer Praxis für ein sicheres Implantat zu entscheiden?

Die CleanImplant Foundation, eine Non-profit Organisation aus Berlin, hatte sich im vergangenen Jahr genau mit dieser Frage befasst und unter Leitung namhafter Wissenschaftler wie Prof. Tomas Albrektsson, Prof. Ann Wennerberg, Prof. Florian Beuer u.a., ein Konsensuspapier herausgegeben, das nicht nur Antworten auf diese Fragen gibt, sondern auch die Grundlage für ein internationales Qualitätssiegel darstellt.

Auf der EAO in Wien werden Firmen Implantatsysteme vorstellen, die diese neue „Trusted Quality Mark” bereits tragen. Dazu zählen MIS V3, MegaGen AnyRidge, BTI UniCa, NucleOSS T6, und das Replicate von NDI. Weitere Firmen haben sich bereits für die umfangreichen Analysen mit anschließendem Peer-review Prozess angemeldet und dürften auf der nächsten IDS das begehrte Siegel präsentieren können, sofern die Implantate wirklich rückstandsfrei sind. Als jüngster Kandidat wird bredent medical für das Implantat blueSKY auf der EAO in Wien mit dem weltweit anerkannten Prüfsiegel ausgezeichnet. Zuvor hatte der Scientific Advisory Board für dieses System die Compliance mit den strengen Kriterien der „Trusted Quality Mark“ überprüft. Die offizielle Verleihung des Zertifikates wird am 11. Oktober um 15 Uhr auf dem Stand S11 der bredent medical erfolgen.

Implantathersteller, die sich für dieses Qualitätssiegel bewerben wollen, aber auch praktizierende Zahnärzte, die dieses Projekt unterstützen wollen, finden weitere Informationen auf der Homepage der Organisation: www.cleanimplant.com.

Foto: CleanImplant
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