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Branchenmeldungen 08.10.2014

Das fahrbare Behandlungszimmer

Das fahrbare Behandlungszimmer

Im Jahr 2030 wird laut aktueller statistischer Berechnungen jeder dritte Deutsche über 60 Jahre alt sein. Diese demografische Entwicklung führt nicht nur zu einem steigenden Anteil an älteren Patienten in der Zahnarztpraxis, sondern stellt den Behandler auch vor neue logistische Herausforderungen. Um Personen mit eingeschränkter Mobilität, multimorbiden Leiden und reduzierter kognitiver Leistungsfähigkeit adäquat behandeln zu können, muss zunehmend über die Praxisgrenzen hinausgedacht werden.

Die Struktur des Patientenstammes ist einer spürbaren, vom demografischen Wandel geprägten Veränderung unterworfen. Zum einen steigt der Prozentsatz älterer Patienten insgesamt, zum anderen erhöht sich innerhalb dieser Patientengruppe auch die Anzahl der vorhandenen natürlichen Zähne, die bis ins hohe Alter erhalten werden können. Zu verdanken ist dies den medizinischen und technologischen Fortschritten im dentalen Bereich, die besonders in den Sektoren der Gerostomatologie und Gerodontie in den letzten Jahren wegweisend waren. Wo früher mit dem Einsatz einer vollprothetischen Versorgung die zahnmedizinische Behandlungsgeschichte endete, ergänzen inzwischen häufiger Teilprothesen die zahnerhaltenden Maßnahmen. Doch die neuen Anforderungen an den Zahnarzt umfassen nicht nur medizinische Aspekte, sondern erstrecken sich auch auf die Praxisorganisation und Logistik.

Komfortable Versorgung im Alter

Charakteristische dentale Probleme bei Senioren, unter anderem Zahnhalsdefekte, Zahnfrakturen und Wurzelkaries, resultieren oft aus den eingeschränkten motorischen Fähigkeiten, welche die Mundpflege mit zunehmendem Alter erschweren. Je schwieriger sich die orale Hygiene jedoch gestaltet, desto häufiger sind Besuche in der zahnmedizinischen Praxis vonnöten. Besonders Patienten, die auf Fortbewegungshilfen angewiesen sind, stehen hier mitunter vor großen Herausforderungen. Unter Umständen muss ein Fahrdienst bestellt und bezahlt werden, der Weg in höher gelegene Etagen stellt in Gebäuden ohne Fahrstuhl ein Hindernis dar und auch innerhalb der Praxisräumlichkeiten herrscht nur selten Barrierefreiheit. Noch mehr Komplikationen ergeben sich bei älteren Patienten, die unter geistigen Erkrankungen wie Demenz oder Alzheimer leiden und deren Zahnpflege aus diesem Grund vollständig in der Obhut von Pflegepersonal liegt. Eine begleitete Fahrt zum Zahnarzt bedeutet nicht nur zusätzlichen Personalaufwand für den Pflegedienst oder das Seniorenheim, sondern auch ein hohes Maß an Stress für den desorientierten Patienten.

Weit weniger aufwendig und für hilfebedürftige Patienten sehr komfortabel ist dagegen der Hausbesuch des Zahnarztes in der Wohnung oder Pflegeeinrichtung. Die älteren Menschen können in ihrer gewohnten Umgebung behandelt werden, müssen keine Strapazen einer Autofahrt auf sich nehmen und sind während der Behandlung ruhiger und entspannter. Auch für den Zahnarzt ergeben sich weitreichende Vorteile: Seit dem 1. April 2014 ermöglicht eine Rahmenvereinbarung auf Grundlage des Pflegeneuausrichtungsgesetzes (PNG) die Schließung von Kooperationsverträgen zwischen Vertragszahnärzten und stationären Pflegeeinrichtungen. Im Zuge dessen erhalten die Bewohner durch den Partnerzahnarzt neben einer routinemäßigen Eingangsuntersuchung weitere regelmäßige Kontrolluntersuchungen, um dentale Defizite frühzeitig zu diagnostizieren, zu behandeln und das Pflegepersonal hinsichtlich der notwendigen Maßnahmen zu instruieren. Laut Kassenzahnärztlicher Vereinigung ist der Vertragszahnarzt berechtigt, die dadurch erbrachten Leistungen gemäß § 87 Abs. 2j SGB V abzurechnen. Er erweitert damit seinen Patientenstamm und kann durch die Behandlung mehrerer Personen bei einem Besuch Synergieeffekte hinsichtlich Anfahrtszeit und -kosten nutzen. Voraussetzung für eine derartige mobile Behandlung ist jedoch das Vorhandensein eines entsprechend transportablen Equipments.

Auch mobil bestens ausgestattet

Mit der transportablen Dentaleinheit Dentalone von NSK ist der Zahnarzt für den mobilen Einsatz, beispielsweise in Seniorenheimen oder bei Hausbesuchen älterer Patienten, bestens gerüstet. Während des Anreiseweges begleitet sie ihren Besitzer in Gestalt eines leicht transportablen Trolleys, der sich nach Ankunft am Einsatzort mit wenigen Handgriffen in eine voll einsatzfähige und anwenderfreundliche Dentaleinheit umwandeln lässt. Sofort steht ein breites Spektrum an Instrumenten und Funktionalitäten zur Verfügung, sodass auch außerhalb der Praxis eine hochqualitative zahnärztliche Behandlung durchgeführt werden kann. Notwendig ist dafür lediglich ein Stromanschluss, die Wasserversorgung erfolgt über den integrierten Tank dagegen völlig autark. Das Arztelement verfügt über einen Instrumententräger mit Auto-Select-Funktion und eine beleuchtete Multi-Pad-Steuereinheit zur Regelung von Motor- und Ultraschallleistung. Mit dem NSK NLX nano mit LED-Licht steht außerdem ein autoklavierbarer Mikromotor bereit, der trotz seines geringen Gewichts und seiner handlichen Ausmaße mit hoher Leistungsfähigkeit aufwartet. Als leichtes, ergonomisch geformtes Piezo-ZEG-System ist der NSK Varios 2 LUX Doppel-LED-Ultraschallscaler für zahlreiche ZEG-Instrumente geeignet. Durch seine beiden Lichtquellen wird die behandelte Region stets sehr gut ausgeleuchtet. Ergänzt wird die Ausstattung durch eine multifunktionelle Spritze und einen großen Speichelsauger. Die Bedienung erfolgt über einen Fußanlasser mit Kabelverbindung. Auf diese Weise können Patienten auch außerhalb der Praxis optimal zahnmedizinisch versorgt werden – für ein gesundes Gebiss und mehr Lebensqualität bis ins hohe Alter.

Foto: © NSK
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